Aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi kommt es am Hauptstadtflughafen BER zu umfangreichen Flugausfällen. Der Flughafenbetreiber hat angekündigt, den Passagierflugbetrieb am Mittwoch vollständig einzustellen. Betroffen sind zahlreiche Reisende, die nun auf alternative Reisemöglichkeiten umbuchen müssen.

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Flugausfälle Ber: Was bedeutet der Streik für Reisende?
Der Streik führt zu erheblichen Beeinträchtigungen für Passagiere. Der Flughafenbetreiber empfiehlt Reisenden, sich umgehend mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen, um Informationen zu Umbuchungen und alternativen Reisemöglichkeiten zu erhalten. Viele Flüge wurden bereits gestrichen, was zu langen Wartezeiten und Verspätungen führen kann. (Lesen Sie auch: Luftverkehr: Warnstreik: Kein Betrieb am Hauptstadtflughafen am…)
Das ist passiert
- Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik am BER aufgerufen.
- Der Flughafenbetreiber stellt den Passagierflugbetrieb am Mittwoch vollständig ein.
- Betroffen sind 445 Flüge mit etwa 57.000 Passagieren.
- Verdi fordert 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro zusätzlich pro Monat.
Warum kommt es zu den Flugausfällen am BER?
Die Gewerkschaft Verdi begründet den Warnstreik mit der „Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“. Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) über höhere Löhne für rund 2.000 Beschäftigte. Zu den betroffenen Bereichen gehören unter anderem die Feuerwehr, die Verkehrsleitung und das Terminalmanagement.
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi
Verdi fordert für die Beschäftigten 6 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat. Zudem soll ein zusätzlicher freier Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchgesetzt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 12 Monate betragen. Das Angebot der Arbeitgeberseite von jährlich rund 1 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit bis Ende 2028 wurde von Verdi als „Provokation am Verhandlungstisch“ zurückgewiesen, wie Stern berichtet. (Lesen Sie auch: Luftverkehr: Warnstreik: Kein Betrieb am Hauptstadtflughafen am…)
Verdi verhandelt mit der FBB über die Gehälter von rund 2.000 Mitarbeitern, darunter Personal in sicherheitsrelevanten Bereichen.
Kritik von der Flughafengesellschaft
Die FBB kritisiert den Arbeitskampf als unverhältnismäßig, insbesondere angesichts der angespannten globalen Lage. FBB-Chefin Aletta von Massenbach betonte, dass die nächste Verhandlungsrunde bereits für den 25. März angesetzt sei und zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werden könne. Die FBB rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich bei den jeweiligen Fluggesellschaften über Umbuchungen und alternative Reisemöglichkeiten zu informieren. (Lesen Sie auch: Mineralölkonzerne Kritik: Abzocke an der Zapfsäule?)
Der Flughafen BER bietet auf seiner Webseite aktuelle Informationen zur Betriebslage.
Auswirkungen auf den Flugbetrieb
Der Warnstreik führt zu einem vollständigen Stillstand des Passagierflugbetriebs am BER. Insgesamt sind 445 Abflüge und Landungen betroffen, was etwa 57.000 Passagiere betrifft. Obwohl einige Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste und die Sicherheitskontrollen von Dienstleistern erbracht werden, die nicht vom Streik betroffen sind, ist die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs nicht möglich.
Die Situation am Flughafen BER verdeutlicht die angespannte Lage in den Tarifverhandlungen. Ob die nächste Verhandlungsrunde am 25. März zu einer Einigung führen wird, bleibt abzuwarten. Für Reisende bedeutet der Streik erhebliche Unannehmlichkeiten und die Notwendigkeit, alternative Reisemöglichkeiten zu finden. Nachrichtenportale berichten laufend über die aktuelle Lage. (Lesen Sie auch: Tankstellenpreise Abzocke? Koalition Greift Konzerne)















