📖 Lesezeit: 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2026
Was ist die E-Auto Förderung 2026? Die Bundesregierung führt ab 2026 eine neue Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride ein. Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro erhalten mindestens 3.000 Euro Zuschuss. Familien und Geringverdiener können bis zu 5.000 Euro erhalten. Die Antragstellung erfolgt voraussichtlich über das BAFA.
📋 Das Wichtigste in Kürze:
✅ Basisförderung: 3.000 Euro für E-Autos und Plug-in-Hybride
✅ Kinderbonus: +500 Euro pro Kind (max. 1.000 Euro)
✅ Geringverdiener-Bonus: +1.000 Euro bei unter 3.000 Euro Netto/Monat
✅ Maximale Förderung: 5.000 Euro
✅ Einkommensgrenze: 80.000 Euro zvE (+5.000 Euro pro Kind)
✅ Budget: 3 Milliarden Euro bis 2029
✅ Antragstellung: Voraussichtlich über BAFA nach Zulassung
E-Auto Förderung 2026 – am 16. Januar 2026 hat das Bundesumweltministerium die konkreten Details zur neuen Elektroauto-Prämie bekanntgegeben. Nach dem Ende des Umweltbonus Ende 2023 kehrt die staatliche Unterstützung für Käufer von Elektrofahrzeugen zurück. Die neue Prämie richtet sich gezielt an Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen.
Die Koalition aus CDU und SPD hat das Förderprogramm im Koalitionsausschuss am 8. Oktober 2025 beschlossen und am 27./28. November 2025 die Eckpunkte festgelegt. Für viele Familien wird der Umstieg auf ein Elektroauto damit deutlich günstiger. Wir erklären, wer die Förderung bekommt, wie hoch sie ausfällt und wie die Antragstellung funktioniert.
E-Auto Förderung 2026: Wie hoch ist die Prämie?
Die neue E-Auto Förderung 2026 setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Das Bundesumweltministerium hat folgende Förderhöhen festgelegt:
| Förderkomponente | Betrag | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Basisförderung | 3.000 € | Für alle förderfähigen Haushalte |
| Kinderbonus (1. Kind) | +500 € | Pro Kind im Haushalt |
| Kinderbonus (2. Kind) | +500 € | Max. 1.000 € Kinderbonus insgesamt |
| Geringverdiener-Bonus | +1.000 € | Bei unter 3.000 € Netto/Monat |
| Maximale Förderung | 5.000 € | Bei Erfüllung aller Kriterien |
Eine Familie mit zwei Kindern und einem monatlichen Nettoeinkommen unter 3.000 Euro kann also die maximale Fördersumme von 5.000 Euro erhalten. Ein Single ohne Kinder mit mittlerem Einkommen erhält die Basisförderung von 3.000 Euro.

Wer bekommt die E-Auto Förderung 2026?
Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Unternehmen und gewerbliche Käufer sind von der neuen Prämie ausgeschlossen. Das Bundesumweltministerium hat folgende Einkommensgrenzen festgelegt:
💰 Einkommensgrenzen im Überblick:
👤 Haushalt ohne Kinder: max. 80.000 € zu versteuerndes Einkommen
👨👩👦 Haushalt mit 1 Kind: max. 85.000 € zu versteuerndes Einkommen
👨👩👧👦 Haushalt mit 2 Kindern: max. 90.000 € zu versteuerndes Einkommen
Das zu versteuernde Einkommen (zvE) ist nicht identisch mit dem Brutto- oder Nettogehalt. Es handelt sich um den Betrag, der nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen für die Steuerberechnung übrig bleibt. Die Einkommensgrenze von 80.000 Euro entspricht laut Ministerium dem Medianwert von Neuwagenkäufern.
Welche Fahrzeuge werden gefördert?
Das Förderprogramm umfasst erstmals im Inland zugelassene Neufahrzeuge der EU-Fahrzeugklasse M1. Dazu gehören:
| Fahrzeugtyp | Förderfähig | Hinweis |
|---|---|---|
| Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) | ✅ Ja | Reine Elektroautos |
| Plug-in-Hybride (PHEV) | ✅ Ja | Details zu Anforderungen folgen |
| Gebrauchte E-Autos | ❌ Nein | Wird geprüft, nicht Teil des Starts |
| Brennstoffzellenfahrzeuge | ❓ Unklar | Keine Aussage bisher |
Die genauen Anforderungen an Plug-in-Hybride werden derzeit noch geklärt. Der ADAC regt an, eine elektrische Mindestreichweite als Förderkriterium zu ergänzen.
Gebrauchte Elektrofahrzeuge sind zum Start der Förderung nicht förderfähig. Das Ministerium prüft jedoch Vorschläge für eine spätere Erweiterung des Programms.
Wie beantrage ich die E-Auto Förderung 2026?
