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Das ändert sich 2026: Steuern, Geld & Finanzen

Das ändert sich 2026: Steuern, Geld & Finanzen

6. Januar 2026
in Wissen
Lesedauer: 12 min.

Das ändert sich 2026 – zum Jahreswechsel treten zahlreiche Neuerungen bei Steuern, Sozialabgaben und Löhnen in Kraft. Am 6. Januar 2026 zeigen wir alle wichtigen Änderungen für Ihren Geldbeutel: vom höheren Grundfreibetrag über die neue Aktivrente bis zum teureren Deutschlandticket. Diese Übersicht hilft Ihnen, finanziell optimal ins neue Jahr zu starten.

Inhaltsverzeichnis

Toggle
  • Das ändert sich 2026: Überblick für Verbraucher
  • Steuern 2026: Mehr Netto vom Brutto
    • Grundfreibetrag 2026: Existenzminimum bleibt steuerfrei
    • Pendlerpauschale 2026: 38 Cent ab dem ersten Kilometer
  • Mindestlohn und Minijobs 2026
  • Aktivrente 2026: Steuerfrei zur Rente hinzuverdienen
    • Wer von der Aktivrente profitiert:
    • Wer nicht profitiert:
  • Familien: Kindergeld und Kinderfreibetrag 2026
  • Sozialversicherung: Neue Beitragsbemessungsgrenzen 2026
  • Gastronomie: Mehrwertsteuer sinkt dauerhaft auf 7 Prozent
  • Was wird 2026 teurer?
    • Deutschlandticket: 63 Euro ab 2026
    • CO2-Preis steigt leicht
  • Ehrenamt: Höhere Pauschalen 2026
    • Ähnliche Artikel
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    • Unterrichtsausfall: Rechte für Eltern, Schüler & Arbeitnehmer
  • Weitere Änderungen 2026
    • Steuerbescheide nur noch digital
    • Vereine: Höhere Freigrenzen
    • Agrardiesel-Rückvergütung kehrt zurück
  • Häufig gestellte Fragen (FAQ)
  • Fazit: Das ändert sich 2026 für Ihren Geldbeutel

📖 Lesezeit: 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 6. Januar 2026

💰 Das ändert sich 2026 – Die wichtigsten Fakten:

  • Grundfreibetrag: Steigt auf 12.348 Euro (+252 Euro)
  • Kindergeld: Erhöht sich auf 259 Euro pro Kind (+4 Euro)
  • Mindestlohn: Steigt auf 13,90 Euro pro Stunde
  • Pendlerpauschale: 38 Cent ab dem 1. Kilometer
  • Aktivrente: Bis 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen
  • Deutschlandticket: Kostet jetzt 63 Euro (+5 Euro)

Das ändert sich 2026: Überblick für Verbraucher

Das Jahr 2026 bringt spürbare finanzielle Veränderungen für Millionen Deutsche. Während Arbeitnehmer, Familien und Rentner von Entlastungen profitieren, steigen an anderer Stelle die Kosten. Die Bundesregierung hat zum 1. Januar 2026 umfangreiche steuerliche Änderungen beschlossen, die sowohl Bürger als auch Unternehmen betreffen.

Besonders erfreulich: Der höhere Grundfreibetrag und die angepasste Pendlerpauschale sorgen für mehr Netto vom Brutto. Auch Familien können sich über gestiegenes Kindergeld freuen. Auf der anderen Seite wird das Deutschlandticket teurer und der CO2-Preis steigt leicht an.

Das ändert sich 2026: Überblick für Verbraucher

Steuern 2026: Mehr Netto vom Brutto

Die wichtigsten steuerlichen Änderungen 2026 betreffen den Grundfreibetrag, den Kinderfreibetrag und die Pendlerpauschale. Diese Anpassungen sollen die kalte Progression ausgleichen – also verhindern, dass Gehaltserhöhungen durch höhere Steuern aufgefressen werden.

