Digitale Gewalt Demo: Tausende demonstrierten in Hamburg für besseren Schutz von Opfern sexualisierter Gewalt. Die Demonstration, an der auch Prominente wie Collien Fernandes teilnahmen, forderte ein Ende der Scham für Betroffene und mehr Unterstützung.
Das ist passiert
- Tausende demonstrierten in Hamburg für mehr Schutz von Opfern sexualisierter Gewalt.
- Moderatorin Collien Fernandes unterstützte die Demonstration.
- Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 22.000, die Polizei auf 17.000.
- Fernandes berichtete von Morddrohungen und forderte mehr Mut für Betroffene.
Was fordern die Demonstrierenden?
Die Demonstrierenden fordern vor allem ein Ende der Scham für Opfer sexualisierter Gewalt und einen besseren Schutz. Viele trugen selbstgemalte Plakate mit der Aufschrift „Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln“. Die Aktivistinnen und Aktivisten wollen ein Zeichen setzen, dass Betroffene nicht allein sind und dass die Gesellschaft Verantwortung übernehmen muss, um digitale Gewalt zu bekämpfen.

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Collien Fernandes bei digitaler gewalt demo in Hamburg
Die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes nahm an der Demonstration teil und sprach zu den Anwesenden. Laut Stern, sagte Fernandes, dass sie trotz Polizeischutzes und Sicherheitsvorkehrungen an der Demonstration teilnimmt, weil sie Morddrohungen erhält. Sie ermutigte andere Frauen, den Mut zu finden, über erlittene Gewalt zu sprechen. (Lesen Sie auch: Debatte um digitale Gewalt: Fernandes bei Hamburger…)
Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Sie hat auf Mallorca Anzeige erstattet. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Reaktionen auf die Demonstration
Die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Annika Urbanski hatte die Versammlung angemeldet. Auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützten die Aktion. Die Demonstration fand auf dem Rathausmarkt statt und zog eine breite Unterstützung aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen an. (Lesen Sie auch: Sexuelle Gewalt Demo: Collien Fernandes ruft zur…)
Wie geht es in dem Fall Ulmen weiter?
Der Anwalt von Christian Ulmen, Christian Schertz, kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Er bezeichnete sie als „unzulässige Verdachtsberichterstattung“ und behauptete, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ würden. Die Justizsprecherin auf Mallorca bestätigte gegenüber der dpa, dass sich das Verfahren in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium befinde.
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz bietet Informationen und Hilfestellungen zum Thema digitale Gewalt.
Die Polizei Hamburg bietet auf ihrer Webseite ebenfalls Informationen und Ansprechpartner zu verschiedenen Kriminalitätsbereichen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Menschen nahmen an der Demonstration teil?
Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 22.000, während die Polizei von 17.000 Teilnehmern sprach. Diese Diskrepanz in den Zahlen ist nicht ungewöhnlich bei solchen Veranstaltungen. (Lesen Sie auch: Deepfakes: Fernandes wirbt für Demonstration gegen sexualisierte…)

Welche Rolle spielte Collien Fernandes bei der Demonstration?
Collien Fernandes unterstützte die Demonstration und hielt eine Rede, in der sie ihre eigenen Erfahrungen mit digitaler Gewalt thematisierte und andere Betroffene ermutigte.
Was sind die nächsten Schritte im Fall Ulmen?
Das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es gilt die Unschuldsvermutung für Christian Ulmen. Sein Anwalt hat rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung angekündigt.








