Trotz globaler Krisen und Handelszölle verzeichnet Adidas weiterhin ein starkes Wachstum im Bereich Sportartikel. Unter der Führung von CEO Björn Gulden strebt das Unternehmen an, seinen Umsatz in den kommenden Jahren um mehrere Milliarden Euro zu steigern. Der Aktienkurs des Unternehmens zeigt jedoch eine schwächere Entwicklung. Björn Gulden Adidas steht dabei im Mittelpunkt.

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- Björn Gulden: Der „Sportromantiker“ an der Spitze von Adidas
- Vertragsverlängerung und Veränderungen im Aufsichtsrat
- Wie hat sich der Wechsel von Gulden auf Adidas und Puma ausgewirkt?
- Warum schwächelt der Aktienkurs von Adidas trotz Umsatzwachstum?
- Was bedeutet das für Verbraucher und die Sportartikelbranche?
Zahlen & Fakten
- Umsatz 2023: 24,8 Milliarden Euro
- Umsatzwachstum 2023: 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Geplante Umsatzsteigerung 2024: Zusätzliche 2 Milliarden Euro
- Mitarbeiter weltweit: 64.000
Björn Gulden: Der „Sportromantiker“ an der Spitze von Adidas
Björn Gulden, der CEO von Adidas, präsentiert sich gerne als „Sportromantiker“. Statt mit trockenen Zahlen beginnt er Ergebnispräsentationen mit dem Medaillenspiegel der Olympischen Spiele. Laut einem Bericht von Stern, inszeniert sich Gulden als bodenständiger, ehrgeiziger Manager, der sowohl den Bundeskanzler auf China-Reisen begleitet als auch mit jamaikanischen Sprintern über Spikes fachsimpelt.
Björn Gulden wechselte von Puma zu Adidas und löste Kasper Rorsted ab. Zuvor war Gulden zehn Jahre lang sehr erfolgreich an der Spitze von Puma tätig. (Lesen Sie auch: Sportartikel: Adidas: „Sportromantiker“ auf Wachstumskurs)
Vertragsverlängerung und Veränderungen im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat von Adidas hat den Vertrag von Björn Gulden vorzeitig bis 2030 verlängert. „Sport ist das Einzige, was ich kann, warum sollte ich es nicht mehr tun“, kommentierte der 60-Jährige in seinem bekannten lockeren Ton. Zudem gibt es Veränderungen im Aufsichtsrat: Thomas Rabe, Chef von Bertelsmann, soll den ägyptisch-belgischen Milliardär Nassef Sawiris an der Spitze des Gremiums ablösen. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Springer, soll ebenfalls in den Aufsichtsrat einziehen.
Wie hat sich der Wechsel von Gulden auf Adidas und Puma ausgewirkt?
Adidas holte Björn Gulden vom kleineren Rivalen Puma, nachdem Kasper Rorsted die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Während Adidas für 2025 einen Rekordumsatz prognostiziert, musste Puma einen Rekordverlust verkünden. Dieser Trendwechsel wird oft mit dem Führungswechsel in Verbindung gebracht.
Warum schwächelt der Aktienkurs von Adidas trotz Umsatzwachstum?
Trotz des Umsatzwachstums von 13 Prozent im Jahr 2023 und einem Erlös von 24,8 Milliarden Euro, zeigt der Aktienkurs von Adidas Schwäche. Mögliche Gründe hierfür sind globale wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Zölle und die allgemeine Marktsituation im Sportartikelbereich. Experten von Handelsblatt weisen darauf hin, dass Investoren möglicherweise eine nachhaltigere Performance sehen möchten, bevor sie wieder verstärkt in die Aktie investieren. (Lesen Sie auch: VW Betriebsversammlung: Cavallo will AUDI & Porsche…)
Welche Strategien verfolgt Adidas unter Gulden, um das Wachstum weiter anzukurbeln?
Adidas plant, das Wachstum durch verschiedene Maßnahmen weiter anzukurbeln. Dazu gehören die Stärkung der Marke durch gezieltes Marketing, die Entwicklung innovativer Produkte und die Expansion in Wachstumsmärkte. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Sportlern und Prominenten, um die Attraktivität der Marke zu steigern. Laut Adidas sollen im laufenden Jahr noch einmal zwei Milliarden Euro Umsatzwachstum hinzukommen, und in den Folgejahren ähnliche Zuwächse erzielt werden.
Was bedeutet das für Verbraucher und die Sportartikelbranche?
Für Verbraucher bedeutet das anhaltende Wachstum von Adidas eine größere Auswahl an Sportartikeln und potenziell innovative Produkte. Die Konkurrenz zwischen Adidas und anderen Herstellern wie Nike und Puma könnte zu attraktiveren Preisen und Angeboten führen. Für die Sportartikelbranche insgesamt signalisiert das Wachstum von Adidas eine positive Entwicklung, trotz der bestehenden wirtschaftlichen Herausforderungen.
Adidas beschäftigt weltweit 64.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren weiter zu expandieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. (Lesen Sie auch: Tote Frau auf Yacht von Peter-Alexander Wacker…)

Die Ernennung von Thomas Rabe zum möglichen neuen Chef des Aufsichtsrats könnte laut Reuters auch neue strategische Impulse für Adidas bedeuten, da Rabe über umfangreiche Erfahrungen im Medien- und Digitalbereich verfügt.












