Der Morgenkreis im Kindergarten ist ein wichtiges Ritual, das den Tag strukturiert und die Gemeinschaft stärkt. Fingerspiele sind dabei besonders wertvolle Elemente, da sie die Feinmotorik der Kinder fördern, ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern und gleichzeitig für viel Spaß und Freude sorgen. Mit einfachen Bewegungen, eingängigen Reimen und kleinen Geschichten werden die Kinder sanft in den Kindergartenalltag eingeführt und können spielerisch ihre sprachlichen und motorischen Fähigkeiten entwickeln.
Für Erzieherinnen und Erzieher bieten Fingerspiele im Morgenkreis eine hervorragende Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Gruppe zu bündeln und eine positive Atmosphäre zu schaffen. Die acht Fingerspiele, die wir hier vorstellen, sind besonders gut für den Einstieg in den Tag geeignet und lassen sich je nach Jahreszeit, Thema oder Gruppensituation flexibel einsetzen. Sie sind leicht zu erlernen, benötigen keinerlei Materialien und können spontan durchgeführt werden – ideal für die tägliche Praxis im Kindergarten.
Fingerspiele im Überblick: Kurze spielerische Übungen mit Händen und Fingern, begleitet von Reimen oder Liedern.
Nutzen: Fördern Sprache, Rhythmusgefühl und Feinmotorik bei Kindergartenkindern.
Einsatz: Ideal zur Strukturierung des Morgenkreises und als Übergang zwischen verschiedenen Aktivitäten.
Die Bedeutung von Fingerspielen im Kindergartenalltag
Fingerspiele nehmen im Kindergartenalltag eine zentrale Rolle ein, da sie spielerisch die Feinmotorik und Sprachentwicklung der Kinder fördern. Durch die rhythmischen Bewegungen und begleitenden Reime werden nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch das Gedächtnis und die koordinativen Fähigkeiten der Kleinen trainiert, ähnlich wie gemeinsame Aktivitäten die Gemeinschaft stärken – vergleichbar mit dem Zusammenhalt, den wir beim gemeinsamen Genießen regionaler Spezialitäten erleben. Die regelmäßige Integration von Fingerspielen in den Tagesablauf schafft zudem wichtige Rituale, die den Kindern Sicherheit und Orientierung bieten. Als kreatives pädagogisches Werkzeug ermöglichen Fingerspiele Erzieherinnen und Erziehern, komplexe Themen kindgerecht zu vermitteln und gleichzeitig eine emotionale Bindung zu den Kindern aufzubauen.
Warum Fingerspiele für Kindergartenkinder so wichtig sind
Fingerspiele bieten Kindergartenkindern eine wunderbare Möglichkeit, ihre feinmotorischen Fähigkeiten auf spielerische Weise zu trainieren und zu verfeinern. Sie fördern gleichzeitig die Sprachentwicklung, da Kinder durch die Verbindung von Bewegung und Sprache neue Wörter und Redewendungen leichter verinnerlichen können. Die regelmäßige Durchführung von Fingerspielen unterstützt zudem die Konzentrationsfähigkeit der Kleinen, weil sie aufmerksam den Anweisungen folgen und ihre Bewegungen koordinieren müssen. Darüber hinaus stärken diese kurzen, interaktiven Übungen das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe, wenn alle Kinder gemeinsam die Bewegungen ausführen und sich darüber freuen. Nicht zuletzt sind Fingerspiele ein wichtiges Ritual im Kindergartenalltag, das den Kindern Struktur gibt und ihnen hilft, sich auf nachfolgende Aktivitäten einzustimmen oder zur Ruhe zu kommen.
Wussten Sie? Fingerspiele fördern gleichzeitig die Feinmotorik, Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit bei Kindergartenkindern.
Laut Entwicklungspsychologen verbessern regelmäßige Fingerspiele die Handkoordination, was später das Schreibenlernen erleichtert.
Kinder, die häufig an Fingerspielen teilnehmen, zeigen oft eine bessere Merkfähigkeit und ein ausgeprägteres Rhythmusgefühl.