Steuerliche Änderung 2025 2026 Veränderung
Grundfreibetrag 12.096 € 12.348 € +252 €
Kinderfreibetrag 6.672 € 6.828 € +156 €
Kindergeld 255 €/Monat 259 €/Monat +4 €
Soli-Freigrenze 19.950 € 20.350 € +400 €
Pendlerpauschale 30 Ct (1.-20. km) 38 Ct ab 1. km +8 Ct/km

Grundfreibetrag 2026: Existenzminimum bleibt steuerfrei

Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro. Das bedeutet: Einkommen bis zu dieser Höhe bleibt komplett steuerfrei. Für verheiratete Paare mit Zusammenveranlagung gilt der doppelte Betrag von 24.696 Euro. Die Erhöhung um 252 Euro sichert das steuerfreie Existenzminimum und gleicht die Inflation aus.

Pendlerpauschale 2026: 38 Cent ab dem ersten Kilometer

Eine besonders spürbare Entlastung bringt die neue Pendlerpauschale. Ab 2026 gilt einheitlich 38 Cent pro Kilometer – und zwar ab dem ersten Kilometer. Bisher waren es nur 30 Cent für die ersten 20 Kilometer. Ein Rechenbeispiel:

Arbeitsweg Arbeitstage Werbungskosten 2025 Werbungskosten 2026 Vorteil
10 km 220 660 € 836 € +176 €
20 km 220 1.320 € 1.672 € +352 €
30 km 220 2.156 € 2.508 € +352 €

💡 Tipp: Fernpendler mit geringem Einkommen, die keine Einkommensteuer zahlen, können stattdessen die Mobilitätsprämie beantragen. Diese Regelung gilt ab 2026 unbefristet.

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Mindestlohn und Minijobs 2026

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 deutlich auf 13,90 Euro pro Stunde. Das ist eine Erhöhung um 1,08 Euro gegenüber 2025 (12,82 Euro). Davon profitieren rund 6 Millionen Beschäftigte in Deutschland.

Lohnart 2025 2026
Gesetzlicher Mindestlohn 12,82 €/Stunde 13,90 €/Stunde
Minijob-Grenze 556 €/Monat 603 €/Monat
Pflege-Mindestlohn (Fachkraft) 20,50 €/Stunde 20,50 €/Stunde
Pflege-Mindestlohn (Hilfskraft) 16,10 €/Stunde 16,10 €/Stunde

Mit der Erhöhung des Mindestlohns steigt auch die Minijob-Grenze auf 603 Euro monatlich. Einkommen bis zu diesem Betrag bleibt weiterhin sozialabgabenfrei.

Mindestlohn und Minijobs 2026

Aktivrente 2026: Steuerfrei zur Rente hinzuverdienen

Eine der wichtigsten Neuerungen 2026 ist die Aktivrente. Rentner, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter sozialversicherungspflichtig arbeiten, können ab Januar 2026 bis zu 2.000 Euro brutto monatlich steuerfrei hinzuverdienen.

Wer von der Aktivrente profitiert:

  • Rentner mit Regelaltersgrenze (aktuell 66 Jahre)
  • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
  • Hinzuverdienst bis 2.000 Euro/Monat bleibt steuerfrei

Wer nicht profitiert:

  • Minijobber (bereits steuerfrei bis 603 Euro)
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Beamte im Ruhestand
  • Personen mit Kapitaleinkünften

📊 Aktivrente-Beispiel: Eine Rentnerin (67) arbeitet weiter als Teilzeit-Buchhalterin und verdient 1.800 Euro brutto. Dieser Betrag bleibt 2026 komplett steuerfrei – zusätzlich zur normalen Rente.

Familien: Kindergeld und Kinderfreibetrag 2026

Familien profitieren 2026 von steuerlichen Entlastungen. Das Kindergeld steigt auf 259 Euro pro Kind und Monat. Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 6.828 Euro (bei Zusammenveranlagung: 9.756 Euro inklusive Betreuungsfreibetrag).

Familienleistung 2025 2026
Kindergeld 255 €/Monat 259 €/Monat
Kinderfreibetrag 6.672 € 6.828 €
Kindersofortzuschlag (Bürgergeld) 20 €/Monat 25 €/Monat
Entlastungsbetrag Alleinerziehende 4.260 € 4.260 €
Kinderbetreuungskosten (absetzbar) 4.800 €/Jahr 4.800 €/Jahr

Die Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld bleibt unverändert bei 175.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen für Paare.

Sozialversicherung: Neue Beitragsbemessungsgrenzen 2026

Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2026 aufgrund der guten Lohnentwicklung deutlich an. Das betrifft sowohl die Renten- als auch die Krankenversicherung.

