Am 1. Februar 2026 warnte Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender des Essener Chemiekonzerns Evonik, eindrücklich vor einer zunehmenden Annäherung des deutschen Mittelstands an die Alternative für Deutschland (AfD). In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ äußerte Kullmann seine tiefe Besorgnis über diese Entwicklung und forderte eine klare Abgrenzung der Wirtschaft von der Partei.

- Die Sorge des Evonik Chefs über die AfD
- Mittelstand und die AfD: Eine gefährliche Liaison?
- Theo Müller und die AfD: Einzelfall oder Symptom?
- Evonik Afd: Klare Kante gegen Rechts
- Wirtschaftliche Stabilität vs. Politische Ideologie: Die Evonik Afd Perspektive
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Kullmann, der das börsennotierte Unternehmen Evonik leitet, das im Jahr 2024 einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro erwirtschaftete und über 30.000 Mitarbeiter beschäftigt, betonte die Bedeutung einer starken und widerstandsfähigen Industrie für den Erhalt des Wohlstands und die Bekämpfung sozialer Ängste. Er sieht in der Annäherung an die AfD eine gefährliche Tendenz, die die Grundwerte der Demokratie und die Stabilität der Wirtschaft gefährden könnte.
Die Sorge des Evonik Chefs über die AfD
Kullmann äußerte sich „bestürzt und richtig sauer“ über die aktuelle politische Lage in Deutschland. Er beobachtet mit Sorge, dass viele Wähler in der Bevölkerung offenbar bereit sind, autoritäre Lösungen dem demokratischen Diskurs vorzuziehen. Diese Entwicklung, so Kullmann, sei vor allem auf die Angst vor Wohlstandsverlusten und sozialem Abstieg zurückzuführen. „Genau deshalb ist es so wichtig, unsere Industrie zu stärken“, mahnte er.
Die RAG-Stiftung, die mit knapp 47 Prozent der Anteile größter Anteilseigner von Evonik ist, spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Folgekosten des deutschen Steinkohlenbergbaus, der 2018 eingestellt wurde. Diese sogenannten „Ewigkeitsaufgaben“ unterstreichen die langfristige Verantwortung, die Unternehmen wie Evonik für die Gesellschaft tragen. (Lesen Sie auch: Salzburg sucht zwischen Rekordtourismus und einheimischen Unmut…)
Die RAG-Stiftung sichert die Finanzierung der dauerhaften Verpflichtungen aus dem Steinkohlenbergbau, was die langfristige soziale Verantwortung von Unternehmen in Deutschland unterstreicht.
Mittelstand und die AfD: Eine gefährliche Liaison?
Die Debatte über die Beziehungen zwischen dem Mittelstand und der AfD ist nicht neu. Im Oktober 2025 hatte der Verband der Familienunternehmen zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen. Diese Einladung stieß auf massive Kritik und führte zum Austritt namhafter Mitgliedsfirmen wie Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola. Der Verband ruderte daraufhin zurück und bezeichnete die Einladung von AfD-Abgeordneten als Fehler. Diese Episode verdeutlicht die Sensibilität des Themas und die unterschiedlichen Meinungen innerhalb des Mittelstands.
Die Warnungen von Christian Kullmann von Evonik Afd unterstreichen die Notwendigkeit einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen dieser Entwicklung. Es geht darum, die Ängste und Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, gleichzeitig aber auch die Gefahren einer Annäherung an die AfD aufzuzeigen. Die Wirtschaft, so Kullmann, müsse sich klar zu den Werten der Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft bekennen und sich aktiv gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung einsetzen. Die Position von Evonik Afd ist hierbei eindeutig.
Theo Müller und die AfD: Einzelfall oder Symptom?
Auch der Molkerei-Unternehmer Theo Müller geriet Ende Januar 2026 in die Kritik, die AfD zu unterstützen. Er wehrte sich mit anwaltlicher Hilfe gegen diese Vorwürfe und betonte, er sei weder AfD-Mitglied noch Spender der Partei. In einem Zeitungsinterview räumte er jedoch regelmäßige Kontakte zu AfD-Chefin Alice Weidel ein und bezeichnete sie in einem Interview sogar als Freundin. Diese Aussagen sorgten für große Aufregung und warfen die Frage auf, inwieweit einzelne Unternehmer mit der AfD sympathisieren oder sie gar unterstützen. (Lesen Sie auch: Todeszahl steigt auf 41: Brand-Opfer (†18) verstirbt…)
Ob es sich bei den Fällen Müller und dem Verband der Familienunternehmen um Einzelfälle handelt oder ob sie ein Symptom einer tiefer liegenden Entwicklung sind, ist schwer zu beurteilen. Fest steht jedoch, dass die AfD versucht, in der Wirtschaft Fuß zu fassen und Unterstützung zu gewinnen. Die Partei profitiert dabei von der Unzufriedenheit vieler Unternehmer mit der aktuellen Wirtschaftspolitik und den steigenden Belastungen durch Bürokratie und Regulierung. Die klare Positionierung von Evonik Afd ist daher umso wichtiger.
