Drohnen Gefahr für Europa: Die Sicherheitskräfte stehen der wachsenden Bedrohung durch unbemannte Flugsysteme weitgehend hilflos gegenüber. Ob über Flughäfen, kritischer Infrastruktur oder Militäranlagen – Drohnen tauchen auf, ohne dass Behörden sie stoppen können. Experten warnen: Die Gefahr wird in den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen.
Drohnen Gefahr – Warum Sicherheitskräfte machtlos sind
Europas Behörden können Drohnen weder zuverlässig erkennen noch abwehren. Im September 2025 legten unbekannte Drohnen Flughäfen in Kopenhagen und Oslo lahm – die Piloten wurden nie gefasst. Deutschland investiert nun 80 Millionen Euro in die Drohnenabwehr, doch Experten bezweifeln, dass eine flächendeckende Lösung möglich ist. Die Bedrohung durch Spionage, Sabotage und Terror aus der Luft wächst rasant.
Das Wichtigste in Kürze
🔴 Hilflose Behörden: Sicherheitskräfte können Drohnen oft weder identifizieren noch abfangen
✈️ Flughäfen lahmgelegt: Kopenhagen (Sept. 2025): 100+ Flüge gestrichen, 20.000 Passagiere betroffen
🎯 Hybride Kriegsführung: Russland wird hinter vielen Drohnenaktionen in NATO-Staaten vermutet
💰 Investitionen: Deutschland stellt 80 Mio. Euro für Drohnenabwehr bereit (2025/2026)
⚠️ Rechtslücken: Zuständigkeiten zwischen Polizei und Bundeswehr ungeklärt
🔮 Prognose: Experten erwarten deutliche Zunahme der Drohnen-Bedrohung
🏛️ Reaktion: Bundespolizei soll neue Drohnenabwehreinheit erhalten
📖 Lesezeit: 6 Minuten | Stand: 26. Januar 2026
Drohnen Gefahr: Warum Sicherheitskräfte hilflos sind
Die Drohnen Gefahr für Europa hat ein neues Ausmaß erreicht. Was sich im September 2025 an den Flughäfen Kopenhagen und Oslo abspielte, offenbarte die erschreckende Hilflosigkeit der Sicherheitsbehörden: Unbekannte Drohnen tauchten auf, legten den Flugverkehr für Stunden lahm – und verschwanden spurlos.
Die Behörden konnten die Flugobjekte in der Dunkelheit weder identifizieren noch herunterholen, noch deren Piloten ausfindig machen. Der Fall zeigt exemplarisch das Problem, vor dem ganz Europa steht.
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Das Dilemma der Drohnenabwehr:
- Erkennung: Kleine Drohnen sind auf Radar oft unsichtbar
- Identifizierung: Freund oder Feind? TV-Drohne oder Spionagegerät?
- Neutralisierung: Abschuss gefährdet Menschen am Boden
- Rückverfolgung: Piloten bleiben meist unentdeckt
Die Bedrohungslage: Hunderte Drohnensichtungen über Deutschland
Die Drohnen Gefahr in Deutschland hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine drastisch zugenommen. Laut Bundeswehr wurden seit Februar 2022 „einige Hundert mutmaßliche Drohnenüberflüge“ über militärischen Einrichtungen gemeldet.
| Jahr | Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen | Trend |
|---|---|---|
| 2024 | 141 | Basis |
| 2025 | 192 | +36% |
Besonders besorgniserregend: Die Drohnen spähen gezielt kritische Infrastruktur aus – LNG-Terminals, Kraftwerke, Werften und Bundeswehrkasernen. Betroffen sind vor allem die norddeutschen Küstenländer.
Drohnen Gefahr durch hybride Kriegsführung Russlands
Hinter vielen Drohnenaktionen in Europa wird Russland vermutet. Die Drohnen Gefahr ist Teil einer hybriden Kriegsstrategie, die darauf abzielt, europäische Staaten zu verunsichern und ihre Verwundbarkeit aufzuzeigen.
Chronik der Drohnen-Vorfälle 2025:
| Datum | Ort | Vorfall |
|---|---|---|
| Sept. 2025 | Stockholm-Arlanda | Drohnen stören Flugverkehr, Flüge umgeleitet |
| 22.-23. Sept. 2025 | Kopenhagen & Oslo | 4 Stunden Sperrung, 109 Flüge gestrichen, 20.000 Passagiere betroffen |
| Okt. 2025 | München | Flughafen zweimal wegen Drohnensichtungen geschlossen |
| Nov. 2025 | Brüssel | 10 Vorfälle in 8 Tagen, Dutzende Flugausfälle |
| Jan. 2026 | Manching (Bayern) | Bis zu 10 Drohnen gleichzeitig über Militärgelände |
Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson formulierte es deutlich: Die Wahrscheinlichkeit sei „ziemlich hoch, dass Russland eine Botschaft an Länder senden will, welche die Ukraine unterstützen.“
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Warum Drohnen so schwer abzuwehren sind
Die Drohnen Gefahr stellt Sicherheitsexperten vor ein komplexes Problem. Die Abwehr erfordert drei Schritte – und bei jedem gibt es massive Schwierigkeiten:
1. Erkennung:
Kleine Drohnen sind für konventionelle Radaranlagen oft unsichtbar. Sie fliegen zu niedrig, zu langsam und sind zu klein. Ergänzende Systeme wie akustische Sensoren, Wärmebildkameras oder Funkpeilung helfen nur bedingt.
