Die Commerzbank strebt eine deutliche Steigerung ihres Gewinns bis 2026 an. Der erhöhte Fokus auf Profitabilität soll durch höhere Einnahmen und strikte Kostenkontrolle erreicht werden. Aktionäre können sich auf steigende Dividenden freuen, während Kunden möglicherweise von verbesserten Dienstleistungen profitieren.

Kernpunkte
- Commerzbank erhöht Gewinnziel für 2026 über 3,2 Milliarden Euro.
- Steigerung des Zinsüberschusses auf 8,5 Milliarden Euro geplant.
- Kosteneffizienz soll durch Senkung der Kosten-Ertrags-Quote auf 54 Prozent gesteigert werden.
- Dividende von 1,10 Euro je Aktie für 2025 geplant.
- Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 540 Millionen Euro angekündigt.
| Unternehmen: | Commerzbank |
|---|---|
| Umsatz: | Nicht explizit genannt (siehe Zinsüberschuss) |
| Gewinn/Verlust: | 2,6 Milliarden Euro (2025) |
| Mitarbeiterzahl: | Reduktion durch Stellenabbau |
| Branche: | Finanzdienstleistungen |
| Veränderung zum Vorjahr: | Gewinn unter Rekordgewinn 2024 |
Commerzbank peilt höheren Gewinn an
Die Commerzbank hat ihre Ambitionen für das Geschäftsjahr 2026 erhöht und strebt einen Commerzbank Gewinn an, der über dem bisherigen Ziel von 3,2 Milliarden Euro liegt. Wie Stern berichtet, soll dieser gesteigerte Gewinn durch eine Kombination aus erhöhten Einnahmen und strenger Kostenkontrolle erreicht werden. Bis 2028 soll der Gewinn auf 4,2 Milliarden Euro steigen.
Wie will die Commerzbank den Gewinn steigern?
Um die gesteckten Ziele zu erreichen, setzt die Commerzbank unter der Leitung von Vorstandschefin Bettina Orlopp auf mehrere Maßnahmen. Ein zentraler Punkt ist die Steigerung des Zinsüberschusses von zuletzt 8,2 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Zudem soll der Provisionsüberschuss bis 2026 um sieben Prozent zulegen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Reduzierung der Kosten. Die Kosten-Ertrags-Quote soll von 57 Prozent im vergangenen Jahr auf 54 Prozent sinken.
Die Commerzbank erzielte im Jahr 2025 einen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro. Trotz hoher Kosten für den Abbau und die Verlagerung von Arbeitsplätzen verfehlte sie ihren Rekordgewinn von 2024 nur knapp. (Lesen Sie auch: Commerzbank Aktie: Erhöhte Dividende und Aktienrückkäufe)
Stellenabbau und Investitionen in die Zukunft
Die Commerzbank befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess, der mit einem Stellenabbau verbunden ist. Tausende von Arbeitsplätzen werden abgebaut oder verlagert, was kurzfristig zu hohen Kosten führt. Diese Maßnahmen sollen jedoch langfristig die Effizienz steigern und die Basis für zukünftiges Wachstum legen. Die Bank investiert gleichzeitig in neue Technologien und digitale Angebote, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Was bedeutet das für Verbraucher/Arbeitnehmer/die Branche?
Für Verbraucher könnten die verbesserten Ergebnisse der Commerzbank langfristig zu besseren Konditionen und Dienstleistungen führen. Eine stabile und profitable Bank kann eher in innovative Produkte und eine verbesserte Kundenbetreuung investieren. Für die Arbeitnehmer bedeutet der Stellenabbau Unsicherheit, gleichzeitig entstehen aber auch neue Arbeitsplätze in anderen Bereichen der Bank, insbesondere im IT- und Digitalbereich. Für die Branche insgesamt ist die Gewinnsteigerung der Commerzbank ein positives Signal, das zeigt, dass sich auch traditionelle Banken im digitalen Zeitalter behaupten können.
Das Handelsblatt berichtet regelmäßig über die Entwicklung der Commerzbank und die Herausforderungen, vor denen die Bank steht.
Dividende und Aktienrückkaufprogramm
Die Aktionäre der Commerzbank sollen von den positiven Ergebnissen profitieren. Für das Geschäftsjahr 2025 ist eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie geplant. Darüber hinaus will die Bank eigene Aktien im Wert von bis zu 540 Millionen Euro zurückkaufen. Dies soll den Aktienkurs stützen und den Wert für die Aktionäre steigern.