Die 5 beliebtesten Fingerspiele für den Kindergarten

Fingerspiele gehören zu den beliebtesten Aktivitäten im Kindergartenalltag, wobei besonders „Fünf kleine Fische“ mit seinen lebhaften Bewegungen die Kinder begeistert. „Zehn kleine Zappelmänner“ trainiert spielerisch die Feinmotorik und sorgt für Konzentration, während das traditionelle „Fingerfamilie“-Spiel den Kindern dabei hilft, soziale Strukturen zu verstehen, ähnlich wie kleine Stars ihre ersten Schritte vor der Kamera machen. Das rhythmische „Backe, backe Kuchen“ vervollständigt die Top 5 und fördert durch seine einfachen, wiederholenden Bewegungen die Koordination und Sprachentwicklung der Kleinen.
So fördern Fingerspiele die motorische Entwicklung von Kindergartenkindern
Durch die regelmäßige Ausführung von Fingerspielen trainieren Kindergartenkinder ihre Feinmotorik und verbessern die Koordination zwischen Augen und Händen. Die gezielten Bewegungen einzelner Finger stärken die Muskulatur der kleinen Hände und bereiten die Kinder optimal auf spätere Tätigkeiten wie das Schreiben und Zeichnen vor. Bei komplexeren Fingerspielen werden zudem beide Gehirnhälften aktiviert, was die Vernetzung der Nervenbahnen fördert und die Grundlage für viele kognitive Fähigkeiten schafft. Die spielerische Komponente dieser Übungen sorgt dafür, dass die Kinder mit Freude bei der Sache bleiben und ganz nebenbei ihre motorischen Fähigkeiten verbessern, ohne Druck oder Leistungsanforderungen zu spüren.
- Stärkung der Feinmotorik und Hand-Auge-Koordination durch gezielte Fingerbewegungen
- Vorbereitung auf Schreiben und andere feinmotorische Tätigkeiten
- Aktivierung beider Gehirnhälften und Förderung der Nervenvernetzung
- Spielerisches Lernen ohne Leistungsdruck
Fingerspiele im Morgenkreis: Ideen für Kindergartenpädagogen
Der Morgenkreis bietet die ideale Gelegenheit, um mit den Kindern gemeinsam in den Kindergartentag zu starten und dabei spielerisch ihre motorischen Fähigkeiten zu fördern. Beliebte Klassiker wie „Der Daumen ist ein dicker Mann“ oder „Fünf kleine Fische“ sorgen für Begeisterung und trainieren gleichzeitig die Feinmotorik und Koordination der kleinen Finger. Ein tägliches Repertoire von drei bis fünf verschiedenen Fingerspielen schafft Rituale, die den Kindern Sicherheit geben und zugleich ihre sprachliche Entwicklung unterstützen. Besonders wirkungsvoll werden die Spiele, wenn Erzieherinnen und Erzieher mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik die Geschichten lebendig werden lassen und die Kinder zum Mitmachen animieren. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen ruhigen, konzentrationsfordernden Fingerspielen und lebhafteren Bewegungsspielen bleibt die Aufmerksamkeit der Gruppe erhalten und alle Kinder können entsprechend ihres Entwicklungsstandes teilnehmen.
Fingerspiele im Morgenkreis fördern gleichzeitig Feinmotorik, Sprachentwicklung und Konzentration der Kinder.
Für einen gelungenen Morgenkreis empfiehlt sich eine Mischung aus bekannten und neuen Fingerspielen, die etwa 10-15 Minuten dauert.
Die meisten Fingerspiele eignen sich bereits für Kinder ab 2 Jahren und können durch Wiederholung schnell verinnerlicht werden.
Jahreszeitliche Fingerspiele für den Kindergarten
Die jahreszeitlichen Fingerspiele bieten Kindern im Kindergarten eine wunderbare Möglichkeit, den Rhythmus der Natur spielerisch zu erleben und gleichzeitig ihre Feinmotorik zu schulen. Mit den Jahreszeiten wechseln auch die Themen der Fingerspiele – vom Schneeflockentanz im Winter über das Blumenerwachen im Frühling bis hin zum zinssparenden Sammeln von bunten Herbstblättern, was Kindern spielerisch wirtschaftliche Grundkonzepte näherbringen kann. Durch die regelmäßige Wiederholung der jahreszeitlichen Fingerspiele entwickeln die Kinder ein tieferes Verständnis für den Kreislauf des Jahres und können ihr Wissen über die Natur auf anschauliche Weise vertiefen.
