Im Fall Fabian Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage wegen heimtückischen Mordes erhoben. Die Anklage richtet sich gegen eine Frau, die seit Anfang November in Untersuchungshaft sitzt. Das gab die Behörde bekannt, nachdem die Ermittlungen fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Jungen abgeschlossen wurden.

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Fall Fabian Güstrow: Anklage wegen Mordes erhoben
Fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage erhoben. Wie Stern berichtet, lautet der Vorwurf gegen die Tatverdächtige, die seit November in Untersuchungshaft sitzt, heimtückischer Mord. (Lesen Sie auch: Fall Fabian: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes)
Was bedeutet heimtückischer Mord?
Heimtückischer Mord bedeutet, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausnutzt. Das Opfer soll keine Möglichkeit haben, sich zu verteidigen oder den Angriff abzuwehren. Dieses Merkmal muss bei der Tat gegeben sein, um als heimtückischer Mord zu gelten. Die Staatsanwaltschaft sieht dies im Fall Fabian Güstrow als gegeben an.
Das ist passiert
- Achtjähriger Fabian aus Güstrow gewaltsam zu Tode gekommen.
- Tatverdächtige seit Anfang November in Untersuchungshaft.
- Staatsanwaltschaft Rostock erhebt Anklage wegen heimtückischen Mordes.
- Ermittlungen dauerten fünf Monate.
Wie geht es nun im Fall Fabian Güstrow weiter?
Mit der Anklageerhebung beginnt nun die Vorbereitung auf den Gerichtsprozess. Das Landgericht wird die Anklage prüfen und entscheiden, ob es zur Hauptverhandlung kommt. In diesem Verfahren werden dann Zeugen gehört und Beweismittel geprüft, um den Fall aufzuklären und ein Urteil zu fällen. Die Hintergründe der Tat bleiben vorerst unklar. (Lesen Sie auch: Erdbeben Griechenland: erschüttert: Was wir über die…)
Welche Strafe droht bei heimtückischem Mord?
In Deutschland wird heimtückischer Mord mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet. Es ist die höchste Strafe, die das deutsche Strafrecht vorsieht. Das Gericht kann in bestimmten Fällen auch eine Sicherungsverwahrung anordnen, wenn von dem Täter weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Informationen zum Strafrecht finden sich auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz.
Wie werden Kinder vor Gewalt geschützt?
Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Verschiedene Institutionen und Gesetze sollen Kinder vor Gewalt und Vernachlässigung schützen. Dazu gehören unter anderem das Jugendamt, das Familiengericht und die Polizei. Es gibt auch zahlreiche Beratungsstellen und Hilfsangebote für Kinder und Familien in Not. Eine Übersicht bietet beispielsweise die Webseite des Kinderschutzbundes. (Lesen Sie auch: Wöginger Prozess: Schmid Belastet Schwer?)
Der Begriff „Heimtücke“ ist im deutschen Strafgesetzbuch (§ 211 StGB) definiert und beschreibt eine besonders verwerfliche Art der Tötung.
Der Fall Fabian Güstrow hat in der Region große Bestürzung ausgelöst. Viele Menschen fragen sich, wie es zu dieser schrecklichen Tat kommen konnte. Die Aufklärung des Falles und die juristische Aufarbeitung werden zeigen, ob Gerechtigkeit für Fabian hergestellt werden kann. (Lesen Sie auch: Essen Gehen Tipps: So Sparen Sie Clever…)
















