Ein ehrlicher Finder in der Schweiz ist keine Selbstverständlichkeit, doch es gibt sie. Eine Zürcherin vergass kürzlich auf einer Toilette in Luzern ihre Wertsachen – 200 Franken, eine Kreditkarte und ein Schminktäschchen. Zu ihrer Überraschung erhielt sie alles per Post zurück. Ehrlicher Finder Schweiz steht dabei im Mittelpunkt.

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- Wie häufig kommt es in der Schweiz zu solchen Funden?
- Was hätte die Zürcherin tun können, wenn die Sachen nicht zurückgekommen wären?
- Welche Rolle spielt Ehrlichkeit in der Schweizer Gesellschaft?
- Wie funktioniert das Fundbüro-System in der Schweiz?
- Gibt es eine Finderlohn-Regelung in der Schweiz?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Eine Zürcherin vergass Wertsachen auf einer Toilette in Luzern.
- Ein ehrlicher Finder schickte ihr alles per Post zurück.
- Die Wertsachen umfassten 200 Franken, eine Kreditkarte und ein Schminktäschchen.
- Der Vorfall zeigt, dass es in der Schweiz noch ehrliche Finder gibt.
Wie häufig kommt es in der Schweiz zu solchen Funden?
Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln, aber Ehrlichkeit ist in der Schweiz generell hoch angesehen. Fundbüros in den Kantonen verzeichnen regelmässig die Abgabe von Wertgegenständen. Dass ein Finder die Sachen direkt per Post zurückschickt, ist jedoch eher ungewöhnlich und zeugt von besonderer Ehrlichkeit. Die SBB betreibt beispielsweise ein zentrales Fundbüro für alle Bahnhöfe.
In der Schweiz regelt das Zivilgesetzbuch (ZGB) das Fundrecht. Wer eine Sache findet, muss dies grundsätzlich dem Fundbüro melden. Der Finder hat unter Umständen Anspruch auf einen Finderlohn. (Lesen Sie auch: Alles weg? Von wegen!: Zürcherin vergisst Wertsachen…)
Was hätte die Zürcherin tun können, wenn die Sachen nicht zurückgekommen wären?
Hätte die Zürcherin ihre Wertsachen nicht zurückerhalten, hätte sie den Verlust bei der Polizei melden und die Kreditkarte sperren lassen müssen. Bei einem Betrugsfall mit der Kreditkarte wäre es wichtig, umgehend die Bank zu informieren und Anzeige zu erstatten. Die zuständige Behörde für solche Fälle ist die Kantonspolizei Luzern.
Welche Rolle spielt Ehrlichkeit in der Schweizer Gesellschaft?
Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit sind wichtige Werte in der Schweiz. Sie tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zum reibungslosen Funktionieren des Alltags bei. Der Fall der Zürcherin zeigt, dass diese Werte noch immer gelebt werden. Solche Geschichten stärken das Vertrauen in die Mitmenschen.
Wie funktioniert das Fundbüro-System in der Schweiz?
Jeder Kanton hat sein eigenes Fundbüro. Diese sind in der Regel bei der Kantonspolizei angesiedelt. Wer etwas findet, muss es dort abgeben. Die Fundbüros versuchen dann, den Besitzer zu ermitteln. Wird der Besitzer nicht gefunden, kann der Finder unter Umständen Eigentümer der Sache werden. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) ist für die übergeordneten rechtlichen Rahmenbedingungen zuständig. (Lesen Sie auch: Gasthaus wird Wohnung: Historische Linde in Kyburg…)
Gibt es eine Finderlohn-Regelung in der Schweiz?
Ja, das Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) sieht einen Finderlohn vor. Dieser beträgt in der Regel einen bestimmten Prozentsatz des Wertes der gefundenen Sache. Die genaue Höhe des Finderlohns ist jedoch Verhandlungssache zwischen Finder und Verlierer. Wie Blick berichtet, hatte die Zürcherin Glück, dass ihr die Sachen überhaupt zurückgeschickt wurden.
Häufig gestellte Fragen
Was soll ich tun, wenn ich in der Schweiz etwas Wertvolles finde?
Wenn Sie in der Schweiz etwas Wertvolles finden, sind Sie gesetzlich verpflichtet, dies bei einem Fundbüro oder der Polizei zu melden. Dies gilt insbesondere für Gegenstände von erheblichem Wert oder solche, die offensichtlich jemandem gehören.
Habe ich als Finder in der Schweiz Anspruch auf einen Finderlohn?
Ja, in der Schweiz haben Sie als Finder grundsätzlich Anspruch auf einen Finderlohn. Die Höhe des Finderlohns ist gesetzlich nicht festgelegt, sondern richtet sich nach dem Wert der gefundenen Sache und dem Aufwand des Finders.
Was passiert mit Fundsachen, wenn sich der Eigentümer nicht meldet?
Wenn sich der Eigentümer einer Fundsache nicht innerhalb einer bestimmten Frist meldet, geht das Eigentum an der Sache in der Regel auf den Finder über. Dieser kann die Sache dann behalten oder verkaufen. (Lesen Sie auch: Rivella Generationenwechsel: Enkel übernimmt und Sichert Zukunft)
Wo finde ich das zuständige Fundbüro in meinem Kanton?
Die Adressen und Kontaktdaten der Fundbüros in den einzelnen Kantonen der Schweiz finden Sie in der Regel auf den Webseiten der jeweiligen Kantonspolizei oder der kantonalen Verwaltungen. Auch die Gemeindeverwaltungen können Auskunft geben.
SRF berichtet regelmässig über kuriose Fundsachen, die in der Schweiz abgegeben werden.







