Nach dem Fund einer Frauenleiche im Krötentunnel in Sindelfingen im Mai 2025, ist nun ein Bekannter des Opfers zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 47-Jährige die neun Jahre jüngere Frau getötet und ihre Leiche versteckt hat.

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Urteil im Fall Frauenleiche Krötentunnel: Lebenslange Haft
Das Landgericht zeigte sich bei der Urteilsverkündung überzeugt, dass der Mann seine Bekannte Ende Februar 2025 im Sindelfinger Wald auflauerte, sie auf ihrem Heimweg vom E-Scooter angriff und ermordete. Die Strafkammer habe „nicht die geringsten Zweifel“ an der Schuld des Mannes gehabt, so ein Gerichtssprecher. Wie Stern berichtet, wurde der Mann etwas mehr als ein Jahr nach dem Leichenfund verurteilt.
Einsatz-Übersicht
- Tatzeit: Ende Februar 2025
- Fundort: Krötentunnel in Sindelfingen
- Täter: 47-jähriger Bekannter des Opfers
- Opfer: 38-jährige Frau
- Urteil: Lebenslange Haft
Wie kam es zur Verurteilung im Fall der Frauenleiche im Krötentunnel?
Ausschlaggebend für die Verurteilung waren die Geodaten seines Handys. Diese zeigten, dass er sich bereits an den beiden Tagen vor der Tat jeweils rund drei Stunden am späteren Tatort aufhielt. An diesen Tagen passierte die Frau die Stelle jedoch nicht, wie der Richter erklärte. (Lesen Sie auch: Staatsanwalt Hannover Korruption: Lange Haft für Verrat)
Ermittlungen führten zum Täter
Die Ermittler gerieten durch die Auswertung von Verbindungs- und Funkzellendaten auf die Spur des Täters. In den Wochen vor der Tat hatte es zahlreiche Telefonate oder Anrufversuche zwischen dem 47-Jährigen und der Frau gegeben. Vier Wochen nach dem Fund der Frauenleiche im Krötentunnel wurde der Tatverdächtige aus dem Kreis Konstanz gefasst.
Der Mann hatte laut Staatsanwaltschaft kein Alibi für die Tatzeit und hatte sich bei der Arbeit krankgemeldet.
Motiv unklar
Ein genaueres Motiv für die Tat konnte laut Gericht nicht festgestellt werden. Nach Zeugenaussagen soll es zuletzt viel Streit zwischen den beiden gegeben haben. Die Polizei konnte dies bislang nicht bestätigen. Das BKA führt eine Statistik zu bekannten Fällen von Frauenmorden. (Lesen Sie auch: Rattenplage Föhr: Nager Bedrohen die Nordseeinsel!)
Reaktionen auf das Urteil
Die Verurteilung des Mannes zu lebenslanger Haft wurde von der Staatsanwaltschaft begrüßt. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil zu prüfen. Der Verurteilte selbst beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Weitere Informationen zum Thema Strafrecht sind auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz zu finden.
Häufig gestellte Fragen
Wo wurde die Frauenleiche im Krötentunnel gefunden?
Die Leiche wurde in einem Krötentunnel unter der Straße an einem Rückhaltebecken in Sindelfingen entdeckt. Waldarbeiter fanden die Leiche im Mai 2025, Monate nach der eigentlichen Tat.
Welche Beweise führten zur Verurteilung des Täters im Fall der Frauenleiche im Krötentunnel?
Die Geodaten seines Mobiltelefons, die ihn am Tatort zeigten, sowie die Auswertung von Verbindungsdaten und das fehlende Alibi des Mannes waren ausschlaggebend für die Verurteilung.
Wie lange dauerte es, bis der Täter gefasst wurde, nachdem die Frauenleiche im Krötentunnel entdeckt wurde?
Der Tatverdächtige wurde vier Wochen nach dem Fund der Leiche im Krötentunnel festgenommen. Die Ermittlungen führten schnell zur Identifizierung und Festnahme des Mannes. (Lesen Sie auch: Korrupter Staatsanwalt: Haftstrafe für Drogen-Deals?)










