„Eigentlich wollte ich ja nie zum Fernsehen“, soll er einmal gesagt haben, der Mann, der als Kommissar Peter Brockmöller an der Seite von Manfred Krug Fernsehgeschichte schrieb. Doch das Leben, die Umstände und vielleicht auch eine gehörige Portion Glück führten Charles Brauer auf den Bildschirm. Unvergessen bleibt er als unkonventioneller Ermittler im Hamburger „Tatort“.

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Charles Brauer prägte als Kommissar Brockmöller eine Ära des deutschen Fernsehkrimis.
Von 1986 bis 2001 verkörperte Charles Brauer den Kommissar Peter Brockmöller im Hamburger „Tatort“. Zusammen mit Manfred Krug als Kommissar Stoever bildete er ein ungleiches, aber gerade deshalb so beliebtes Ermittlerduo. Ihre besondere Chemie und die authentische Darstellung machten die beiden zu Publikumslieblingen. Dabei war Brauers Weg zum Fernsehen alles andere als vorgezeichnet.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Telefon: 1967/1968
Geboren am 3. Juli 1935 in Berlin, begann Charles Brauers Karriere auf der Bühne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als Jugendlicher entdeckt und sammelte erste Erfahrungen im Schauspielgeschäft. Schnell etablierte er sich als vielseitiger Schauspieler, der sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera überzeugte. Seine markante Stimme machte ihn zudem zu einem gefragten Synchronsprecher und Hörspielsprecher.
Brauers Talent und seine Vielseitigkeit ermöglichten ihm eine beeindruckende Karriere, die sich über sieben Jahrzehnte erstreckte. Neben seiner Paraderolle als „Tatort“-Kommissar wirkte er in zahlreichen weiteren Film- und Fernsehproduktionen mit. Auch nach seinem Abschied vom „Tatort“ blieb er dem Fernsehen treu und war in verschiedenen Serien und Filmen zu sehen. (Lesen Sie auch: Manfred Krug: Paul Stoever – Die besten…)
Auf einen Blick
- Geboren am 3. Juli 1935 in Berlin
- Bekannteste Rolle: Kommissar Peter Brockmöller im „Tatort“ (1986-2001)
- Mitwirkung in über 130 Film- und Fernsehproduktionen
- Tätigkeit als Theaterschauspieler und Synchronsprecher
- Auszeichnungen: Goldene Kamera (2001), Deutscher Schauspielpreis (2024)
Wie begann die Karriere von Charles Brauer?
Charles Brauer wuchs im Nachkriegsberlin auf. Seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte er früh. Nach ersten Erfahrungen auf der Bühne folgten Engagements in Film und Fernsehen. Bereits in den 1950er Jahren wirkte er in bekannten Kinofilmen wie „Der Hauptmann von Köpenick“ (1956) mit. Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch in seiner Arbeit als Synchronsprecher, wo er zahlreichen internationalen Schauspielern seine Stimme lieh.
Seine Theaterarbeit führte ihn an verschiedene Bühnen in Deutschland, wo er in klassischen und modernen Stücken zu sehen war. Brauer scheute keine Herausforderung und bewies immer wieder sein Können in unterschiedlichen Rollen. Seine Bühnenpräsenz und seine Fähigkeit, Charaktere authentisch darzustellen, machten ihn zu einem gefragten Schauspieler.
Der „Tatort“ – Charles Brauers Durchbruch im Fernsehen
Der Durchbruch im Fernsehen gelang Charles Brauer mit seiner Rolle als Kommissar Peter Brockmöller im Hamburger „Tatort“. Ab 1986 ermittelte er an der Seite von Manfred Krug als Kommissar Stoever. Das Duo Stoever und Brockmöller unterschied sich von anderen „Tatort“-Teams durch ihre unkonventionelle Art und ihre spezielle Chemie. Die beiden harmonierten perfekt miteinander, obwohl ihre Charaktere unterschiedlicher nicht hätten sein können. Stoever, der Lebemann mit Hang zum Jazz, und Brockmöller, der eher nüchterne und analytische Ermittler, ergänzten sich ideal.
Die „Tatort“-Folgen mit Stoever und Brockmöller zeichneten sich durch ihreRealitätsnähe und ihren oft humorvollen Unterton aus. Die Drehbücher waren intelligent geschrieben und die Dialoge pointiert. Brauer und Krug improvisierten oft und brachten ihre eigenen Ideen ein, was den Folgen eine besondere Authentizität verlieh. Die Zuschauer schätzten die beiden Kommissare für ihre Menschlichkeit und ihre Fähigkeit, auch in schwierigen Fällen einen klaren Kopf zu bewahren.
Die Zusammenarbeit von Charles Brauer und Manfred Krug war von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt. Die beiden Schauspieler verstanden sich auch privat gut und waren befreundet. Ihre Freundschaft trug maßgeblich zum Erfolg des „Tatort“-Duos bei. Gemeinsam prägten sie eine ganze Ära des deutschen Fernsehkrimis und setzten Maßstäbe für zukünftige Ermittlerteams. Die Chemie zwischen Brauer und Krug war so einzigartig, dass sie bis heute unvergessen ist. (Lesen Sie auch: Rose Mcgowan Charmed Gewicht: Wie Sie am…)
Charles Brauer und Manfred Krug harmonierten nicht nur vor der Kamera, sondern auch privat. Ihre Freundschaft trug maßgeblich zum Erfolg des „Tatort“-Duos bei.
Ein Blick auf weitere Rollen und Engagements
Neben seiner Rolle als Kommissar Brockmöller war Charles Brauer in zahlreichen weiteren Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Er spielte in Kinofilmen wie „Der Hauptmann von Köpenick“ (1956) und „Rosen für den Staatsanwalt“ (1959) mit und übernahm Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien. Auch nach seiner Zeit beim „Tatort“ blieb er dem Fernsehen treu und war in Produktionen wie „Adelheid und ihre Mörder“ und „Bella Block“ zu sehen.
