Die Tragödie um Diego Jota im Sommer 2025 hinterließ eine Familie in tiefem Schmerz. Kurz vor dem tödlichen Unfall des portugiesischen Fußballstars schickte seine Frau eine letzte, liebevolle Nachricht, die ihn jedoch nie erreicht hat.
Der Verlust von Diogo Jota, †28, hat nicht nur die Fußballwelt erschüttert, sondern vor allem eine Familie getroffen, deren Leben sich innerhalb weniger Stunden für immer veränderte. Nun gewährt eine neue Biografie einen sehr persönlichen Einblick in die letzten Momente vor der Tragödie – und in die Worte, die nie mehr gelesen wurden.
Diogo Jota (†28) konnte Nachricht seiner Frau Rute nicht mehr lesen
Im Mittelpunkt steht Jotas Ehefrau Rute Cardoso, 29. In dem Buch, das vom früheren Fußballer José Manuel Delgado, 68, verfasst wurde und den Titel „Nunca Mais e Muito Tempo“ ( zu Deutsch: „Nie wieder ist eine lange Zeit“) trägt, schildert sie die letzte Nachricht, die sie ihrem Mann schickte – ohne zu ahnen, dass sie ihn nie erreichen würde. Die portugiesische Moderatorin Isabel Figueira griff diese Passage laut „The Sun“ in einer Fernsehsendung auf und machte sie nun öffentlich.
Die Nachricht lautet wörtlich: „Schatz, wenn du fertig bist, ruf mich an, denn ich habe hier etwas, das ich dir zeigen möchte.“ Gemeint war ein Video ihrer Hochzeit – ein Moment des Glücks, den Rute mit ihrem Mann teilen wollte. Nur elf Tage zuvor hatten sich die beiden in Porto das Jawort gegeben, nach 13 Jahren gemeinsamer Geschichte. Doch zum gemeinsamen Schwelgen in den jüngsten Erinnerungen an ihren schönsten Tag sollte es nicht mehr kommen.
In den frühen Morgenstunden des 3. Juli 2025 verunglückte Jota gemeinsam mit seinem Bruder André Silva, †25, auf einer spanischen Autobahn. Die beiden waren auf dem Weg nach Santander, um eine Fähre nach Großbritannien zu nehmen. Nach einer Lungenoperation war dem Fußballprofi vom Fliegen abgeraten worden. Wie die Guardia Civil in Zamora später mitteilte: „Alles deutet auch auf eine mögliche erhebliche Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf diesem Autobahnabschnitt hin.“ Zudem hieß es: „Alle bisher durchgeführten Tests deuten darauf hin, dass Diogo Jota der Fahrer des Unfallfahrzeugs war. Infolge des Unfalls fing das Auto Feuer, und beide Insassen kamen ums Leben.“
Währenddessen wartete Rute vergeblich auf eine Antwort. Als die Sorge wuchs, begann sie, selbst nachzuforschen und kontaktierte schließlich das Hotel, in dem ihr Mann übernachten wollte.
Neben der tragischen letzten Nachricht zeichnet das Buch auch ein sehr persönliches Bild des Menschen hinter dem Profisportler. In der Biografie, aus der unter anderem das portugiesische Magazin „Flash“ zitiert, beschreibt Rute ihren Mann als jemanden, der nie großen Wert auf Statussymbole legte: „Im Gegensatz zu den meisten Spielern, die auf protzige Autos, Schmuck und Uhren stehen, war Diogo nie Teil dieser Szene. Die Fahrzeuge, die wir hatten, reichten ihm völlig. Vielleicht, weil er sich nie besonders für Autos interessiert hatte, nutzte er die Gelegenheit, einmal einen Ferrari zu fahren, den er übrigens am Morgen unserer Hochzeit zurückbrachte. Anschließend mietete er sich den Lamborghini.“
„Ich weiß bis heute nicht, wie ich das überstanden habe“
Auch Jotas Eltern kommen in dem Buch zu Wort und schildern die Stunden, in denen ihr Leben aus den Fugen geriet. Sein Vater Joaquim erinnert sich in der Biografie: „Als ich gerade ins Bett gehen wollte, nachdem ich noch eine Weile im Wohnzimmer ferngesehen hatte, erhielt ich einen Anruf von Rute, die mit verzweifelter Stimme sagte: ‚Komm bitte her.'“ Ein kurzer Satz, der einen inneren Sturm lostrat. „Ich hatte sofort ein ungutes Gefühl. Die Fahrt zu ihr war furchtbar. Und auf dem Rückweg, als ich bereits von der Tragödie wusste, war es noch schlimmer, das Schlimmste überhaupt, das Schlimmste, was passieren konnte. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das überstanden habe.“
Und auch Mutter Isabel beschreibt die beklemmende, unterschwellige Angst jener Nacht: „Ich habe André eine Nachricht geschickt und gefragt, wie die Reise verläuft. Er hat nicht geantwortet; es war 23:23 Uhr.Ich schaltete den Fernseher ein und schlief ein, aber nicht ganz. Da war etwas, das auf eine Antwort wartete, die nie kam.“ Den Moment der Gewissheit schildert sie so: „[Joaquim] kam auf mich zu, legte mir die Hände auf die Schultern und sagte: ‚Es waren beide.'“
Heute lebt Diogos Witwe Rute Cardoso mit den gemeinsamen Kindern wieder in der Nähe von Porto. Die Biografie versteht sich, wie der Verlag Cultura Editors betont, als ein respektvolles Erinnerungswerk, das nicht nur die Karriere, sondern vor allem den Menschen Diogo Jota würdigt. Was bleibt, sind Erinnerungen – und eine letzte Nachricht, die nie beantwortet wurde.
Verwendete Quelle: thesun.co.uk, flash.pt
Quelle: Gala

