Wie ein deutscher Arzt in Afrika zum König wurde
„Ein Nein zur Kandidatur hätte meine Familie in Niger niemals akzeptiert“, erklärte Issifi Djibey dem NDR. Was folgte, war eine unglaubliche Wendung: Der deutsche Arzt wurde König. Nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Chefarzt in Rendsburg, Schleswig-Holstein, hat sich Issifi Djibey nun einer völlig neuen Aufgabe verschrieben: Er ist König von Kokorou, einer Provinz im Niger. Doch wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Situation?

| Steckbrief: Issifi Djibey | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Issifi Djibey |
| Geburtsdatum | Nicht öffentlich bekannt |
| Geburtsort | Niger |
| Alter | 75 Jahre |
| Beruf | König von Kokorou, ehemaliger Chefarzt |
| Bekannt durch | Seine Wahl zum König von Kokorou |
| Aktuelle Projekte | Ausbau der Infrastruktur in Kokorou |
| Wohnort | Rendsburg und Kokorou |
| Partner/Beziehung | Nicht öffentlich bekannt |
| Kinder | Nicht öffentlich bekannt |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Die Wurzeln des Königs: Von Niger nach Schleswig-Holstein
Issifi Djibey, der Stern zufolge über 20 Jahre am Klinikum in Rendsburg arbeitete, zuletzt als Chefarzt für Gefäß- und Thorax-Chirurgie, ist kein Unbekannter in der medizinischen Welt Schleswig-Holsteins. Seine Karriere begann jedoch in einem ganz anderen Kontext. Geboren und aufgewachsen im Niger, gehört er einer adligen Familie an. Diese Herkunft sollte später eine entscheidende Rolle in seinem Leben spielen. Nach seinem Medizinstudium zog es ihn nach Deutschland, wo er sich einen Namen als angesehener Mediziner machte.
Doch seine Verbindung zur Heimat riss nie ab. Als der König von Kokorou im Jahr 2023 nach 52-jähriger Regentschaft starb, rückte Djibey als einer der legitimen Thronfolger in den Fokus. Die Wahl zum König stellte ihn vor eine Zerreißprobe: Sollte er seine komfortable und etablierte Existenz in Deutschland aufgeben, um die Verantwortung für sein Volk in Afrika zu übernehmen?
Kurzprofil
- Über 20 Jahre Chefarzt in Rendsburg
- Adlige Herkunft aus Niger
- Wahl zum König von Kokorou im Jahr 2023
- Plant Verbesserung der Infrastruktur und medizinischen Versorgung
Ein Wendepunkt: Die Wahl zum König von Kokorou
Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht. „Ein Nein zur Kandidatur hätte meine Familie in Niger niemals akzeptiert“, so Djibey gegenüber dem NDR. Der Druck, die Traditionen zu wahren und die Erwartungen seiner Familie zu erfüllen, war enorm. Schließlich willigte er ein, sich zur Wahl zu stellen – und gewann gegen die anderen Kandidaten. Damit begann ein neues Kapitel in seinem Leben, das ihn zwischen zwei Welten pendeln lässt.
Die Provinz Kokorou, so groß wie das Saarland, zählt rund 150.000 Einwohner. Sie liegt im Nordwesten des Niger, einem Staat, der mit großen Herausforderungen zu kämpfen hat. Armut, mangelnde Infrastruktur und eine unzureichende medizinische Versorgung prägen das Leben vieler Menschen. Hier sieht Issifi Djibey seine Aufgabe als König. (Lesen Sie auch: Andrej Tschikatilo: Wie ein Lehrer zum Monster…)
Was sind die Ziele des deutschen Arztes als König?
Djibey versteht seine Rolle als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der nigrischen Zentralregierung. Er möchte die Lebensbedingungen der Menschen in Kokorou verbessern, indem er die Infrastruktur ausbaut, die Landwirtschaft modernisiert und vor allem die medizinische Versorgung sicherstellt. „Man erwartet von mir auf jeden Fall, dass ich aktiver bin als mein Vorgänger, der 53 Jahre regiert hat, aber sehr konservativ war und entsprechend kaum etwas verändert hat“, erklärte er der SHZ.