Beitragsbemessungsgrenze 2025 2026
Rentenversicherung (West) 7.550 €/Monat 8.450 €/Monat
Rentenversicherung (Ost) 7.450 €/Monat 8.450 €/Monat
Kranken-/Pflegeversicherung 5.175 €/Monat 5.812,50 €/Monat
Versicherungspflichtgrenze PKV 69.300 €/Jahr 73.800 €/Jahr

Für Gutverdiener bedeutet das: Bis zur Beitragsbemessungsgrenze steigen auch die Sozialabgaben. Die betriebliche Altersvorsorge profitiert ebenfalls – ab 2026 sind 8.112 Euro jährlich steuerfrei.

Gastronomie: Mehrwertsteuer sinkt dauerhaft auf 7 Prozent

Gute Nachrichten für Restaurantbesucher: Die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie sinkt ab 1. Januar 2026 dauerhaft von 19 auf 7 Prozent. Die Regelung gilt für:

  • Restaurants und Gaststätten
  • Bäckereien und Metzgereien
  • Catering-Services
  • Kita-, Schul- und Krankenhausverpflegung

Wichtig: Für Getränke gilt weiterhin der volle Steuersatz von 19 Prozent. Ob die Preise für Gäste tatsächlich sinken, bleibt abzuwarten – die Entlastung hilft jedoch vielen Gastronomiebetrieben wirtschaftlich.

Was wird 2026 teurer?

Nicht alle Änderungen 2026 sind positiv. Einige Bereiche werden teurer:

Bereich 2025 2026
Deutschlandticket 58 €/Monat 63 €/Monat
CO2-Preis 55 €/Tonne 55–65 €/Tonne
Kfz-Steuer Ratenzahlung möglich Einmalzahlung

Was wird 2026 teurer?

Deutschlandticket: 63 Euro ab 2026

Das Deutschlandticket wird 2026 um 5 Euro teurer und kostet dann 63 Euro pro Monat. Bund und Länder stützen das Ticket weiterhin mit jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich. Das Ticket bleibt monatlich kündbar und gilt weiterhin bundesweit im Nahverkehr.

CO2-Preis steigt leicht

Der nationale CO2-Preis liegt 2026 in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Das verteuert Heizen und Tanken tendenziell. Allerdings entfällt die Gasspeicherumlage, und der Bund dämpft über Milliardenzuschüsse die Netzentgelte beim Strom.

Ehrenamt: Höhere Pauschalen 2026

Wer sich ehrenamtlich engagiert, profitiert ab 2026 von höheren Steuerfreibeträgen:

Ehrenamtspauschale 2025 2026
Übungsleiterpauschale 3.000 €/Jahr 3.300 €/Jahr
Ehrenamtspauschale 840 €/Jahr 960 €/Jahr

Die Übungsleiterpauschale gilt für Trainer, Chorleiter oder Dozenten in gemeinnützigen Vereinen. Die Ehrenamtspauschale können Vorstände, Kassenwarte oder andere ehrenamtliche Helfer nutzen.

Weitere Änderungen 2026

Steuerbescheide nur noch digital

Ab 2026 werden Steuerbescheide grundsätzlich digital über das ELSTER-Postfach zugestellt. Die Einspruchsfrist beginnt vier Tage nach Einstellung des Bescheids. Wer weiterhin Papierbescheide möchte, muss der elektronischen Bekanntgabe im ELSTER-Portal widersprechen.

Vereine: Höhere Freigrenzen

Gemeinnützige Vereine profitieren von vereinfachten Regelungen: Die Freigrenze für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe steigt von 45.000 auf 50.000 Euro.