Fingerspiele für mehrsprachige Kindergartengruppen

Fingerspiele eignen sich hervorragend für mehrsprachige Kindergartengruppen, da sie durch ihre visuellen Elemente auch ohne vollständiges Sprachverständnis funktionieren. Die begleitenden Handbewegungen helfen Kindern mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen, den Inhalt zu verstehen und aktiv mitzumachen. Besonders beliebt sind Fingerspiele, bei denen Schlüsselwörter in verschiedenen Sprachen wiederholt werden, wodurch alle Kinder ihre Muttersprache wiedererkennen können. Durch den Einsatz von mehrsprachigen Fingerspielen fördern Erzieherinnen und Erzieher nicht nur die Sprachentwicklung, sondern schaffen auch ein inklusives Umfeld, in dem kulturelle Vielfalt wertgeschätzt wird.
- Fingerspiele überbrücken Sprachbarrieren durch visuelle Elemente und Bewegungen
- Mehrsprachige Varianten fördern die Wertschätzung verschiedener Sprachen und Kulturen
- Alle Kinder können unabhängig von ihren Sprachkenntnissen teilnehmen und Erfolgserlebnisse haben
- Die spielerische Einbindung verschiedener Sprachen unterstützt interkulturelles Lernen im Kindergartenalltag
Selbst Fingerspiele für den Kindergarten entwickeln: Tipps und Tricks
Das Entwickeln eigener Fingerspiele kann eine bereichernde Erfahrung für Erzieher*innen sein und ermöglicht es, die individuellen Bedürfnisse der Kindergruppe zu berücksichtigen. Beginnen Sie mit einem einfachen Thema, das die Kinder gerade interessiert, wie Tiere, Jahreszeiten oder alltägliche Situationen, und überlegen Sie sich dazu passende Handbewegungen, die selbst die Kleinsten nachahmen können. Achten Sie auf einen eingängigen Rhythmus und Reime, die den Kindern helfen, sich die Bewegungsabläufe besser zu merken und gleichzeitig ihre Sprachentwicklung fördern. Experimentieren Sie mit verschiedenen Varianten und scheuen Sie sich nicht, gemeinsam mit den Kindern bestehende Fingerspiele weiterzuentwickeln oder anzupassen, denn gerade diese kreative Zusammenarbeit macht den besonderen Reiz selbstentwickelter Fingerspiele aus.
Häufige Fragen zu Fingerspiele Kindergarten
Was sind die Vorteile von Fingerspielen im Kindergartenalltag?
Fingerspiele fördern bei Kleinkindern gleich mehrere Entwicklungsbereiche. Sie verbessern die Feinmotorik und Handkoordination durch präzise Bewegungsabläufe. Sprachliche Fähigkeiten werden durch Reime und Wortwiederholungen trainiert. Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit steigen beim Merken der Spielabläufe. Die Handübungen stärken zudem die Fingermuskulatur, was später die Stifthaltung beim Schreiben begünstigt. In Kitas und Vorschulgruppen dienen Fingerverse auch als Ritual zur Gruppeneinteilung oder Überbrückung von Wartezeiten. Nicht zuletzt fördern die gemeinsamen Aktivitäten das soziale Miteinander und machen den Kindern einfach Freude.
Welche Fingerspiele eignen sich besonders für Kindergartenkinder zwischen 3-6 Jahren?
Für diese Altersgruppe empfehlen sich Fingerspiele mit einfachen Handlungen und einprägsamen Reimen. Klassiker wie „Zehn kleine Zappelmänner“ oder „Der Daumen ist im Wald spazieren“ sind besonders beliebt. „Die kleine Schnecke“ ermöglicht durch langsame Fingerbewegungen erste Erfolge. Bei älteren Kindergartenkindern funktionieren auch komplexere Spiele wie „Fünf kleine Fische“ mit mehreren Bewegungsfolgen gut. Jahreszeitlich passende Verse wie „Fünf kleine Blätter“ im Herbst oder „Der Schneemann“ im Winter wecken zusätzliches Interesse. Mit zunehmendem Alter können die Erzieherinnen auch anspruchsvollere Fingerreime einführen, bei denen einzelne Finger gezielt und unabhängig voneinander bewegt werden müssen. Diese fördern gezielt die Handgeschicklichkeit, die später beim Schreibenlernen wichtig wird.
Wie kann man Fingerspiele im Morgenkreis optimal einsetzen?
