Feldhasen Deutschland: Experten warnen vor neuer Virusgefahr
Feldhasen in Deutschland erfreuen sich weiterhin einer stabilen Population. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) leben hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese. Doch trotz dieser erfreulichen Zahlen warnen Experten vor neuen Risiken, insbesondere durch die Ausbreitung der Myxomatose.

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- Feldhasen Deutschland: Experten warnen vor neuer Virusgefahr
- Wie entwickeln sich die Feldhasenbestände in Deutschland im Jahresverlauf?
- Bestandsentwicklung der Feldhasen in Deutschland
- Regionale Unterschiede in der Feldhasenpopulation
- Die Rolle der Nettozuwachsrate
- Neue Bedrohung durch die Myxomatose
- Ausblick auf die zukünftige Entwicklung
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung: (Lesen Sie auch: Natur und Umwelt: Wie es den Feldhasen…)
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Wie entwickeln sich die Feldhasenbestände in Deutschland im Jahresverlauf?
Die Entwicklung der Hasenbestände wird anhand der Nettozuwachsrate gemessen, bei der die Bestände im Frühjahr und Herbst verglichen werden. Im vergangenen Jahr betrug der Zuwachs bundesweit etwa sieben Prozent. In einigen Regionen, wie dem westdeutschen Mittelgebirge, fiel er deutlich höher aus.
Die wichtigsten Fakten
- Feldhasenbestand in Deutschland stabil bei 19 Tieren pro Quadratkilometer.
- Anstieg der Bestände im Vergleich zu vor 20 Jahren um über 25 Prozent.
- Sorge um die Ausbreitung der Myxomatose unter den Tieren.
- Nettozuwachsrate im vergangenen Jahr bundesweit bei etwa sieben Prozent.
Bestandsentwicklung der Feldhasen in Deutschland
Der Feldhasenbestand in Deutschland zeigt eine positive Entwicklung. Wie Stern berichtet, ergaben Hochrechnungen im Frühjahr 2025 eine Dichte von 19 Feldhasen pro Quadratkilometer. Dies entspricht dem Niveau der Vorjahre und übertrifft den Wert von vor 20 Jahren um mehr als ein Viertel. Grundlage dieser Zahlen sind Zählungen in über 400 Referenzgebieten, deren Ergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet übertragen wurden. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Gerettet: Steigendes Wasser Half!)
Regionale Unterschiede in der Feldhasenpopulation
Die Verteilung der Feldhasen variiert regional. Besonders hohe Dichten finden sich im nordwestdeutschen Tiefland mit durchschnittlich 30 Hasen pro Quadratkilometer. Die Deutsche Wildtier Stiftung beobachtet in ihrem Referenzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern sogar noch höhere Werte, was auf die positiven Auswirkungen einer wildtierfreundlichen Landnutzung hindeutet.
Die Rolle der Nettozuwachsrate
Die Nettozuwachsrate ist ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Hasenbestände. Wissenschaftler des Thünen-Instituts vergleichen hierfür die Bestände im Frühjahr und Herbst. Im vergangenen Jahr lag der bundesweite Zuwachs bei etwa sieben Prozent, wobei es regionale Unterschiede gab. Im westdeutschen Mittelgebirge war der Zuwachs doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, während er im Nordwesten und Nordosten bei rund zwölf Prozent lag. Im Winter sinkt die Zahl der Feldhasen üblicherweise wieder. (Lesen Sie auch: Wismar Wal: Rettungsaktion für Buckelwal in der…)
Neue Bedrohung durch die Myxomatose
Eine wachsende Sorge stellt die Myxomatose dar, eine Viruserkrankung, die für Feldhasen gefährlich werden kann. Der Deutsche Jagdverband und die Wildtier Stiftung beobachten die Ausbreitung dieser Krankheit aufmerksam. Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich für eine wildtierfreundliche Landwirtschaft ein, um den Lebensraum der Feldhasen zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten zu stärken.
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung
Die stabilen Feldhasenbestände in Deutschland sind erfreulich, doch die neue Bedrohung durch die Myxomatose erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Krankheit weiter ausbreitet und welche Auswirkungen sie auf die Populationen haben wird. Maßnahmen zur Förderung einer wildtierfreundlichen Landwirtschaft und zur Verbesserung des Lebensraums der Tiere sind entscheidend, um die Bestände langfristig zu sichern. Die Entwicklung der Feldhasenpopulationen wird weiterhin genau beobachtet, um frühzeitig auf mögliche Gefahren reagieren zu können. (Lesen Sie auch: Ostsee Wal Gestrandet: Rettungsaktion für Buckelwal bei…)

Informationen zum Feldhasen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.














