Burt Reynolds, der Mann mit dem markanten Schnauzbart, der die 1970er Jahre im amerikanischen Unterhaltungskino prägte, wäre am 11. Februar 90 Jahre alt geworden. Er war mehr als nur ein Sexsymbol; er war ein selbstironischer Superstar, der mühelos zwischen charmantem Sympathieträger und kantigem Antihelden wechselte. Laut Gala, blieb er sich dabei stets treu.

| Steckbrief: Burt Reynolds | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Burton Leon Reynolds Jr. |
| Geburtsdatum | 11. Februar 1936 |
| Geburtsort | Lansing, Michigan, USA |
| Alter | 82 Jahre (zum Zeitpunkt seines Todes) |
| Beruf | Schauspieler, Regisseur, Produzent |
| Bekannt durch | Ein ausgekochtes Schlitzohr, Smokey and the Bandit |
| Aktuelle Projekte | (Verstorben) |
| Wohnort | Jupiter, Florida (USA) |
| Partner/Beziehung | Dinah Shore (ehemals), Loni Anderson (ehemals) |
| Kinder | Quinton Anderson Reynolds |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Burt Reynolds: Vom Footballfeld auf die Kinoleinwand
Dass Burt Reynolds einmal zu einem der größten Hollywoodstars aufsteigen würde, war keineswegs vorherbestimmt. Seine ursprünglichen Ambitionen lagen ganz woanders: im American Football. Während seiner College-Zeit an der Florida State University zeigte er großes Talent und erhielt ein Football-Stipendium. Eine schwere Knieverletzung im Jahr 1955, gefolgt von einem Autounfall, beendeten jedoch seine sportlichen Träume abrupt. Dieser Wendepunkt sollte sein Leben jedoch in eine völlig neue Richtung lenken.
Ein Englischprofessor erkannte Reynolds‘ schauspielerisches Potenzial und ermutigte ihn, für ein Theaterstück am Campus vorzusprechen. Überraschenderweise erhielt er nach nur wenigen Sätzen die Hauptrolle. Dieser unerwartete Erfolg entfachte seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Wenig später gewann Reynolds ein Schauspielstipendium am Hyde Park Playhouse und zog nach New York, um sein Glück zu versuchen.
In der Anfangszeit in New York schlug sich Reynolds mit verschiedenen Jobs durch, darunter als Stuntman, Kellner und Türsteher. Er ergatterte kleinere Fernsehrollen, unter anderem in der Serie „Riverboat“. Sein Kinodebüt gab er 1961 mit „Angel Baby“. Doch der Weg zum Ruhm war steinig und von vielen kleineren Rollen geprägt.
Kurzprofil
- Ehemaliger Football-Spieler
- Durchbruch mit „Beim Sterben ist jeder der Erste“
- Ikonische Rolle in „Ein ausgekochtes Schlitzohr“
- Finanzielle Schwierigkeiten im späteren Leben
Wie „Beim Sterben ist jeder der Erste“ Burt Reynolds‘ Karriere veränderte
Der endgültige Durchbruch als Filmschauspieler gelang Burt Reynolds 1972 mit dem Film „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (Originaltitel: „Deliverance“). Das düstere Actiondrama von Regisseur John Boorman, in dem vier Großstädter bei einer Kanutour in einen Albtraum geraten, wurde nicht nur zu einem Kritikererfolg, sondern auch zu einem Kassenschlager. Der Film etablierte Reynolds als einen vielseitigen Schauspieler, der sowohl Action als auch Charaktertiefe verkörpern konnte. IMDb listet den Film als einen Meilenstein in Reynolds‘ Karriere. (Lesen Sie auch: Leslie Nielsen: Was Wäre Gewesen, wenn Er…)
In den folgenden Jahren avancierte Burt Reynolds zu einem der gefragtesten Schauspieler Hollywoods. Er spielte in einer Reihe von kommerziell erfolgreichen Filmen, die ihn zu einem Superstar machten. Besonders in den 1970er und frühen 1980er Jahren war er auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Seine Filme zeichneten sich oft durch eine Mischung aus Action, Humor und Charme aus, die das Publikum begeisterte.
„Ein ausgekochtes Schlitzohr“: Der Film, der Burt Reynolds zur Ikone machte
Ein Film, der untrennbar mit dem Namen Burt Reynolds verbunden ist, ist zweifellos „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ (Originaltitel: „Smokey and the Bandit“) aus dem Jahr 1977. In dieser Actionkomödie verkörperte Reynolds den charmanten Bandit, der versucht, illegal eine Ladung Bier durch mehrere Bundesstaaten zu schmuggeln, verfolgt von dem unerbittlichen Sheriff Buford T. Justice (gespielt von Jackie Gleason). Der Film war ein riesiger Erfolg an den Kinokassen und festigte Reynolds‘ Status als einer der größten Stars der damaligen Zeit.