Im Morgenkreis fungieren Fingerspiele ideal als Ritual zur Einstimmung auf den Tag. Sie sollten kurz und energiegeladen sein, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu bündeln. Eine klare Sitzposition im Kreis unterstützt den Blickkontakt, sodass alle Handgesten gut sichtbar sind. Die pädagogische Fachkraft sollte langsam und deutlich vorsprechen, während sie die Bewegungen zeitgleich demonstriert. Bewährt hat sich, täglich wechselnde Kindergartenkinder als „Fingerspiel-Helfer“ zu bestimmen. Fingerspielverse können thematisch auf aktuelle Projekte oder Jahreszeiten abgestimmt werden. Ein Rhythmus von 2-3 Handaktivitäten pro Morgenrunde ist optimal – längere Sequenzen überfordern die Konzentrationsfähigkeit der Gruppe. Für Abwechslung sorgen ruhige Spielvarianten und lebhaftere Versionen mit ganzkörperlicher Beteiligung.
Wie erstelle ich selbst neue Fingerspiele für meine Kindergartengruppe?
Bei der Entwicklung eigener Fingerreime sollten Sie zunächst ein kindergerechtes Thema wählen, das die Lebenswelt der Kleinen anspricht. Beginnen Sie mit einfachen Bewegungsabläufen für 3-5 Finger und nutzen Sie Reimpaare mit klarer Struktur. Kurze, prägnante Sätze erleichtern das Mitsprechen. Die Handaktionen sollten zur Textbedeutung passen – etwa Zeigefinger-Wackeln für „der Wurm kriecht hin und her“. Experimentieren Sie mit Tempowechseln und Lautstärkeunterschieden, um die Aufmerksamkeit der Kindergruppe zu halten. Hilfreich ist das Aufschreiben und Illustrieren der Bewegungsanweisungen. Beziehen Sie die Vorschulkinder beim Erfinden neuer Strophen ein – das steigert ihre Sprachkompetenz und Kreativität. Neue Fingerverse lassen sich wunderbar in bestehende Themenwochen oder aktuelle Projekte der Kindertagesstätte integrieren.
Wie können Fingerspiele gezielt zur Sprachförderung im Kindergarten eingesetzt werden?
Fingerspiele bieten vielfältige sprachliche Lernmöglichkeiten für Kindergartenkinder. Durch rhythmische Verse erweitern sie ihren Wortschatz und verinnerlichen grammatikalische Strukturen spielerisch. Besonders wertvoll sind Handreime mit Lautwiederholungen wie „Der dicke, fette Pfannkuchen“, die phonologische Bewusstheit fördern – eine wichtige Vorläuferfähigkeit für den späteren Schriftspracherwerb. Mehrsprachige Kinder profitieren von der Kombination aus Bewegung und Sprache, da die visuellen Handlungen das Textverständnis unterstützen. Bei Sprachentwicklungsverzögerungen können verkürzte, individuell angepasste Fingerspiel-Varianten eingesetzt werden. Gezielte Fragen nach den Fingerversen („Was machte der Daumen?“) regen zum aktiven Sprechen an. Die gemeinsame Betrachtung von illustrierten Fingerspiel-Karten unterstützt zusätzlich den Wortschatzerwerb und die Sprechfreude.
Welche Materialien und Hilfsmittel ergänzen Fingerspiele im Kindergarten sinnvoll?
Fingerpuppen aus Stoff, Filz oder Papier verwandeln einfache Handspiele in kleine Theatervorführungen und faszinieren bereits die Krippenkinder. Bildkarten mit Fingerspiel-Anleitungen helfen pädagogischen Fachkräften beim Anleiten und ermöglichen älteren Vorschulkindern selbstständiges Üben. Farbige Fingerfarben für „Fingerstempel-Reime“ sprechen die taktile Wahrnehmung an. Knöpfe, Kastanien oder kleine Figuren eignen sich als „Mitspieler“ auf den Fingerspitzen. Bei komplexeren Handversen unterstützen aufgezeichnete Audioversionen das Erlernen. Thematisch passende Bilderbücher zu beliebten Fingerreimen vertiefen die Inhalte. Für inklusive Kindergartengruppen bieten sich spezielle Fingerspiel-Karten mit Gebärdensprache an. Bei regelmäßigen Elternnachmittagen können Handspiel-Sammlungen zum Mitnehmen vorbereitet werden, um die sprachfördernden Aktivitäten auch im häuslichen Umfeld zu etablieren.