Die Antragstellung soll voraussichtlich über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erfolgen – wie bereits beim früheren Umweltbonus. Der genaue Ablauf wird aktuell noch finalisiert.
📝 So funktioniert die Antragstellung voraussichtlich:
1️⃣ E-Auto oder Plug-in-Hybrid kaufen oder leasen
2️⃣ Fahrzeug auf den Antragsteller zulassen
3️⃣ Online-Antrag beim BAFA stellen
4️⃣ Unterlagen hochladen (Kaufvertrag, Zulassungsbescheinigung, Einkommensnachweis)
5️⃣ Auszahlung der Förderung auf das angegebene Konto
Der ADAC schlägt für mehr Planungssicherheit ein zweistufiges Antragsverfahren vor: Bereits bei Vertragsunterschrift sollte eine verbindliche Förderzusage erfolgen, die bis zur Fahrzeuglieferung reserviert wird. Die Auszahlung würde dann erst bei Zulassung erfolgen.
Wann startet die E-Auto Förderung 2026?
Das Förderprogramm soll schnellstmöglich im Jahr 2026 starten. Der genaue Starttermin steht noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission.
Nach Medienberichten könnte die Förderung möglicherweise rückwirkend für Käufe ab dem 1. Januar 2026 gelten. Die Bundesregierung hat für das Programm Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) in Höhe von insgesamt 3 Milliarden Euro bis 2029 bereitgestellt.
Die schwierige Lage der Automobilindustrie macht eine schnelle Umsetzung der Förderung dringend notwendig. Die Neuzulassungszahlen für Elektroautos sind nach dem Ende des Umweltbonus deutlich eingebrochen.

E-Auto Förderung 2026 vs. alter Umweltbonus
Die neue Förderung unterscheidet sich in mehreren Punkten vom früheren Umweltbonus:
| Kriterium | Umweltbonus (bis 2023) | Neue Förderung 2026 |
|---|---|---|
| Maximale Förderung | bis zu 9.000 € (inkl. Hersteller) | bis zu 5.000 € (nur Staat) |
| Einkommensgrenze | Keine | 80.000 € zvE |
| Berechtigte | Privat + Gewerbe | Nur Privatpersonen |
| Plug-in-Hybride | Bis Sept. 2023 gefördert | Wieder förderfähig |
| Soziale Komponente | Keine | Kinderbonus + Geringverdiener-Bonus |
Weitere Vorteile für E-Auto-Käufer 2026
Neben der direkten Kaufprämie profitieren Elektroauto-Besitzer von weiteren Vorteilen:
🔋 Zusätzliche Vorteile:
🚗 Kfz-Steuerbefreiung: Bis Ende 2035 für E-Autos, die bis 2030 zugelassen werden
💼 Dienstwagenregelung: 0,25 % Versteuerung für E-Autos bis 70.000 € Listenpreis
⚡ THG-Quote: Jährliche Prämie für eingesparte CO₂-Emissionen (ca. 50-100 €)
🔌 V2G-Vorteile: Steuerbefreiung für bidirektionales Laden ab 2026
Kritik an der neuen E-Auto Förderung
Die Reaktionen auf das neue Förderprogramm fallen gemischt aus. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), begrüßt grundsätzlich die Förderung, sieht aber die mögliche Fokussierung auf EU-Fahrzeuge kritisch.
Deutliche Kritik kommt von den Autohändlern. Burkhard Weller, Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands (VAD), bezeichnet die geplante Förderung als „Strohfeuer“. Die fehlende Klarheit und die noch ausstehende EU-Genehmigung könnten den E-Auto-Verkauf belasten.
Die Thinktanks Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität empfehlen, die Förderung auf Personen mit einem Bruttoeinkommen bis 4.000 Euro und auf Fahrzeuge bis etwa 60.000 Euro Kaufpreis zu konzentrieren.
Häufig gestellte Fragen
Fazit: Lohnt sich die E-Auto Förderung 2026?
Die neue E-Auto Förderung 2026 macht den Umstieg auf Elektromobilität für viele Haushalte wieder attraktiver. Mit bis zu 5.000 Euro Zuschuss, der Kfz-Steuerbefreiung und weiteren Vorteilen können Familien und Geringverdiener beim Kauf eines Elektroautos erheblich sparen.
Wer den Kauf eines E-Autos plant, sollte die finale Förderrichtlinie abwarten und bei Vertragsabschluss klären, ob die Prämie berücksichtigt wird. Da die Mittel von 3 Milliarden Euro bis 2029 begrenzt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Antragstellung nach Programmstart.
Redaktion Mindelmedia News | Wirtschaft & Mobilität
Die Wirtschaftsredaktion berichtet über aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Elektromobilität, Automobilbranche und Verbraucherthemen.