Auch nach seinem Ausstieg beim Tatort 2001 blieb Charles Brauer aktiv. So übernahm er Gastrollen in Serien wie „Der Landarzt“ und spielte in Fernsehfilmen mit. Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch in seiner Arbeit als Synchronsprecher und Hörspielsprecher. Seine markante Stimme war in zahlreichen Produktionen zu hören. Er war auch weiterhin auf der Theaterbühne zu sehen, wo er sein Publikum mit seinen Darstellungen begeisterte. Brauer blieb der Schauspielerei bis ins hohe Alter treu.
Der Abschied vom „Tatort“ und das Vermächtnis
Im Jahr 2001 verabschiedete sich Charles Brauer vom „Tatort“. Nach 15 Jahren als Kommissar Brockmöller war es für ihn Zeit für neue Herausforderungen. Sein Abschied hinterließ eine große Lücke in der deutschen Fernsehlandschaft. Das Duo Stoever und Brockmöller war zu einem Markenzeichen des „Tatort“ geworden, und viele Zuschauer bedauerten das Ende der Zusammenarbeit. Brauer selbst blickte mit Stolz auf seine Zeit beim „Tatort“ zurück und betonte, wie sehr er die Zusammenarbeit mit Manfred Krug geschätzt habe.
Charles Brauer hinterließ ein beeindruckendes Vermächtnis. Er war ein vielseitiger Schauspieler, der sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera überzeugte. Seine Rolle als Kommissar Brockmöller machte ihn zu einem Publikumsliebling und zu einer Ikone des deutschen Fernsehens. Seine authentische Darstellung und seine besondere Chemie mit Manfred Krug prägten eine ganze Ära des Fernsehkrimis. Charles Brauer wird als einer der großen Schauspieler Deutschlands in Erinnerung bleiben. (Lesen Sie auch: Bridgerton Staffel 4: Zukunft der Serie in…)

Für seine schauspielerische Leistung wurde Charles Brauer mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 2001 die Goldene Kamera und 2024 den Deutschen Schauspielpreis für sein Lebenswerk. Diese Auszeichnungen würdigten seine Verdienste um die deutsche Film- und Fernsehlandschaft. Charles Brauer war ein Ausnahmeschauspieler, der sein Publikum über Jahrzehnte hinweg begeisterte.
Charles Brauer, der am 3. Juli 1935 in Berlin geboren wurde, war ein Mann des Theaters, des Films und des Fernsehens. Er war ein Schauspieler, der sein Handwerk verstand und seine Rollen mit Leben füllte. Seine Darstellung des Kommissars Peter Brockmöller im Hamburger „Tatort“ machte ihn unsterblich. Er verkörperte den unkonventionellen Ermittler mit Herz und Verstand und wurde so zu einem Publikumsliebling. Charles Brauer verstand es, seine Zuschauer zu berühren und zu begeistern. Er war ein großer Schauspieler und ein feiner Mensch, der uns fehlen wird.
Die „Swinging Cops“, wie Stoever und Brockmöller auch genannt wurden, beeinflussten die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig. Sie zeigten, dass ein Krimi nicht nur spannend, sondern auch unterhaltsam und humorvoll sein kann. Ihr Erfolg ebnete den Weg für andere unkonventionelle Ermittlerteams und trug dazu bei, dass der „Tatort“ bis heute eine der beliebtesten Krimireihen im deutschen Fernsehen ist. Die „Swinging Cops“ werden für immer einen festen Platz in der Geschichte des deutschen Fernsehens haben.
Die Zusammenarbeit mit Manfred Krug war für Charles Brauer ein Glücksfall. Die beiden Schauspieler harmonierten perfekt miteinander und inspirierten sich gegenseitig. Ihre Freundschaft trug maßgeblich zum Erfolg des „Tatort“-Duos bei. Gemeinsam schufen sie unvergessliche Momente und prägten das Bild des deutschen Fernsehkrimis. Charles Brauer und Manfred Krug – ein unschlagbares Team, das bis heute unvergessen ist.
Weitere Informationen zu Charles Brauer finden sich auf Deutsches Filmhaus.
Seine Anfänge liegen im Nachkriegsberlin, wo er als Jugendlicher entdeckt wurde und seine ersten Schritte im Schauspielgeschäft machte. Schnell etablierte er sich sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera und überzeugte durch seine Vielseitigkeit und sein Talent. Brauer war nicht nur ein gefragter Schauspieler, sondern auch ein Synchronsprecher und Sprecher für Hörspiele. (Lesen Sie auch: ZDF Mediathek Mysteryserie: Diese Serie Fesselt Dich…)
Der NDR berichtete mehrfach über Charles Brauers Wirken.
Seine Bühnenpräsenz und seine Fähigkeit, Charaktere authentisch darzustellen, machten ihn zu einem gefragten Schauspieler. Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen engagierte sich Charles Brauer auch für soziale Projekte und setzte sich für die Förderung junger Talente ein. Er war ein Mensch mit Herz und Verstand, der sich seiner Verantwortung bewusst war.
Ein ausführlicher Wikipedia-Artikel widmet sich dem Leben und Werk von Charles Brauer.
Charles Brauer hinterlässt ein reiches künstlerisches Erbe. Seine Filme, Fernsehsendungen und Theaterauftritte werden auch in Zukunft viele Menschen begeistern. Sein Name wird für immer mit dem deutschen Fernsehkrimi verbunden sein. Charles Brauer war ein Ausnahmeschauspieler, der uns fehlen wird.
