Die Cybersecurity von Aufzügen weist erhebliche Mängel auf. Laut einer aktuellen Prüfung des TÜV sind viele Anlagen nicht ausreichend gegen Cyberangriffe geschützt. Dies betrifft sowohl Wohn- als auch Geschäftsgebäude, in denen digital gesteuerte Aufzüge zunehmend zum Standard werden. Die Betreiber sind gefordert, Schutzmaßnahmen zu implementieren. Cybersecurity Aufzüge steht dabei im Mittelpunkt.

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Zusammenfassung
- Deutlicher Anstieg der Mängel bei Aufzugsprüfungen.
- Hauptursache: Defizite in der Cybersicherheit.
- Betreiber sind zur Umsetzung und Dokumentation von Schutzmaßnahmen verpflichtet.
- Über 3.000 Aufzüge mussten wegen akuter Gefahr stillgelegt werden.
Wie groß ist das Problem wirklich?
Knapp zwei Drittel der untersuchten Aufzüge wiesen im vergangenen Jahr geringfügige Mängel auf. Das sind über vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und fast 22 Prozentpunkte mehr als 2023. Diese Zunahme wird maßgeblich auf Defizite in der Cybersecurity zurückgeführt, wie Stern berichtet.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung: (Lesen Sie auch: Wolfgang Grupp Suizidversuch: Zurück im Büro bei…)
- Aktenzeichen: azu
Digitale Aufzugssysteme sind anfällig für Cyberangriffe, da sie oft mit dem Internet oder internen Netzwerken verbunden sind. Hacker könnten theoretisch die Steuerung übernehmen und Personen einschließen oder gefährliche Situationen verursachen.
Warum sind Aufzüge ein Ziel für Cyberkriminelle?
Aufzüge sind zunehmend digital vernetzt, was sie zu potenziellen Zielen für Cyberkriminelle macht. Die Steuerungssysteme sind oft über Netzwerke erreichbar, was unbefugten Zugriff ermöglicht. Ein erfolgreicher Angriff könnte nicht nur zu Ausfällen führen, sondern auch die Sicherheit der Fahrgäste gefährden. Die Betreiber solcher Anlagen sind verpflichtet, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen und diese zu dokumentieren. Fehlt dieser Nachweis, wird dies als geringfügiger Mangel gewertet.
Welche Konsequenzen hat ein Mangel an Cybersicherheit?
Ein Mangel an Cybersecurity bei Aufzügen kann vielfältige Konsequenzen haben. Im harmlosesten Fall führt er zu einem Ausfall der Anlage, was zu Unannehmlichkeiten für die Nutzer führt. Im schlimmsten Fall können jedoch sicherheitsrelevante Funktionen manipuliert werden, was eine Gefahr für Leib und Leben der Fahrgäste darstellt. Daher ist es entscheidend, dass Betreiber die notwendigen Schutzmaßnahmen ergreifen und regelmäßig überprüfen. (Lesen Sie auch: Trump Xi Treffen: Wird das Verschoben)
So funktioniert es in der Praxis
In der Praxis bedeutet Cybersicherheit für Aufzüge, dass die Steuerungssysteme durch Firewalls und andere Sicherheitsmechanismen geschützt werden müssen. Zudem sind regelmäßige Software-Updates erforderlich, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Die Betreiber sollten auch sicherstellen, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf die Steuerungssysteme haben. Schulungen der Wartungsteams sind ebenfalls wichtig, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu erkennen und zu beheben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet hierzu umfassende Informationen und Empfehlungen an.
Vorteile und Nachteile
Der Vorteil digital gesteuerter Aufzüge liegt in ihrer Effizienz und den erweiterten Funktionen, wie z.B. Fernüberwachung und vorausschauende Wartung. Der Nachteil ist jedoch die erhöhte Anfälligkeit für Cyberangriffe. Es ist daher unerlässlich, dass die Betreiber ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Funktionalität und Sicherheit finden und die notwendigen Investitionen in die Cybersicherheit tätigen.
Alternativen und Konkurrenzprodukte
Eine Alternative zu vollständig digitalisierten Aufzügen sind ältere, analog gesteuerte Modelle. Diese sind zwar weniger anfällig für Cyberangriffe, bieten aber auch weniger Funktionalität und Effizienz. Moderne Cybersecurity-Lösungen für industrielle Steuerungssysteme, wie sie beispielsweise von Heise Security vorgestellt werden, können auch in Aufzugsanlagen eingesetzt werden, um das Risiko von Angriffen zu minimieren. (Lesen Sie auch: Purora Höhle der Löwen: bei “ der…)
Weitere Mängel und Stilllegungen
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 723.300 Aufzugsanlagen überprüft. Mehr als jeder zehnte Aufzug wies erhebliche Mängel auf. Bei 0,8 Prozent bzw. 5.800 Anlagen stellte der TÜV sogar gefährliche Mängel fest. 3.000 dieser Aufzüge wurden unverzüglich stillgelegt, da sie eine Gefahr für Leib und Leben darstellten. Ursachen dafür waren unter anderem verschlissene Tragseile.

Verschlissene Tragseile sind eine häufige Ursache für gefährliche Mängel bei Aufzügen. Regelmäßige Wartung und Inspektion sind daher unerlässlich, um Unfälle zu vermeiden.
Ausblick
Die zunehmende Digitalisierung von Aufzügen erfordert ein Umdenken in Bezug auf die Cybersicherheit. Hersteller und Betreiber müssen eng zusammenarbeiten, um die Anlagen vor Cyberangriffen zu schützen. Nur so kann die Sicherheit der Fahrgäste gewährleistet und das Vertrauen in die Technologie erhalten bleiben. (Lesen Sie auch: „Die Höhle der Löwen“: Im Falle des…)
















