Ihre Bücher fesseln Millionen Leser:innen, doch die wahre Geschichte hinter ihrem Namen bleibt für die Meisten im Verborgenen: Freida McFadden stürmte in Deutschland mit dem Psychothriller „Wenn sie wüsste“ („Original „The Housemaid“) die Bestsellerlisten. Jetzt lüftet die Autorin das Geheimnis ihrer Identität und offenbart, wer wirklich hinter dem Erfolg steckt.
J.K. Rowling, Stephen King, Nora Roberts, Iny Lorentz – viele berühmte Schriftsteller:innen nutzen Pseudonyme, um verschiedene Genres zu bedienen, Vorurteile zu umgehen und Anonymität zu wahren. Je berühmter die Autor:innen werden, desto größer die Neugier des Publikums auf ihre echte Identität.
Die Künstler:innen haben irgendwann die Wahl, entweder als sie selbst in eigener Person öffentlich aufzutreten oder ein Mysterium zu bleiben. Freida McFadden hat sich für die erste Variante entschieden: Sie will mit ihren Werken zwar weiterhin Aufmerksamkeit erregen, aber gleichzeitig verhindern, dass die Öffentlichkeit in ihrer Privatsphäre schnüffelt. Nun hat sich die Bestseller-Autorin dazu entschieden, ihre wahre Identität preiszugeben.
„Ich habe es satt“: Darum lüftet Freida McFadden erst jetzt das Geheimnis um ihre Identität
„Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere, an dem ich es satthabe, dass dies ein Geheimnis ist. Ich habe es satt, dass Leute darüber diskutieren, ob ich eine echte Person bin oder ob ich drei Männer bin. Ich bin eine echte Person und habe eine echte Identität, und ich habe nichts zu verbergen“, stellt sie gegenüber dem Magazin „USA Today“ klar. Ihr Besteller „The Housemaid“ (dt. „Wenn sie wüsste“) verkaufte sich millionenfach, wurde sogar verfilmt (mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried in den Hauptrollen). Ein weiterer Kinofilm ist bereits in Vorbereitung. Freida McFadden weiß, dass nur die wenigsten Autor:innen ihren wahren Namen auf Dauer verbergen können. Denn die falsche Identität macht das Publikum erst richtig neugierig. Nun kommt die US-Amerikanerin also ihren Leser:innen zuvor.
Freida McFadden ist Ärztin und heißt im wahren Leben Sara
Außerhalb der Bücher ist Freida McFadden eine Ärztin für Gehirnerkrankungen und heißt Sara Cohen. Bei öffentlichen Auftritten trug sie bislang stets Brille und Perücke. Die Brille braucht sie wirklich, die Perücke war eher eine Notlösung. „Die Haare sind eine Perücke, aber nur, weil ich keine Ahnung habe, wie ich meine Haare stylen soll“, erzählt sie gegenüber „USA Today“. Sie ist der Meinung: „Es ist so viel langweiliger als alles, was in meinen Büchern passiert.“
Ihr Job im Krankenhaus brachte sie auf die Idee eines Pseudonyms
Freida McFadden hat sich das Pseudonym nur zugelegt, weil sie nicht wollte, dass ihre Karriere als Autorin mit ihrer Arbeit im Krankenhaus in Konflikt gerät. „Mein Ziel war es, es geheim zu halten, bis ich bereit gewesen wäre, von meinem Arztberuf zurückzutreten, damit nicht plötzlich alle meine Kollegen davon gewusst hätten und meine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt hätte werden können.“ Ende 2023 gab sie ihre Vollzeitstelle auf. Sie erklärt: „Aber ich habe mich von meinem Job zurückgezogen. Ich arbeite nur noch ein- oder zweimal im Monat.“
Dennoch seien ihre Kolleg:innen hinter das Geheimnis gekommen, hätten es allerdings für sich behalten und seien „wirklich nett damit umgegangen“. Viele von ihnen waren Fans ihrer Bücher. Die Schriftstellerin hat daraufhin angefangen, Bücher ins Krankenhaus mitzubringen. „Mir wurde einfach klar, dass ich völlig überfordert war, beides unter einen Hut zu bringen“, sagt sie rückblickend.
Für ihre Leser:innen will Sara weiterhin Freida sein
Und obwohl die echte Freida McFadden nun „entlarvt“ ist, besteht sie darauf, dass sie immer noch dieselbe Autorin ist, die ihre Leserschaft kennt und liebt. Sie ist einerseits froh, das Geheimnis losgeworden zu sein, das sie nie für sich behalten wollte, aber möchte andererseits, dass die Buchwelt sie weiterhin als „Freida“ kennt. „Auch wenn ich meinen richtigen Namen bis jetzt nicht verraten habe, habe ich das Gefühl, dass ich die ganze Zeit mein wahres Ich gezeigt habe und alles, was ich ihnen erzählt habe, die Wahrheit war“, so die US-Amerikanerin. Sie betont: „Auch wenn der Name eine Überraschung sein wird, wird alles andere keine sein. Ich war meinen Lesern gegenüber immer aufrichtig.“
Freida McFaddens erfolgreichste Bücher sind psychologische Thriller, angeführt von der internationalen Bestseller-Reihe „The Housemaid“. Zu ihren weiteren Top-Erfolgen in Deutschland zählen „Die Ehefrau“, „Der Freund“ und „Die Lehrerin“.
Verwendete Quellen: eu.usatoday, deutschlandfunkkultur.de, penguin.de
Quelle: Gala

