Das Bitcoin-Netzwerk hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Am Montag, dem 9. März 2026, wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit sind nur noch weniger als eine Million Coins übrig, die in den kommenden 114 Jahren durch das sogenannte Mining in Umlauf gebracht werden.

Hintergrund: Die begrenzte Anzahl von Bitcoins
Einer der grundlegenden Aspekte von Bitcoins ist die begrenzte Gesamtmenge von 21 Millionen Coins. Diese Knappheit ist ein zentrales Element des Wertversprechens von Bitcoin, da sie vor Inflation schützen soll. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von Zentralbanken beliebig vermehrt werden können, ist die Menge an Bitcoins von vornherein begrenzt. Diese Begrenzung ist im Quellcode der Kryptowährung festgeschrieben und kann nicht geändert werden.
Die Idee hinter dieser Knappheit ist, dass Bitcoins im Laufe der Zeit wertvoller werden, da die Nachfrage steigt, während das Angebot begrenzt bleibt. Dies hat dazu beigetragen, dass sich Bitcoins als Wertspeicher etabliert haben, ähnlich wie Gold. (Lesen Sie auch: Bitcoins Kurs unter Druck: Letzte Chance)
Aktuelle Entwicklung: 20 Millionen Bitcoins im Umlauf
Laut CoinMarketCap wurde der Meilenstein von 20 Millionen geschürften Bitcoins am Montag, dem 9. März 2026, beim Block 939.999 erreicht. Dieser Block wurde vom Foundry USA Pool bestätigt. Das Ereignis trat etwa 17 Jahre, zwei Monate und eine Woche nach der Erzeugung des Genesis-Blocks im Januar 2009 ein.
Die Verteilung der Bitcoins erfolgt über einen Mechanismus namens „Mining“. Dabei lösen Computer komplexe mathematische Aufgaben, um neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Als Belohnung erhalten die Miner neu geschöpfte Bitcoins und Transaktionsgebühren. Die Menge der Bitcoins, die pro Block ausgeschüttet wird, halbiert sich alle 210.000 Blöcke, was etwa alle vier Jahre geschieht. Dieses Ereignis wird als „Halving“ bezeichnet.
Das letzte Halving fand am 20. April 2024 statt, wodurch die Belohnung von 6,25 Bitcoins auf 3,125 Bitcoins pro Block reduziert wurde. Das nächste Halving wird voraussichtlich am 11. April 2028 stattfinden. Blockchain.com bietet detaillierte Informationen zur Funktionsweise der Blockchain-Technologie und des Bitcoin-Netzwerks. (Lesen Sie auch: Kursrutsch an den Aktienmärkten nach sprunghaftem Anstieg…)
Wie ForkLog berichtet, wird erwartet, dass die verbleibenden Bitcoins erst im Jahr 2140 geschürft sein werden, da die Blockbelohnungen immer weiter sinken.
Auswirkungen auf Miner
Die Halbierung der Blockbelohnungen hat erhebliche Auswirkungen auf die Rentabilität der Miner. Da sie weniger neue Bitcoins erhalten, sind sie stärker auf Transaktionsgebühren angewiesen, um ihre Kosten zu decken. Dies könnte dazu führen, dass sich das Mining zunehmend auf Regionen mit niedrigen Stromkosten konzentriert oder dass Miner effizientere Hardware einsetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Einem Bericht von CryptoSlate zufolge liegt der Break-Even-Preis für Bitcoins, der ausschließlich die Stromkosten deckt, bei etwa 74.000 US-Dollar pro Coin. Unter Berücksichtigung von Ausrüstung, Infrastruktur, Kühlung, Wartung und Finanzierung könnte der tatsächliche Break-Even-Preis sogar über 100.000 US-Dollar pro BTC liegen. (Lesen Sie auch: Offene Immobilienfonds Risiken: BAFIN warnt Anleger Jetzt)
Was bedeutet das für die Zukunft von Bitcoins?
Der Meilenstein von 20 Millionen geschürften Bitcoins unterstreicht die Knappheit der Kryptowährung und könnte langfristig positive Auswirkungen auf den Preis haben. Da immer weniger neue Bitcoins in Umlauf kommen, könnte die Nachfrage das Angebot übersteigen, was zu steigenden Preisen führen könnte. Allerdings ist der Preis von Bitcoins auch von anderen Faktoren abhängig, wie z.B. der Akzeptanz durch Unternehmen und Regierungen, der regulatorischen Entwicklung und der allgemeinen Marktstimmung.Einige Experten sehen darin einen positiven Katalysator, während andere vor den Herausforderungen warnen, die sich für Miner ergeben.

Die langfristige Sicherheit und Stabilität des Bitcoin-Netzwerks hängt davon ab, dass Miner weiterhin Anreize haben, Blöcke zu schürfen und die Blockchain zu sichern. Wenn die Transaktionsgebühren nicht ausreichen, um die Kosten der Miner zu decken, könnte dies zu einer Konzentration des Minings auf wenige große Player führen oder sogar die Sicherheit des Netzwerks gefährden.
Auf der Webseite der Deutschen Bundesbank finden sich Informationen zur Bedeutung von Kryptowährungen für die Finanzstabilität. (Lesen Sie auch: George Russell triumphiert beim Formel 1 Grand…)
FAQ zu Bitcoins
Häufig gestellte Fragen zu bitcoins
Wie viele Bitcoins wird es maximal geben?
Die maximale Anzahl an Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese Begrenzung ist im Quellcode der Kryptowährung festgeschrieben und soll sicherstellen, dass Bitcoins nicht inflationär sind. Mehr als 95% dieser Menge sind bereits geschürft.
Was bedeutet das „Halving“ bei Bitcoins?
Das „Halving“ ist ein Ereignis, das etwa alle vier Jahre stattfindet und die Belohnung für das Schürfen neuer Blöcke halbiert. Dies reduziert die Menge an neuen Bitcoins, die in Umlauf gebracht werden, und soll die Knappheit der Kryptowährung erhöhen.
Wie lange dauert es noch, bis alle Bitcoins geschürft sind?
Obwohl bereits über 95 % aller Bitcoins geschürft wurden, wird erwartet, dass es noch bis zum Jahr 2140 dauern wird, bis der letzte Bitcoin geschürft ist. Dies liegt daran, dass die Belohnung für das Schürfen immer weiter sinkt.
Welche Auswirkungen hat die Knappheit auf den Bitcoin-Preis?
Die Knappheit von Bitcoins könnte langfristig positive Auswirkungen auf den Preis haben. Da immer weniger neue Bitcoins in Umlauf kommen, könnte die Nachfrage das Angebot übersteigen, was zu steigenden Preisen führen könnte.
Wie beeinflusst das Mining die Umwelt?
Das Mining von Bitcoins kann einen erheblichen Energieverbrauch verursachen, insbesondere wenn es mit ineffizienter Hardware und in Regionen mit hohen Strompreisen betrieben wird. Es gibt jedoch auch Bemühungen, das Mining nachhaltiger zu gestalten, z.B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.