2. Identifizierung:
Ist die surrende Drohne über dem Flughafen eine TV-Kamera oder ein Spionagegerät? Diese Entscheidung muss in Sekunden fallen – oft bei Dunkelheit und schlechter Sicht.
3. Neutralisierung:
Selbst wenn eine feindliche Drohne erkannt wird, ist der Abschuss problematisch:
- Abstürzende Drohnen gefährden Menschen am Boden
- Schüsse in besiedeltem Gebiet sind riskant
- Störsender können den zivilen Flugverkehr beeinträchtigen
- Eine zerstörte Drohne liefert keine forensischen Hinweise auf den Täter
Deutschlands Reaktion: 80 Millionen Euro für Drohnenabwehr
Die Bundesregierung hat die Drohnen Gefahr erkannt und reagiert mit Investitionen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigte ein umfassendes Maßnahmenpaket an:
Geplante Maßnahmen:
- 30 Millionen Euro zusätzlich noch 2025
- 50 Millionen Euro zusätzlich 2026
- Drohnenabwehrzentrum: Bündelt Kompetenzen von Bundespolizei, Zoll, BKA und Ländern
- Neue Drohnenabwehreinheit bei der Bundespolizei
- Neues Bundespolizeigesetz: Erlaubt Abschuss von Drohnen
- Forschungskooperation mit Israel
Doch Kritiker bezweifeln, dass die Maßnahmen ausreichen. Grünen-Innenexperte Leon Eckert moniert: „Es fehlt bis heute ein schlüssiges Gesamtkonzept.“
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Das Zuständigkeits-Chaos: Wer darf Drohnen abschießen?
Ein zentrales Problem bei der Drohnen Gefahr ist das Zuständigkeits-Wirrwarr in Deutschland:
| Bereich | Zuständigkeit | Problem |
|---|---|---|
| Bundeswehr-Gelände | Bundeswehr | Nur auf eigenem Gelände |
| Flughäfen | Betreiber + Landespolizei | Oft keine Abwehrtechnik vorhanden |
| Kritische Infrastruktur | BMI + Betreiber | Fehlende rechtliche Grundlagen |
| Ziviler Luftraum | Unklar | Gesetzesänderung gescheitert |
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stellte klar: „Die Bundeswehr kann nicht überall in Deutschland Drohnen vom Himmel holen.“
Die Zukunft der Drohnen Gefahr: Experten warnen
Die Drohnen Gefahr wird nach Einschätzung von Sicherheitsexperten in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Krieg in der Ukraine hat die Drohnentechnologie revolutioniert – und diese Innovationen werden auch von böswilligen Akteuren genutzt.
Prognosen für 2026 und darüber hinaus:
- Drohnen werden leistungsfähiger: höhere Reichweite, mehr Nutzlast
- KI-gesteuerte Schwärme erschweren die Abwehr
- Einsatz für Terroranschläge, Spionage und Sabotage nimmt zu
- Cybersicherheitsexperten warnen vor Angriffen auf die Drohnenindustrie selbst
Sicherheitsexperte Marcel Berni von der ETH Zürich analysiert die Strategie hinter den Drohnenflügen: „Es geht vor allem darum, den Europäern die Verwundbarkeit tagtäglich vor Augen zu führen.“
Mögliche Lösungsansätze gegen die Drohnen Gefahr
Um der Drohnen Gefahr zu begegnen, diskutieren Experten verschiedene Ansätze:
Technische Lösungen:
- Abfangdrohnen: Verfolgen und fangen feindliche Drohnen mit Netzen ein
- Störsender (Jammer): Unterbrechen die Funkverbindung zur Drohne
- Lasersysteme: Zerstören Drohnen gezielt aus der Distanz
- KI-gestützte Erkennung: Automatische Klassifizierung von Drohnen
Regulatorische Maßnahmen:
- Strengere Registrierungspflichten für Drohnen
- Technische Pflicht zur Fernidentifizierung
- Geo-Fencing: Drohnen können in Sperrzonen nicht fliegen
Doch Experten sind sich einig: Eine flächendeckende Drohnenabwehr wird es nie geben. Die Kapazitäten jedes Systems sind begrenzt.
Häufige Fragen zur Drohnen Gefahr
Warum können Drohnen nicht einfach abgeschossen werden?
Steckt Russland hinter den Drohnen über Europa?
Wie gefährlich sind Drohnen für Flugzeuge?
Was unternimmt Deutschland gegen die Drohnen-Gefahr?
Wird die Drohnen-Gefahr in Zukunft zunehmen?
Fazit: Drohnen Gefahr – Europa muss aufwachen
Die Drohnen Gefahr ist real und wächst. Die Vorfälle der vergangenen Monate haben gezeigt, wie verwundbar europäische Staaten gegenüber der Bedrohung aus der Luft sind. Sicherheitskräfte stehen oft hilflos da – sie können die Flugobjekte weder zuverlässig erkennen noch abwehren.
Deutschland reagiert mit Millionen-Investitionen und Gesetzesänderungen, doch Experten bezweifeln, dass eine flächendeckende Lösung möglich ist. Die Drohnenabwehr gleicht einem „Wettrüsten“, wie Innenminister Dobrindt es formuliert – und aktuell sind die Angreifer im Vorteil.
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Entwicklungen bekannt werden.
Autor: Redaktion Mindelmedia News | Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2026 | Quellen: NZZ, Tagesspiegel, Bundeswehr, Fraunhofer-Gesellschaft, dpa
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