Der deutsch china handel hat sich neu geordnet: China hat die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands überholt. Im Jahr 2025 erreichte das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China 251,8 Milliarden Euro, während der Handel mit den USA bei 240,5 Milliarden Euro lag. Diese Entwicklung markiert eine Verschiebung in den globalen Handelsbeziehungen. Deutschland China Handel steht dabei im Mittelpunkt.

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- Deutschlands Handelspartner: China überholt die USA
- Warum hat China die USA überholt?
- USA weiterhin wichtigster Absatzmarkt für deutsche Exporteure
- China dominiert die Importe nach Deutschland
- Was bedeutet das für Verbraucher, Arbeitnehmer und die deutsche Wirtschaft?
- Wie funktioniert der deutsch china handel im Detail?
- Expertenmeinung: Was sagen Ökonomen zu dieser Entwicklung?
- Historischer Vergleich: Wie hat sich der deutsch china handel entwickelt?
- Häufig gestellte Fragen
Zahlen & Fakten
- Handelsvolumen Deutschland-China (2025): 251,8 Milliarden Euro
- Handelsvolumen Deutschland-USA (2025): 240,5 Milliarden Euro
- Anstieg des Handels mit China: 2,1 Prozent
- Rückgang der deutschen Exporte in die USA: 9,4 Prozent
Deutschlands Handelspartner: China überholt die USA
Deutschlands Außenhandel hat eine bemerkenswerte Veränderung erfahren. China hat die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands wieder abgelöst. Laut dem Statistischen Bundesamt belief sich das gesamte Handelsvolumen zwischen Deutschland und China im Jahr 2025 auf 251,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die USA, die im Jahr 2024 noch den ersten Platz belegten, rutschten mit einem Handelsvolumen von 240,5 Milliarden Euro auf den zweiten Rang ab. Wie Stern berichtet, war China bereits von 2016 bis 2023 Deutschlands wichtigster Handelspartner.
Warum hat China die USA überholt?
Mehrere Faktoren haben zu dieser Verschiebung beigetragen. Einer der Hauptgründe ist die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung Chinas auf globaler Ebene. Die Volksrepublik hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der größten Volkswirtschaften der Welt entwickelt und ist ein wichtiger Akteur im internationalen Handel geworden. Ein weiterer Faktor ist der Handelsstreit zwischen den USA und China, der unter der Regierung von Präsident Donald Trump begann. Die von Trump eingeführten Zölle auf chinesische Waren haben den Handel zwischen den beiden Ländern erheblich beeinträchtigt und dazu geführt, dass China seine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern, einschließlich Deutschland, intensiviert hat.
Der Handelsstreit zwischen den USA und China begann im Jahr 2018, als die USA Zölle auf chinesische Waren im Wert von mehreren Milliarden Dollar erhoben. China reagierte mit Gegenzöllen auf US-amerikanische Produkte. Dieser Konflikt hat zu erheblichen Spannungen in den globalen Handelsbeziehungen geführt.
USA weiterhin wichtigster Absatzmarkt für deutsche Exporteure
Trotz des Rückgangs im Gesamtvolumen bleiben die USA der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Exporteure. Im Jahr 2025 verkauften deutsche Unternehmen Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA. Dies entspricht einem Rückgang von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren die Exporte von Autos und dazugehörigen Teilen, die um 17,8 Prozent sanken. Frankreich und die Niederlande folgten auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Exportziele. China liegt in dieser Rangliste auf Platz sechs. Die hohe Nachfrage nach deutschen Produkten in den USA zeigt die Bedeutung des amerikanischen Marktes für die deutsche Wirtschaft, trotz der bestehenden Handelshemmnisse. (Lesen Sie auch: Maschinenbau Stellenabbau: Tausende Jobs Weniger in Deutschland)
China dominiert die Importe nach Deutschland
Bei den Importen nach Deutschland dominiert China seit 2015. Auch im Jahr 2025 war China mit Importen im Wert von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland, gefolgt von den Niederlanden und den USA. Das Statistische Bundesamt führt diese Entwicklung auf die hohe Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Produkte und die Verlagerung von Produktionsstandorten nach China zurück. Ökonomen vermuten, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China dazu führt, dass China Waren nach Europa umleitet, um die US-Zölle zu umgehen. US-amerikanische Produzenten profitieren hingegen von einem leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland.
Was bedeutet das für Verbraucher, Arbeitnehmer und die deutsche Wirtschaft?
Die veränderte Handelslandschaft hat vielfältige Auswirkungen. Für Verbraucher könnte dies bedeuten, dass chinesische Produkte weiterhin zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich sind. Für Arbeitnehmer in Deutschland könnte es sowohl Chancen als auch Risiken geben. Einerseits könnten deutsche Unternehmen, die in China aktiv sind, von der wachsenden chinesischen Wirtschaft profitieren. Andererseits könnten Unternehmen, die stark auf den Export in die USA angewiesen sind, unter den Handelshemmnissen leiden. Für die deutsche Wirtschaft insgesamt ist es wichtig, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und sich nicht zu stark von einzelnen Märkten abhängig zu machen. Eine ausgewogene Handelspolitik, die sowohl die Beziehungen zu China als auch zu den USA pflegt, ist entscheidend für die Stabilität und das Wachstum der deutschen Wirtschaft.