Das Wichtigste in Kürze
Evonik-Chef Christian Kullmann warnt den Mittelstand vor einer Annäherung an die AfD. Er sieht darin eine Gefahr für die Demokratie und die Stabilität der Wirtschaft. Die Debatte um die Beziehungen zwischen Wirtschaft und AfD ist komplex und vielschichtig. Es geht darum, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen, gleichzeitig aber auch die Gefahren einer Annäherung an die AfD aufzuzeigen.
Evonik Afd: Klare Kante gegen Rechts
Die klare Haltung von Evonik Afd unter Christian Kullmann ist ein wichtiges Signal an die Wirtschaft und die Gesellschaft. Sie zeigt, dass es Unternehmen gibt, die bereit sind, sich öffentlich gegen die AfD zu positionieren und für die Werte der Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft einzutreten. Diese Haltung ist nicht selbstverständlich, da viele Unternehmen befürchten, durch eine klare Positionierung Kunden und Mitarbeiter zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen wie Evonik Mut beweisen und sich nicht von der AfD instrumentalisieren lassen.
Die Debatte um die Beziehungen zwischen Evonik Afd und der AfD wird sicherlich weitergehen. Es ist wichtig, dass diese Debatte offen und ehrlich geführt wird und dass alle Argumente auf den Tisch kommen. Nur so kann es gelingen, die Ursachen für die Annäherung an die AfD zu verstehen und wirksame Gegenstrategien zu entwickeln. Die Wirtschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle. Sie muss sich klar zu ihren Werten bekennen und sich aktiv für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen. (Lesen Sie auch: Wehrpflicht: Volksbefragung könnte laut Stocker im Herbst…)

Die AfD profitiert von der Unzufriedenheit vieler Unternehmer mit der aktuellen Wirtschaftspolitik und den steigenden Belastungen durch Bürokratie und Regulierung. Es ist wichtig, diese Probleme anzugehen, um der AfD den Nährboden zu entziehen.
Wirtschaftliche Stabilität vs. Politische Ideologie: Die Evonik Afd Perspektive
Die Warnungen von Kullmann von Evonik Afd sind nicht nur eine politische Stellungnahme, sondern auch ein Appell an die wirtschaftliche Vernunft. Eine stabile und prosperierende Wirtschaft ist auf eine offene und tolerante Gesellschaft angewiesen. Ausgrenzung und Diskriminierung gefährden den sozialen Frieden und die Innovationskraft, die für den wirtschaftlichen Erfolg unerlässlich sind. Die Evonik Afd Perspektive ist, dass eine Annäherung an die AfD langfristig der deutschen Wirtschaft schaden würde.
Die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft stellt eine große Herausforderung für die Wirtschaft dar. Unternehmen müssen sich aktiv für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen und Brücken bauen zwischen unterschiedlichen Meinungen und Lebensweisen. Dies erfordert Mut, Dialogbereitschaft und die Bereitschaft, auch unbequeme Positionen zu vertreten. Die Haltung von Evonik Afd in dieser Debatte ist wegweisend.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum warnt der Evonik-Chef vor einer Annäherung an die AfD?
Christian Kullmann sieht in der Annäherung des Mittelstands an die AfD eine Gefahr für die Demokratie, die Stabilität der Wirtschaft und die gesellschaftliche Vielfalt.
Was sind die Gründe für die Annäherung einzelner Unternehmer an die AfD?
Die Gründe sind vielfältig und reichen von Unzufriedenheit mit der aktuellen Wirtschaftspolitik über steigende Belastungen durch Bürokratie und Regulierung bis hin zu Ängsten vor Wohlstandsverlusten. (Lesen Sie auch: Elektromobilität: Prämie hebt Interesse an E-Autos stark…)
Welche Rolle spielt die RAG-Stiftung bei Evonik?
Die RAG-Stiftung ist mit knapp 47 Prozent der Anteile größter Anteilseigner von Evonik und sichert die Finanzierung der Folgekosten des deutschen Steinkohlenbergbaus.
Wie positioniert sich Evonik Afd als Unternehmen zu politischen Themen?
Evonik Afd bekennt sich klar zu den Werten der Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft und setzt sich aktiv gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung ein.
Welche Konsequenzen hat die Debatte um die AfD für die Wirtschaft?
Die Debatte führt zu einer Polarisierung der Gesellschaft und stellt Unternehmen vor die Herausforderung, sich klar zu positionieren und für den Zusammenhalt der Gesellschaft einzutreten.
Fazit
Die Warnungen von Evonik Afd Chef Christian Kullmann vor einer Annäherung des Mittelstands an die AfD sind ein Weckruf. Sie verdeutlichen die Notwendigkeit einer aktiven Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Wirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie muss sich klar zu ihren Werten bekennen, sich für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen und Brücken bauen zwischen unterschiedlichen Meinungen und Lebensweisen. Nur so kann es gelingen, die Demokratie zu stärken, den Wohlstand zu sichern und eine Zukunft für alle zu gestalten.
