Die globale Erwärmung hat offenbar einen neuen Gang eingelegt. Eine aktuelle Studie belegt: Die Erderwärmung Beschleunigung hat sich seit 2015 deutlich verstärkt. Statt der bisherigen 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt, stieg die Temperatur in den letzten zehn Jahren um ganze 0,35 Grad.

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Wie stark hat sich die Erderwärmung beschleunigt?
Um diese Frage zu beantworten, haben Forscher natürliche Temperaturschwankungen herausgerechnet. Das Ergebnis: Der Temperaturanstieg ist signifikanter als bisher angenommen. Besonders die Jahre 2023 und 2024 stechen als die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen hervor, wie Stern berichtet. (Lesen Sie auch: Analyse von Temperaturanstieg: Studie: Erderwärmung hat sich…)
Ergebnis & Fakten
- Globale Temperatur stieg von 1970 bis 2015 um 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt.
- Seit 2015 Anstieg um 0,35 Grad Celsius pro Jahrzehnt.
- 2023 und 2024 sind die wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen.
- Natürliche Schwankungen wie Vulkanismus und El Niño wurden herausgerechnet.
Die Studie im Detail
Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Geophysical Research Letters“, stammt von dem deutsch-amerikanischen Forscherduo Grant Foster und Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die beiden Wissenschaftler haben sich die Mühe gemacht, natürliche Einflüsse wie Vulkanausbrüche, Sonnenzyklen und das Klimaphänomen El Niño aus den Temperaturdaten herauszurechnen. Ein unabhängiger Experte lobte die Analyse als fundiert.
Der Clou: Natürliche Faktoren rausgerechnet
Rahmstorf erklärt, dass durch die Herausrechnung von El Niño und dem Sonnenmaximum die extrem warmen Jahre 2023 und 2024 zwar etwas „abgekühlt“ werden, aber dennoch die beiden wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen bleiben. Rechnet man diese natürlichen Faktoren raus, ergibt sich eine klare Beschleunigung der Erderwärmung: von 0,2 Grad pro Jahrzehnt (1970-2015) auf 0,35 Grad pro Jahrzehnt (ab 2015). (Lesen Sie auch: Japan Raketenfehlstart: „Kairos“ Explodiert 69 Sekunden nach…)
El Niño ist ein Klimaphänomen, das periodisch auftritt und die globalen Temperaturen beeinflusst. Vulkanausbrüche können hingegen kurzfristig zu einer Abkühlung führen, da die freigesetzten Partikel Sonnenlicht reflektieren.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend. Sie zeigen, dass die Klimakrise nicht nur ein Problem der fernen Zukunft ist, sondern bereits jetzt mit voller Wucht zuschlägt. Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute spürbar: Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Stürme nehmen zu. Umso wichtiger ist es, dass die Weltgemeinschaft ihre Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verstärkt. (Lesen Sie auch: Flüge Naher Osten: Wie Sicher ist Reisen…)
Co-Autor Foster betont: „Wir können nun erstmals eine starke und statistisch signifikante Beschleunigung der Erderwärmung nach 2015 belegen. Entscheidend ist, dass wir aus den Messdaten bekannte, natürliche Schwankungen herausrechnen, sodass das zufällige ‚Rauschen‘ geringer wird und daher das langfristige Erwärmungssignal klarer hervortritt.“
Es ist höchste Zeit zu handeln. Die Welt muss jetzt aufwachen und erkennen, dass die Klimakrise kein abstraktes Problem ist, sondern eine akute Bedrohung für unsere Zivilisation. Die Beschleunigung der Erderwärmung ist ein Weckruf, den wir nicht ignorieren dürfen. Nur wenn wir jetzt handeln, können wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch verhindern. Weitere Informationen zum Thema Klimawandel und Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. (Lesen Sie auch: Quiz Allgemeinwissen: Testen Sie Ihr Wissen Jetzt!)