Konkret bedeutet dies, dass er sich für den Bau von Brunnen und Stromleitungen einsetzen will, um den Zugang zu Wasser und Energie zu verbessern. Er plant, moderne Anbaumethoden zu fördern, um die Erträge in der Landwirtschaft zu steigern und die Ernährung der Bevölkerung zu sichern. Und er will den Bau von Krankenhäusern und Arztpraxen vorantreiben, um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt ähnliche Projekte in anderen Regionen Afrikas.
Der Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung leidet unter Armut, Hunger und Krankheiten. Die politische Lage ist instabil, und es kommt immer wieder zu Konflikten.
Der Palastbau: Ein Symbol für die Zukunft Kokorous
Doch Djibeys Aufgaben beschränken sich nicht nur auf die Verbesserung der Lebensbedingungen. Von ihm wird auch erwartet, dass er eine repräsentative Residenz errichtet. „Eine meiner ersten Amtshandlungen wird also sein, einen Palast zu bauen“, sagte der 75-Jährige. Dieser Palast soll nicht nur ein Wohnort für den König sein, sondern auch ein Symbol für die Zukunft Kokorous, ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen werden und an dem die Bevölkerung zusammenkommt.
Die Finanzierung des Palastbaus und der anderen Projekte stellt jedoch eine große Herausforderung dar. Djibey ist auf die Unterstützung der nigrischen Regierung, internationaler Organisationen und privater Spender angewiesen. Er hofft, dass er seine Kontakte nach Deutschland nutzen kann, um Gelder für seine Vorhaben zu sammeln. (Lesen Sie auch: Werner Sturm der Liebe: bei der: Was…)
Issifi Djibey privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Über Issifi Djibeys Privatleben ist wenig bekannt. Er pendelt zwischen Rendsburg und Kokorou, versucht, seinen Verpflichtungen als König nachzukommen und gleichzeitig seine Kontakte in Deutschland aufrechtzuerhalten. Ob er eine Familie hat, ist nicht öffentlich bekannt. Er selbst hält sich bedeckt, wenn es um sein persönliches Leben geht. Sein Fokus liegt klar auf seiner neuen Aufgabe als König und den damit verbundenen Herausforderungen.
Es ist ein Leben zwischen zwei Welten, das von Gegensätzen geprägt ist. Hier die moderne, komfortable Welt Deutschlands, dort die traditionelle, von Armut geprägte Welt Afrikas. Djibey versucht, das Beste aus beiden Welten zu vereinen, um seinem Volk in Kokorou eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die tagesschau berichtet regelmäßig über die Herausforderungen in afrikanischen Staaten.
Sein Engagement und seine Entschlossenheit sind beeindruckend. Er hat sich einer Aufgabe verschrieben, die viel Kraft und Ausdauer erfordert. Doch er ist überzeugt, dass er etwas bewegen kann. Und er ist bereit, dafür alles zu geben.

Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Issifi Djibey?
Issifi Djibey ist 75 Jahre alt. Er wurde im Niger geboren und lebt heute sowohl in Deutschland als auch in Afrika.
Hat Issifi Djibey einen Partner/ist er verheiratet?
Ob Issifi Djibey einen Partner hat oder verheiratet ist, ist nicht öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Hat Issifi Djibey Kinder?
Es gibt keine öffentlichen Informationen darüber, ob Issifi Djibey Kinder hat. Auch diesbezüglich hält er sich bedeckt.
Was sind die größten Herausforderungen in Kokorou?
Die größten Herausforderungen in Kokorou sind die mangelnde Infrastruktur, die Armut der Bevölkerung und die unzureichende medizinische Versorgung. Issifi Djibey plant, diese Probleme durch verschiedene Projekte anzugehen.
Wie finanziert Issifi Djibey seine Projekte in Kokorou?
Issifi Djibey ist auf die Unterstützung der nigrischen Regierung, internationaler Organisationen und privater Spender angewiesen, um seine Projekte in Kokorou zu finanzieren. Er hofft, auch seine Kontakte nach Deutschland nutzen zu können. (Lesen Sie auch: Kniffliges Suchbild: Blitz-Augentest: Eine Birne ist hier…)
Issifi Djibeys Geschichte ist eine außergewöhnliche. Sie zeigt, dass das Leben manchmal unerwartete Wendungen nimmt und dass es möglich ist, zwischen zwei Welten zu leben und Verantwortung für Menschen in Not zu übernehmen. Sein Engagement als Deutscher Arzt König in Afrika ist ein Beispiel für Mitmenschlichkeit und Entschlossenheit.