Der Erfolg von „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ katapultierte Burt Reynolds endgültig in den Olymp Hollywoods. Er wurde zu einem der bestbezahlten Schauspieler der Welt und war ein begehrtes Gesicht auf Magazincovern und in Talkshows. Der Film prägte sein Image als lässiger, humorvoller und abenteuerlustiger Held, das er in vielen seiner späteren Rollen beibehielt.
Was machte Burt Reynolds so besonders?
Burt Reynolds‘ Erfolg lag nicht nur in seinem attraktiven Aussehen und seinem Charme begründet. Er besaß auch ein außergewöhnliches Talent für komödiantisches Timing und die Fähigkeit, sowohl harte Actionhelden als auch sympathische Alltagsfiguren glaubwürdig darzustellen. Seine Selbstironie und sein unkonventioneller Stil machten ihn zu einem Publikumsliebling, der sich nicht scheute, sich selbst auf die Schippe zu nehmen.
Reynolds‘ Karriere war jedoch nicht frei von Rückschlägen. In den 1980er Jahren ließ sein Erfolg allmählich nach, und er kämpfte mit finanziellen Problemen und persönlichen Schwierigkeiten. Trotzdem blieb er der Schauspielerei treu und übernahm weiterhin Rollen in Film und Fernsehen. In den 1990er Jahren erlebte er ein Comeback mit Filmen wie „Boogie Nights“, für den er für einen Oscar nominiert wurde. (Lesen Sie auch: Lisa Heilmann Schauspielerin: Darum wurde die ausgetauscht)
Burt Reynolds‘ Markenzeichen war sein Schnauzbart, der zu einem ikonischen Teil seines Images wurde.
Burt Reynolds privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Burt Reynolds‘ Privatleben war oft Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit. Seine Beziehungen, insbesondere seine Ehe mit der Schauspielerin Loni Anderson, sorgten für Schlagzeilen. Die Ehe endete in einer turbulenten Scheidung, die von finanziellen Streitigkeiten und gegenseitigen Vorwürfen geprägt war. Reynolds hatte einen Adoptivsohn, Quinton Anderson Reynolds, zu dem er eine enge Beziehung pflegte.
Im Laufe seines Lebens hatte Burt Reynolds mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, darunter Herzprobleme und Rückenbeschwerden. Er war bekannt für seinen luxuriösen Lebensstil und seine Vorliebe für schnelle Autos. Im späteren Leben geriet er in finanzielle Schwierigkeiten und musste seinen Besitz versteigern lassen.

Burt Reynolds starb am 6. September 2018 im Alter von 82 Jahren in Jupiter, Florida, an einem Herzinfarkt. Sein Tod wurde von vielen Fans und Kollegen aus der Filmbranche betrauert. Er hinterließ ein beeindruckendes filmisches Erbe und wird als einer der größten Stars Hollywoods in Erinnerung bleiben. Die New York Times veröffentlichte einen ausführlichen Nachruf auf den Schauspieler.
Wie alt war Burt Reynolds zum Zeitpunkt seines Todes?
Burt Reynolds starb am 6. September 2018 im Alter von 82 Jahren in Jupiter, Florida.
Hat Burt Reynolds einen Oscar gewonnen?
Obwohl Burt Reynolds nie einen regulären Oscar gewann, wurde er 1997 für seine Rolle in „Boogie Nights“ für den besten Nebendarsteller nominiert. Er erhielt 2018 den Ehrenpreis des Screen Actors Guild Life Achievement Award.
Hat Burt Reynolds einen Partner/ist verheiratet?
Burt Reynolds war zweimal verheiratet, zuerst mit Judy Carne von 1963 bis 1965 und später mit Loni Anderson von 1988 bis 1993. Zum Zeitpunkt seines Todes war er nicht verheiratet.
Hat Burt Reynolds Kinder?
Burt Reynolds hatte einen Adoptivsohn namens Quinton Anderson Reynolds, der 1988 geboren wurde. (Lesen Sie auch: Peter Thiel: KI-Startup Emanate erhält Unterstützung)
Welches waren Burt Reynolds‘ bekannteste Filme?
Zu Burt Reynolds‘ bekanntesten Filmen gehören „Beim Sterben ist jeder der Erste“, „Ein ausgekochtes Schlitzohr“, „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und „Boogie Nights“.
