Was macht einen Film zum besten Kriegsfilm aller Zeiten? Ist es die schonungslose Darstellung der Gewalt, die psychologische Tiefe der Charaktere oder die Auseinandersetzung mit den moralischen Grauzonen des Krieges? Ein Kandidat für diesen Titel, der ab sofort bei HBO Max im Streaming-Abo verfügbar ist, vereint all diese Aspekte auf meisterhafte Weise. Bester Kriegsfilm steht dabei im Mittelpunkt.

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| Titel | Wege zum Ruhm |
|---|---|
| Originaltitel | Paths of Glory |
| Regie | Stanley Kubrick |
| Drehbuch | Stanley Kubrick, Calder Willingham, Jim Thompson |
| Besetzung | Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou |
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Kinostart/Streaming-Start | Dezember 1957 |
| Plattform | HBO Max |
| FSK | 16 |
| Produktion | Bryna Productions |
| Verleih | United Artists |
Unser Eindruck: Ein erschütterndes Antikriegs-Drama, das auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Relevanz verloren hat.
Was macht „Wege zum Ruhm“ zu einem besonderen Kriegsfilm?
Stanley Kubricks „Wege zum Ruhm“ aus dem Jahr 1957 ist mehr als nur ein Kriegsfilm. Er ist eine Anklage gegen die Sinnlosigkeit des Krieges und die Machtstrukturen, die ihn befeuern. Der Film verzichtet auf heroische Schlachtenbilder und konzentriert sich stattdessen auf das Schicksal einzelner Soldaten und die Willkür ihrer Vorgesetzten. Laut Moviepilot.de ist der Film ab sofort bei HBO Max verfügbar. (Lesen Sie auch: Streaming-Tipp: Der vielleicht beste Kriegsfilm aller Zeiten)
Die Geschichte hinter der Geschichte
„Wege zum Ruhm“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Humphrey Cobb, der auf wahren Begebenheiten während des Ersten Weltkriegs beruht. Der Film erzählt die Geschichte eines französischen Regiments, das einen aussichtslosen Angriff auf eine uneinnehmbare deutsche Stellung durchführen soll. Als der Angriff scheitert, werden drei Soldaten ausgewählt, um als Exempel statuiert zu werden und wegen Feigheit vor dem Feind hingerichtet zu werden.
Film-Fakten
- Kubricks dritter Spielfilm
- Gedreht in Schwarzweiß, um die düstere Atmosphäre zu verstärken
- In Frankreich lange Zeit verboten
- Kirk Douglas setzte sich persönlich für die Realisierung des Films ein
Kubricks Inszenierung: Ein Meisterwerk der Kameraarbeit
Kubricks Regie ist brillant, insbesondere seine Kameraarbeit. Die langen, ruhigen Kamerafahrten durch die Schützengräben vermitteln auf beklemmende Weise die Enge und Hoffnungslosigkeit des Krieges. Die Gerichtsszene, in der die drei Soldaten zum Tode verurteilt werden, ist ein Meisterwerk der Spannungsinszenierung. Die Musik von Gerald Fried unterstreicht die bedrückende Atmosphäre des Films.
Der Film wurde in Frankreich lange Zeit verboten, da er als Kritik an der französischen Armee wahrgenommen wurde. (Lesen Sie auch: Inglourious Basterds: Darum Verließen Zuschauer Wütend das…)
Moralische Grauzonen und die Sinnlosigkeit des Krieges
Was „Wege zum Ruhm“ von vielen anderen Kriegsfilmen unterscheidet, ist seine kompromisslose Darstellung der moralischen Grauzonen des Krieges. Es gibt keine einfachen Helden oder Schurken. Die Offiziere sind nicht per se böse, sondern getrieben von Ehrgeiz und dem Wunsch nach Anerkennung. Die Soldaten sind nicht immer mutig, sondern oft einfach nur verzweifelt und versuchen, zu überleben. Der Film zeigt, wie der Krieg die Menschen korrumpiert und zu unmenschlichen Handlungen treibt.
Wer Filme wie „Im Westen nichts Neues“ oder „Apocalypse Now“ schätzt, wird von „Wege zum Ruhm“ begeistert sein. Der Film ist ein zeitloses Meisterwerk, das zum Nachdenken über Krieg und Frieden anregt.
Für wen lohnt sich „Wege zum Ruhm“?
„Wege zum Ruhm“ ist ein Film für Zuschauer, die sich für anspruchsvolle Kriegsfilme interessieren, die mehr bieten als bloße Action. Wer Filme wie „Die Brücke“, „Das Boot“ oder „Der Soldat James Ryan“ mochte, wird hier ein weiteres Meisterwerk des Genres entdecken. Allerdings sollte man sich auf eine deprimierende und schonungslose Darstellung des Krieges einstellen. (Lesen Sie auch: Jon Hamm Mad Men: Bittere Zweifel vor…)
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde „Wege zum Ruhm“ in Frankreich lange Zeit verboten?
Der Film wurde als Kritik an der französischen Armee und ihrer Führung im Ersten Weltkrieg wahrgenommen. Die Darstellung der Offiziere als karrierebesessen und skrupellos stieß auf Widerstand und führte zu einem Verbot. (Lesen Sie auch: Oscars 2026 Verlierer: Passt das Scheitern zum…)
Welche Rolle spielte Kirk Douglas bei der Entstehung des Films?
Kirk Douglas, der die Hauptrolle spielte, setzte sich aktiv für die Realisierung des Films ein. Er war von der Geschichte überzeugt und nutzte seinen Einfluss, um das Projekt gegen Widerstände durchzusetzen. Er trug auch maßgeblich zur Wahl von Stanley Kubrick als Regisseur bei.
Welche filmischen Mittel setzt Kubrick in „Wege zum Ruhm“ ein?
Kubrick verwendet lange Kamerafahrten, um die Enge und Trostlosigkeit der Schützengräben zu verdeutlichen. Der Schwarzweiß-Film verstärkt die düstere Atmosphäre. Der Einsatz von Musik ist sparsam, aber wirkungsvoll, um die Spannung zu erhöhen und die emotionalen Momente zu unterstreichen. Das Deutsche Historische Museum bietet weitere Einblicke in die Epoche des Ersten Weltkriegs.








