Die feste Einspeisevergütung PV, die Hauseigentümer für das Einspeisen von Solarstrom ins öffentliche Netz erhalten, steht möglicherweise vor dem Aus. Wirtschafts- und Umweltministerium planen offenbar, diese Vergütung ab 2027 durch eine Direktvermarktung zu ersetzen. Das könnte für viele Besitzer von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) finanzielle Einbußen bedeuten.

Hintergrund zur Einspeisevergütung PV
Die Einspeisevergütung wurde in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eingeführt. Sie garantiert Betreibern von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, wie beispielsweise Photovoltaikanlagen, eine feste Vergütung pro Kilowattstunde (kWh) eingespeisten Stroms. Diese Vergütung soll den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und Investitionen in entsprechende Anlagen attraktiver machen. Die Höhe der Vergütung ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage und wird für einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet die rechtliche Grundlage.
Aktuelle Entwicklung: Was ändert sich ab 2027?
Wie T-Online berichtet, planen das Wirtschafts- und Umweltministerium, die feste Einspeisevergütung für neue Solaranlagen ab 2027 abzuschaffen. Stattdessen soll eine Direktvermarktung des Solarstroms treten. Das bedeutet, dass Anlagenbetreiber ihren Strom selbst am Markt verkaufen müssen. Da die Einspeisevergütung für viele Hausbesitzer eine wichtige Einnahmequelle darstellt, könnte diese Änderung zu spürbaren finanziellen Verlusten führen. (Lesen Sie auch: Xaver Schlager: Gladbachs Reitz als Leipziger -Kopie?)
Aktuell (Stand: 11. Februar 2026) liegt die Einspeisevergütung laut T-Online bei bis zu 7,78 Cent pro kWh, wenn nur ein Teil des erzeugten Stroms eingespeist wird. Bei vollständiger Einspeisung können es bis zu 12,34 Cent/kWh sein.
Handlungsempfehlungen für Hausbesitzer
Angesichts der geplanten Änderungen sollten Hausbesitzer, die mit dem Gedanken spielen, eine Solaranlage zu installieren, zeitnah handeln. Wer seine PV-Anlage noch in diesem Jahr (2026) in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuelle feste Einspeisevergütung für die kommenden 20 Jahre. Dies kann sich langfristig finanziell lohnen.
Finanztip rät Hausbesitzern ebenfalls dazu, jetzt Solarmodule zu montieren, um Einnahmeverluste zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Servus TV Live: ServusTV: DTM-Saison 2026 exklusiv)
Reaktionen und Stimmen zur geplanten Änderung
Der Solarverband hat sich noch nicht abschließend zu den Plänen geäußert. Es wird jedoch erwartet, dass der Verband die Bedeutung der Photovoltaik als festen Bestandteil der Energiewende hervorheben und sich für eine weiterhin attraktive Förderung einsetzen wird, wie top agrar berichtet.
Einspeisevergütung PV: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Abschaffung der festen Einspeisevergütung könnte den Zubau von neuen PV-Anlagen verlangsamen, da die Investitionssicherheit sinkt. Andererseits könnte die Direktvermarktung auch neue Chancen eröffnen, beispielsweise durch innovative Speicherlösungen und die Teilnahme an lokalen Energiemärkten. Es ist jedoch wichtig, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass die Energiewende nicht gefährdet wird und private Haushalte weiterhin einen Anreiz haben, in erneuerbare Energien zu investieren.
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch deutlich zu erhöhen. Photovoltaik spielt dabei eine zentrale Rolle. Es bleibt daher abzuwarten, wie die Politik auf die Bedenken der Solarbranche und der Verbraucher reagieren wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbau der Solarenergie auch in Zukunft zu fördern. (Lesen Sie auch: Yan Diomande: Wechsel des RB Leipzig Stars…)
Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, Anreize für den Eigenverbrauch von Solarstrom zu schaffen, um die Abhängigkeit von der Einspeisevergütung zu verringern. Auch die Förderung von Batteriespeichern könnte dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen zu verbessern.

Unabhängig davon, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln werden, bleibt die Photovoltaik eine wichtige Technologie für die Energiewende. Sie ermöglicht eine dezentrale und klimafreundliche Stromerzeugung und trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern.
Häufig gestellte Fragen zu einspeisevergütung pv
Häufig gestellte Fragen zu einspeisevergütung pv
Was genau versteht man unter der Einspeisevergütung für Photovoltaik?
Die Einspeisevergütung ist eine staatlich garantierte Vergütung pro Kilowattstunde (kWh) Strom, die Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten, wenn sie ihren Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen. Sie wurde eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern und Investitionen in Solaranlagen attraktiver zu machen. (Lesen Sie auch: Christoph Baumgartner: Leipzigs Schlüsselspieler im Aufwind)
Warum wird die Einspeisevergütung möglicherweise abgeschafft?
Die Abschaffung der festen Einspeisevergütung ist Teil einer Strategie, den Strommarkt stärker zu liberalisieren und die Direktvermarktung von Solarstrom zu fördern. Es wird argumentiert, dass dies zu einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien führen kann.
Welche Alternativen gibt es zur Einspeisevergütung?
Als Alternative zur festen Einspeisevergütung ist die Direktvermarktung des Solarstroms vorgesehen. Dabei verkaufen Anlagenbetreiber ihren Strom selbst am Markt, beispielsweise an Energieversorger oder direkt an Endverbraucher. Dies erfordert jedoch in der Regel mehr Aufwand und birgt das Risiko schwankender Einnahmen.
Lohnt sich die Installation einer PV-Anlage noch, wenn die Einspeisevergütung wegfällt?
Ob sich die Installation einer PV-Anlage weiterhin lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Eigenverbrauch des erzeugten Stroms, den Kosten der Anlage und den Möglichkeiten zur Direktvermarktung. Eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung ist daher ratsam.
Was können Hausbesitzer tun, um von ihrer PV-Anlage weiterhin zu profitieren?
Hausbesitzer können ihren Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen, beispielsweise durch den Einsatz von Batteriespeichern oder die Nutzung von Smart-Home-Technologien. Auch die Teilnahme an lokalen Energiemärkten oder die Direktvermarktung des Stroms an Nachbarn können interessante Optionen sein.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des Bundesregierung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