Expertenmeinung
„Die Commerzbank zeigt mit ihren ambitionierten Zielen, dass sie den Herausforderungen des Marktes aktiv begegnet“, sagt Professor Lars Feld, Ökonom und Direktor des Walter Eucken Instituts. „Die Kombination aus Kostenkontrolle und Einnahmensteigerung ist ein vielversprechender Ansatz. Es wird jedoch entscheidend sein, dass die Bank ihre Digitalisierungsstrategie erfolgreich umsetzt und die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.“ (Lesen Sie auch: Siemens Energy Gewinn Verdreifacht – Was Steckt…)
Die Commerzbank hat in den letzten Jahren einen umfassenden Umstrukturierungsprozess durchlaufen. Ziel ist es, die Bank effizienter und profitabler zu machen und sie für die Zukunft aufzustellen.
Historischer Vergleich
Im Vergleich zu den Jahren vor der Finanzkrise 2008 hat sich die Commerzbank deutlich verändert. Die Bank musste während der Krise mit Steuergeldern gerettet werden und hat seitdem einen langen Weg der Restrukturierung hinter sich. Die aktuellen Gewinnziele zeigen, dass die Bank auf einem guten Weg ist, ihre frühere Stärke wiederzuerlangen. Ein Blick auf die Deutsche Bundesbank bietet zusätzliche Einblicke in die historische Entwicklung des deutschen Bankensektors.
Wie funktioniert die Kosten-Ertrags-Quote?
Die Kosten-Ertrags-Quote (Cost-Income-Ratio, CIR) ist eine wichtige Kennzahl für die Effizienz einer Bank. Sie gibt an, welcher Anteil der Erträge für die Deckung der Kosten aufgewendet werden muss. Eine niedrige CIR deutet auf eine hohe Effizienz hin. Die Commerzbank strebt eine CIR von 54 Prozent an, was bedeutet, dass sie 54 Cent aus jedem Euro Ertrag für Kosten ausgibt.
Die Commerzbank steht im Wettbewerb mit anderen großen Banken, darunter die Deutsche Bank und die Unicredit. Die gesteigerten Gewinnziele sind auch als Antwort auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck zu verstehen. (Lesen Sie auch: Rentenerhöhung 2026: So Viel Mehr Rente Bekommen…)
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das neue Gewinnziel der Commerzbank für 2026?
Die Commerzbank hat ihr Gewinnziel für 2026 angehoben und strebt einen Überschuss an, der über der bisherigen Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro liegt. Das genaue neue Ziel wurde jedoch nicht kommuniziert.
Welche Dividende plant die Commerzbank für das Jahr 2025 auszuschütten?
Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Commerzbank eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie auszuschütten. Dies ist ein Zeichen für die gute Entwicklung des Unternehmens und soll die Aktionäre am Erfolg beteiligen. (Lesen Sie auch: Lufthansa Aktie: City Airlines expandiert – Auswirkungen)
Was bedeutet die geplante Senkung der Kosten-Ertrags-Quote?
Die Senkung der Kosten-Ertrags-Quote auf 54 Prozent bedeutet, dass die Commerzbank ihre Kosten im Verhältnis zu ihren Erträgen senken will. Dies soll durch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen erreicht werden.
Wie wirkt sich der Stellenabbau auf die Mitarbeiter aus?
Der Stellenabbau bei der Commerzbank führt zu Unsicherheit bei den betroffenen Mitarbeitern. Die Bank versucht jedoch, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten und bietet Umschulungsmaßnahmen und Unterstützung bei der Jobsuche an.
Warum plant die Commerzbank einen Aktienrückkauf?
Der Aktienrückkauf dient dazu, den Aktienkurs der Commerzbank zu stützen und den Wert für die Aktionäre zu steigern. Durch den Rückkauf verringert sich die Anzahl der ausstehenden Aktien, was in der Regel zu einem höheren Gewinn je Aktie führt.
Fazit
Die Commerzbank setzt mit ihren ambitionierten Gewinnzielen ein deutliches Zeichen. Die Bank will ihre Profitabilität steigern und gleichzeitig in die Zukunft investieren. Ob die gesteckten Ziele erreicht werden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Entwicklung der Zinsen, die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie und die allgemeine Wirtschaftslage. Für Anleger und Kunden bleibt die Entwicklung der Commerzbank weiterhin spannend.

