Der Fall einer frau am Großglockner erfroren, die im Januar 2025 während einer Bergtour ums Leben kam, hat nun ein juristisches Nachspiel. Ein Gericht in Innsbruck verurteilte ihren Freund, der sie kurz unterhalb des Gipfels zurückgelassen hatte, zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 9.400 Euro. Das Urteil erfolgte wegen grob fahrlässiger Tötung.

Hintergrund des tragischen Vorfalls am Großglockner
Der Vorfall ereignete sich im Januar 2025, als die 33-jährige Frau und ihr damals 37 Jahre alter Freund den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs, besteigen wollten. Laut Anklage ließ der Mann seine Partnerin in der Nacht „schutzlos, entkräftet, unterkühlt und desorientiert“ zurück, woraufhin sie an Unterkühlung starb. Der Mann hatte angegeben, Hilfe holen zu wollen. (Lesen Sie auch: Sakamoto Kaori: Japans Eiskunstlauf-Star im Fokus)
Das Urteil und die Reaktion des Angeklagten
Das Urteil wurde nach einem 13-stündigen Prozess am Landesgericht Innsbruck gefällt. Der Angeklagte hatte sich zu Beginn des Prozesses in einem emotionalen Statement geäußert und gesagt, dass ihm das Geschehene „unendlich leid“ tue. Er bekannte sich jedoch nicht schuldig. Sein Verteidiger argumentierte, dass der Tod der Frau ein tragischer Unglücksfall gewesen sei und dass sein Mandant keine alpine Ausbildung habe.
Laut DIE ZEIT gab der Angeklagte vor Gericht an, er habe keinerlei Alpin-Ausbildung und sei somit keinesfalls in der Rolle des Bergführers gewesen. Er habe sich Wissen nicht in Kursen angeeignet, sondern direkt am Berg und durch Onlinevideos. Die Freundin sei zudem ebenfalls begeisterte Bergsteigerin und sehr sportlich gewesen. „Wir haben die Tour immer gemeinsam geplant und die Entscheidungen gemeinsam getroffen“, sagte er. (Lesen Sie auch: Hans Sigl: Vom Bergdoktor zum Late-Night-Talker?)
Juristische Bewertung und Konsequenzen
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann grob fahrlässig gehandelt hat, indem er seine Freundin in der Notlage zurückließ. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass er die Frau in einer lebensbedrohlichen Situation im Stich gelassen habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der Großglockner: Ein anspruchsvoller Berg
Der Großglockner ist mit einer Höhe von 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs und ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Allerdings stellt die Besteigung auch hohe Anforderungen an Kondition, Ausrüstung und alpine Erfahrung. Das Wetter in den Alpen kann sich schnell ändern, und es besteht immer die Gefahr von Stürmen, Kälte und Nebel. Informationen zum Berg gibt es beim offiziellen Tourismusportal Österreich. (Lesen Sie auch: Julia Sauter: Vom deutschen Kader zu Olympia…)
Frau am Großglockner erfroren: Was bedeutet das für die Zukunft des Bergsteigens?
Dieser tragische Fall wirft Fragen nach der Verantwortung von Bergsteigern und der Risikobewertung bei Bergtouren auf. Es zeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und alpine Erfahrung sind, um solche Unglücke zu vermeiden. Auch die partnerschaftliche Verantwortung spielt eine große Rolle.

Die Alpenvereine bieten Kurse und Informationen zur Vorbereitung auf Bergtouren an, um die Sicherheit am Berg zu erhöhen. (Lesen Sie auch: Juventus Turin – Wolfsburg: Wolfsburgs Fußballerinnen)
FAQ zu frau am Großglockner erfroren
Häufig gestellte Fragen zu frau am großglockner erfroren
Wie hoch war die Strafe für den Bergsteiger, der seine Freundin am Großglockner zurückließ?
Der Bergsteiger wurde vom Landesgericht Innsbruck zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 9.400 Euro verurteilt. Das Urteil erfolgte wegen grob fahrlässiger Tötung, da er seine Freundin in einer Notlage am Berg zurückgelassen hatte.
Wann ereignete sich der tragische Vorfall am Großglockner, bei dem eine Frau erfroren ist?
Der Vorfall ereignete sich im Januar 2025. Die Frau und ihr Freund waren auf dem Weg zum Gipfel des Großglockners, als die Frau entkräftet zurückblieb und später an Unterkühlung starb, während ihr Freund versuchte, Hilfe zu holen.
Welche Argumente brachte der Verteidiger des angeklagten Bergsteigers vor Gericht vor?
Der Verteidiger argumentierte, dass der Tod der Frau ein tragischer Unglücksfall gewesen sei und dass sein Mandant keine alpine Ausbildung habe. Er betonte, dass der Angeklagte seine Freundin zurückließ, um Hilfe zu holen, und dass beide Partner die Tour gemeinsam geplant hatten.
Was sagte der angeklagte Bergsteiger selbst zu dem Vorfall am Großglockner?
Der Angeklagte äußerte sich in einem emotionalen Statement und sagte, dass ihm das Geschehene „unendlich leid“ tue. Er bekannte sich jedoch vor dem Landesgericht Innsbruck nicht schuldig. Er gab an, dass er keine formelle alpine Ausbildung habe.
Welche Rolle spielte die alpine Erfahrung bei dem tragischen Vorfall am Großglockner?
Die fehlende alpine Erfahrung des Angeklagten wurde im Prozess thematisiert. Er hatte angegeben, sich sein Wissen durch Online-Videos und direkt am Berg angeeignet zu haben. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass er die Gefahren der Situation unterschätzt habe.