Im Jahr 2025 betrugen die deutschen Importe aus den Niederlanden 115 Milliarden Euro, während die Importe aus den USA 94,3 Milliarden Euro erreichten. Dies zeigt die Bedeutung der europäischen Handelspartner für Deutschland.
Wie funktioniert der deutsch china handel im Detail?
Der deutsch china handel umfasst eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen. Zu den wichtigsten Exportgütern Deutschlands nach China gehören Maschinen, Fahrzeuge, chemische Produkte und elektronische Geräte. Im Gegenzug importiert Deutschland aus China vor allem elektronische Geräte, Textilien, Möbel und Spielzeug. Die Handelsbeziehungen werden durch eine Vielzahl von Abkommen und Vereinbarungen geregelt, die darauf abzielen, den Handel zu erleichtern und Handelshemmnisse abzubauen. Trotz dieser Bemühungen gibt es immer wieder Herausforderungen, wie beispielsweise unterschiedliche Standards und Vorschriften, die den Handel erschweren können. Die Bundesregierung setzt sich für eine weitere Vertiefung der Handelsbeziehungen mit China ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken.
Expertenmeinung: Was sagen Ökonomen zu dieser Entwicklung?
„Die Verschiebung im deutsch china handel ist ein Zeichen für die sich verändernde Weltwirtschaft“, sagt Professor Dr. Stefan Kooths, Konjunkturchef des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel). „China hat sich zu einer globalen Wirtschaftsmacht entwickelt, und es ist daher nicht überraschend, dass es im Handel mit Deutschland an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig dürfen wir die Bedeutung der USA als Handelspartner nicht unterschätzen. Es ist wichtig, dass Deutschland seine Handelsbeziehungen diversifiziert und sowohl mit China als auch mit den USA enge Beziehungen pflegt.“ (Lesen Sie auch: Konjunktur Deutschland: Kommt Jetzt der Ersehnte Aufschwung?)
In diesem Zeitraum überstieg das Handelsvolumen mit China das mit den USA.
Die USA waren kurzzeitig Deutschlands wichtigster Handelspartner.
Das Handelsvolumen mit China erreicht 251,8 Milliarden Euro.
Historischer Vergleich: Wie hat sich der deutsch china handel entwickelt?
Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China haben eine lange Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert gab es erste Handelskontakte zwischen den beiden Ländern. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 wurden die Beziehungen zunächst durch politische Spannungen belastet. In den 1970er Jahren begann jedoch eine Phase der Annäherung, die zu einer Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen führte. Seitdem hat sich der deutsch china handel kontinuierlich entwickelt und ist heute von großer Bedeutung für beide Länder. Im Vergleich zu den Anfängen, als der Handel vor allem auf den Austausch von Rohstoffen und einfachen Konsumgütern beschränkt war, umfasst er heute eine breite Palette von Hightech-Produkten und Dienstleistungen.

Häufig gestellte Fragen
Wie hoch war das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China im Jahr 2025?
Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und China belief sich im Jahr 2025 auf 251,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und macht China zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands.
Welchen Rang belegten die USA im deutsch china handel im Jahr 2025?
Die USA belegten im Jahr 2025 den zweiten Rang im deutsch china handel. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und den USA betrug 240,5 Milliarden Euro, was unter dem Wert des Handels mit China liegt.
Welche Produkte exportiert Deutschland hauptsächlich nach China?
Deutschland exportiert hauptsächlich Maschinen, Fahrzeuge, chemische Produkte und elektronische Geräte nach China. Diese Güter machen einen Großteil der deutschen Exporte in die Volksrepublik aus.
Welche Waren importiert Deutschland vor allem aus China?
Deutschland importiert vor allem elektronische Geräte, Textilien, Möbel und Spielzeug aus China. Diese Produkte sind aufgrund ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem deutschen Markt sehr gefragt. (Lesen Sie auch: Autobranche: China verbietet versteckte Auto-Türgriffe)
Welche Auswirkungen hat der Handelsstreit zwischen den USA und China auf den deutsch china handel?
Der Handelsstreit zwischen den USA und China führt möglicherweise dazu, dass China Waren nach Europa umleitet, um US-Zölle zu vermeiden. Dies könnte den deutsch china handel weiter intensivieren.
Der deutsch china handel hat sich im Jahr 2025 neu formiert, wobei China die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ablöste. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende wirtschaftliche Bedeutung Chinas wider und unterstreicht die Notwendigkeit für Deutschland, seine Handelsbeziehungen zu diversifizieren. Während die USA weiterhin ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Exporteure bleiben, dominiert China die Importe nach Deutschland. Eine ausgewogene Handelspolitik, die sowohl die Beziehungen zu China als auch zu den USA pflegt, ist entscheidend für die Stabilität und das Wachstum der deutschen Wirtschaft.
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