Agrardiesel-Rückvergütung kehrt zurück

Land- und Forstwirte erhalten ab 2026 wieder die Agrardieselrückvergütung von 21,48 Cent je Liter.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026?
Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro – eine Erhöhung um 252 Euro gegenüber 2025. Einkommen bis zu dieser Höhe bleibt komplett steuerfrei. Bei verheirateten Paaren mit Zusammenveranlagung gilt der doppelte Betrag von 24.696 Euro.
Wie viel Kindergeld gibt es 2026?
Das Kindergeld steigt ab Januar 2026 auf 259 Euro pro Kind und Monat – ein Plus von 4 Euro. Der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 6.828 Euro. Bei zusammenveranlagten Eltern beträgt der Gesamtfreibetrag (inkl. Betreuungsfreibetrag) 9.756 Euro pro Kind.
Wie hoch ist die Pendlerpauschale 2026?
Die Pendlerpauschale beträgt ab 2026 einheitlich 38 Cent pro Kilometer – und zwar ab dem ersten Kilometer. Bisher galten 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent erst ab dem 21. Kilometer. Die Änderung bringt spürbare Entlastung für alle Berufspendler.
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde – ein Plus von 1,08 Euro gegenüber 2025. Die Minijob-Grenze erhöht sich entsprechend auf 603 Euro monatlich. Im Pflegebereich gilt ein höherer Mindestlohn von 16,10 Euro (Hilfskräfte) bzw. 20,50 Euro (Fachkräfte).
Was ist die Aktivrente 2026?
Mit der neuen Aktivrente können Rentner ab Januar 2026 bis zu 2.000 Euro brutto monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Voraussetzung: Sie haben die Regelaltersgrenze erreicht und arbeiten weiter in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Nicht begünstigt sind Minijobber, Selbstständige und Beamte.
Sinkt die Mehrwertsteuer in Restaurants 2026?
Ja, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie sinkt ab 1. Januar 2026 dauerhaft von 19 auf 7 Prozent. Die Regelung gilt für Restaurants, Bäckereien, Catering und Gemeinschaftsverpflegung. Für Getränke bleibt es beim vollen Steuersatz von 19 Prozent.
Was kostet das Deutschlandticket 2026?
Das Deutschlandticket wird 2026 teurer und kostet 63 Euro statt bisher 58 Euro pro Monat – eine Erhöhung um 5 Euro. Das Ticket bleibt monatlich kündbar und gilt bundesweit im Nahverkehr. Bund und Länder stützen das Angebot weiterhin mit je 1,5 Milliarden Euro jährlich.
Wie hoch ist der CO2-Preis 2026?
Der CO2-Preis liegt 2026 in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. 2025 betrug er noch fest 55 Euro. Die leichte Erhöhung verteuert Heizen mit Gas/Öl und Tanken tendenziell. Allerdings entfällt die Gasspeicherumlage, und der Bund dämpft die Stromkosten über Zuschüsse zu den Netzentgelten.
Was ändert sich bei der Ehrenamtspauschale 2026?
Die Ehrenamtspauschale steigt von 840 auf 960 Euro pro Jahr. Die Übungsleiterpauschale erhöht sich von 3.000 auf 3.300 Euro jährlich. Beide Beträge bleiben steuer- und sozialabgabenfrei. Die Pauschalen gelten für nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen.
Wie hoch sind die Beitragsbemessungsgrenzen 2026?
Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt auf 8.450 Euro monatlich (101.400 Euro jährlich). In der Kranken- und Pflegeversicherung liegt sie bei 5.812,50 Euro monatlich. Die Versicherungspflichtgrenze für die private Krankenversicherung steigt auf 73.800 Euro Jahreseinkommen.

Fazit: Das ändert sich 2026 für Ihren Geldbeutel

Das Jahr 2026 bringt überwiegend positive Änderungen für Verbraucher. Der höhere Grundfreibetrag, die verbesserte Pendlerpauschale und das gestiegene Kindergeld sorgen für mehr Netto. Besonders Rentner profitieren von der neuen Aktivrente mit bis zu 2.000 Euro steuerfreiem Hinzuverdienst. Auf der anderen Seite steigen das Deutschlandticket und der CO2-Preis leicht an. Wer die Änderungen kennt, kann seine Finanzen optimal planen und von den Entlastungen profitieren.


Autor: MinDelMedia Redaktion | Finanzen & Steuern

Unsere Redaktion berichtet über aktuelle Finanz- und Steuer-Themen.

📧 redaktion@mindelmedia-news.de

Stand: 6. Januar 2026 | Quellen: Bundesfinanzministerium, Bankenverband, steuertipps.de

Tags: Aktivrente 2026Beitragsbemessungsgrenze 2026Das ändert sich 2026Deutschlandticket 2026Finanzänderungen 2026Grundfreibetrag 2026Kindergeld 2026Mindestlohn 2026Pendlerpauschale 2026Steueränderungen 2026
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