📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 02.01.2026
Was ist bei der Explosion in Crans-Montana passiert?
Bei einer Explosion in Crans-Montana sind am 1. Januar 2026 etwa 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Tragödie ereignete sich in der Silvesternacht gegen 1:30 Uhr in der beliebten Bar „Le Constellation“ im Schweizer Luxus-Skiort. Rund 115 weitere Personen wurden verletzt, viele davon schwer. Bundespräsident Guy Parmelin sprach von „einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte der Schweiz“.
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren. Die Behörden schließen einen Terroranschlag aus und gehen von einem Unglück aus. Ein sogenannter „Flashover“ – eine schlagartige Durchzündung des gesamten Raumes – soll die Katastrophe ausgelöst haben.
Chronologie der Silvesternacht in Crans-Montana
| Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 1:30 Uhr | Polizei wird über Rauchentwicklung in der Bar alarmiert |
| 1:32 Uhr | Erste Einsatzkräfte treffen am Unglücksort ein |
| ab 1:35 Uhr | Großeinsatz mit 150 Rettungskräften, 13 Helikoptern, 40 Krankenwagen |
| Früher Morgen | Kanton Wallis ruft Notstand aus, Flugverbotszone eingerichtet |
| 10:30 Uhr | Erste Pressekonferenz der Behörden |
| Abend | Bundespräsident Parmelin spricht vor Ort in Sitten |
Opferzahlen und Verletzte nach dem Brand
Die Kantonspolizei Wallis bestätigte am Donnerstag etwa 40 Todesopfer. Rund 115 Personen wurden verletzt, die meisten davon schwer. Laut einem Schweizer Spitaldirektor waren die Betroffenen überwiegend zwischen 16 und 26 Jahre alt. Augenzeugen berichteten von „apokalyptischen Zuständen“ und Menschen mit schwersten Verbrennungen.
Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich schwierig und könnte Tage oder sogar Wochen dauern. Die Intensivstationen im Kanton Wallis sind vollständig ausgelastet. Schwerverletzte wurden in die Universitätsspitäler nach Lausanne, Zürich und Genf verlegt. Die Schweiz aktivierte den EU-Katastrophenschutzmechanismus, um medizinische Hilfe anzufordern.
Ausländische Staatsangehörige unter den Opfern
Unter den Opfern befinden sich laut Tages-Anzeiger auch ausländische Staatsbürger:
- Frankreich: 9 Verletzte, 8 Personen werden vermisst
- Italien: 16 Personen werden vermisst
- Australien: Mindestens ein Verletzter bestätigt
Crans-Montana ist ein international bekannter Skiort, der besonders über die Feiertage von Touristen aus aller Welt besucht wird. Die genauen Nationalitäten aller Opfer werden erst nach Abschluss der Identifizierung bekannt gegeben.
Was war die Ursache der Explosion?
Die genaue Brandursache wird noch ermittelt. Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, erklärte: „Es gibt mehrere Hypothesen. Unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat und das zu einer Explosion geführt hat.“
Augenzeugen und lokale Medien berichteten von möglichen Auslösern:
- Wunderkerzen auf Champagnerflaschen, die zu hoch gehalten wurden
- Pyrotechnik während der Silvesterfeier
- Die Decke der Bar soll aus leicht entflammbarem Material (möglicherweise Polyurethan) bestanden haben
Laut Blick soll ein Video zeigen, wie eine Mitarbeiterin eine brennende Wunderkerze auf einer Champagnerflasche in die Höhe hielt, woraufhin die Decke Feuer fing. Die Behörden wollten diese Berichte zunächst nicht bestätigen.
Die Bar „Le Constellation“ – Fragen zur Sicherheit
Die Bar „Le Constellation“ galt als beliebter Treffpunkt im Walliser Skiort und bot Platz für rund 300 Personen. Das Lokal wurde 2015 von einem französischen Ehepaar aus Korsika übernommen und vollständig renoviert. Nach der Tragödie wurden die Social-Media-Auftritte der Bar gelöscht.
Kritische Fragen stellen sich nun zur Sicherheit:
- Auf einer Bewertungsplattform erhielt die Bar nur 6,5 von 10 Punkten in der Kategorie Sicherheit
- Das Untergeschoss soll nur über einen schmalen Fluchtweg verfügt haben
- Die Innenausstattung war stark von Holzelementen geprägt
- Ob die Brandschutzvorschriften eingehalten wurden, wird untersucht
💡 Wichtig: Die Behörden haben eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Das Gebiet um die Bar ist weiträumig abgesperrt, eine Flugverbotszone wurde eingerichtet.
Reaktionen auf die Silvester-Tragödie
Bundespräsident Guy Parmelin besuchte noch am Neujahrstag den Unglücksort und sprach den Betroffenen Mut zu: „Sie sind nicht allein.“ Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drückte ihr Beileid aus und bot medizinische Unterstützung an.
Am Abend des 1. Januar versammelten sich zahlreiche Menschen vor der zerstörten Bar zu einer Trauerkundgebung. Blumen und Kerzen wurden niedergelegt. Ein Augenzeuge sagte gegenüber Reuters: „Es war wie ein Horrorfilm. Ich habe meine beste Freundin verloren, die in meinen Armen lag.“
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viele Menschen starben bei der Explosion in Crans-Montana?
Bei der Explosion in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana kamen etwa 40 Menschen ums Leben. Rund 115 weitere Personen wurden verletzt, viele davon schwer. Die genaue Opferzahl kann sich noch ändern, da die Identifizierung noch andauert.
Was hat die Explosion in Crans-Montana ausgelöst?
Die genaue Ursache wird noch ermittelt. Die Hauptthese der Behörden ist ein „Flashover“ – eine schlagartige Durchzündung des gesamten Raumes. Augenzeugen berichten von Wunderkerzen auf Champagnerflaschen, die möglicherweise die Decke entzündet haben. Ein Terroranschlag wurde ausgeschlossen.
Wo liegt Crans-Montana?
Crans-Montana ist ein bekannter Luxus-Skiort im Kanton Wallis in der Schweiz. Die Gemeinde liegt in den Schweizer Alpen, etwa 40 Kilometer nördlich des Matterhorns und rund 200 Kilometer südlich von Bern. Der nächste große Flughafen ist Genf (180 km entfernt).
Waren auch Deutsche unter den Opfern?
Stand 2. Januar 2026 gibt es keine offiziellen Angaben zu deutschen Opfern. Die Identifizierung der Opfer dauert an und kann laut Behörden noch Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. Unter den Betroffenen sind Staatsangehörige aus Frankreich, Italien und Australien.
Wem gehört die Bar „Le Constellation“?
Die Bar wurde 2015 von einem französischen Ehepaar aus Korsika übernommen und renoviert. Das Paar betreibt mehrere gastronomische Lokale in der Region Crans-Montana. Nach dem Unglück wurden die Social-Media-Seiten der Bar gelöscht.
Fazit: Ermittlungen zur Brandkatastrophe laufen
Die Explosion in Crans-Montana hat die Schweiz erschüttert. Mit etwa 40 Toten und über 100 Verletzten handelt es sich um eine der schlimmsten Katastrophen in der jüngeren Geschichte des Landes. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an. Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und zum Brandschutz in der Bar „Le Constellation“ werden in den kommenden Wochen im Fokus stehen. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald neue Informationen vorliegen.
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