Die Sicherheitslage an deutschen Bahnhöfen hat sich 2025 dramatisch zugespitzt. Aktuelle Zahlen der Bundespolizei, die am 15.02.2026 veröffentlicht wurden, zeichnen ein alarmierendes Bild: Gefährliche Bahnhöfe entwickeln sich zunehmend zu Zentren für Gewalttaten. Mit über 980 registrierten Messerangriffen und rund 2.200 Sexualdelikten im vergangenen Jahr ist eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die Statistik offenbart nicht nur, welche Städte besonders betroffen sind, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die Herkunft der Tatverdächtigen.
Neue Statistiken der Bundespolizei für das Jahr 2025 belegen eine erhebliche Zunahme von Gewaltdelikten an deutschen Bahnhöfen, die für Pendler und Reisende zu Angstorten werden. Besonders Leipzig, Dortmund und Berlin führen die Liste der gefährlichsten Bahnhöfe an. Die Daten zeigen zudem eine deutliche Diskrepanz bei der Herkunft der Tatverdächtigen, was die Debatte um Sicherheit im öffentlichen Raum weiter anheizt.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Gewalt-Statistik 2025: Diese 10 Bahnhöfe sind besonders gefährlich
- Welche Straftaten dominieren an deutschen Bahnhöfen?
- Täterstruktur: Die umstrittenen Zahlen zur Herkunft
- Wie reagiert die Bundespolizei auf die Eskalation?
- FAQ: Häufig gestellte Fragen
- Fazit: Sicherheit bleibt Herausforderung
Das Wichtigste in Kürze
- Spitzenreiter der Gewalt: Der Leipziger Hauptbahnhof war 2025 mit 859 Gewaltdelikten der gefährlichste Bahnhof Deutschlands.
- Alarmierende Deliktzahlen: Bundesweit wurden 2025 über 980 Messerangriffe und rund 2.200 Sexualdelikte in Zügen und an Bahnhöfen registriert.
- Weitere Hotspots: Dicht auf Leipzig folgen die Hauptbahnhöfe in Dortmund (735 Delikte) und Berlin (654 Delikte).
- Gewalt gegen Beamte: Die Angriffe auf Polizeibeamte im Bahnbereich stiegen auf 5.660 Fälle, ein neuer Höchststand.
- Täterherkunft: Laut Bundespolizei sind nicht-deutsche Tatverdächtige bei Gewaltdelikten, gemessen am Bevölkerungsanteil, überrepräsentiert.
- Polizeiliche Maßnahmen: Die Bundespolizei reagiert mit erhöhter Präsenz, Videoüberwachung und Waffenverbotszonen.
Gewalt-Statistik 2025: Diese 10 Bahnhöfe sind besonders gefährlich
Die von der Bundespolizei veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2025 zeigen eine klare Konzentration von Gewaltdelikten auf große Verkehrsknotenpunkte. An der Spitze dieser traurigen Rangliste steht der Hauptbahnhof in Leipzig, der sich mit 859 registrierten Gewalttaten zum gefährlichsten Bahnhof Deutschlands entwickelt hat. Dicht dahinter folgen Dortmund und Berlin, was verdeutlicht, dass es sich um ein bundesweites Problem handelt. Allerdings sind nicht nur Metropolen betroffen; auch mittelgroße Städte wie Hannover und Nürnberg finden sich unter den Top 10 wieder. Diese Ballung von Kriminalität an zentralen Orten stellt eine enorme Herausforderung für die Sicherheitsbehörden dar und beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl von Millionen Reisenden erheblich, wie auch in unserem Beitrag über die Eskalation bei Fasnachtsfeiern deutlich wird.
Die Top 10 der Gewalt-Hotspots im Überblick
Die folgende Tabelle basiert auf den offiziellen Zahlen der Bundespolizei für das Jahr 2025 und listet die Bahnhöfe mit den meisten registrierten Gewaltdelikten auf. Sie verdeutlicht die Brennpunkte der Kriminalität im deutschen Bahnnetz.
| Platz | Bahnhof | Anzahl Gewaltdelikte 2025 |
|---|---|---|
| 1 | Leipzig Hbf | 859 |
| 2 | Dortmund Hbf | 735 |
| 3 | Berlin Hbf | 654 |
| 4 | Köln Hbf | 648 |
| 5 | Hannover Hbf | 612 |
| 6 | Hamburg Hbf | 580 |
| 7 | München Hbf | 553 |
| 8 | Nürnberg Hbf | 528 |
| 9 | Frankfurt/Main Hbf | 520 |
| 10 | Düsseldorf Hbf | 499 |
Welche straftaten dominieren an deutschen bahnhöfen?
Neben den rohen Gewaltdelikten geben vor allem zwei Kategorien Anlass zur Sorge: Messerangriffe und Sexualdelikte. Mit über 980 Messerdelikten wurde 2025 fast dreimal pro Tag eine solche Tat in Zügen oder an Bahnhöfen aktenkundig. Diese Angriffe sind oft unvorhersehbar und haben ein hohes Eskalationspotenzial. Folglich tragen sie massiv zur Verunsicherung der Öffentlichkeit bei. Zudem ist die Zahl der Sexualdelikte mit rund 2.200 Fällen erschreckend hoch. Hierzu zählen sowohl Übergriffe mit Körperkontakt als auch Taten ohne direkten Kontakt, wie exhibitionistische Handlungen. Die hohe Frequenz und Anonymität an Bahnhöfen bieten Tätern offenbar einen Nährboden für solche Verbrechen. Die Aufklärung solcher Taten bleibt trotz Videoüberwachung eine Herausforderung.
Täterstruktur: Die umstrittenen Zahlen zur Herkunft
Ein besonders heikler Punkt in der aktuellen Kriminalitätsstatistik ist die Herkunft der Tatverdächtigen. Laut Bundespolizei zeigt sich eine deutliche Diskrepanz, wenn man die Zahlen ins Verhältnis zum Bevölkerungsanteil setzt. Demnach wurden nicht-deutsche Tatverdächtige bei Gewaltdelikten fünfmal, bei Messerattacken sechsmal und bei Sexualstraftaten sogar achtmal häufiger registriert als deutsche Staatsangehörige. Diese Zahlen sind politisch brisant und werden intensiv diskutiert. Kritiker mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation und weisen darauf hin, dass soziale Faktoren, der Aufenthaltsstatus und die Meldebereitschaft die Statistik beeinflussen können. Dennoch verdeutlichen die Daten, dass die Integrationspolitik vor großen Herausforderungen steht, ein Thema, das auch im Kontext der Debatte um die Mindestsicherung in Wien eine Rolle spielt.
Wie reagiert die Bundespolizei auf die Eskalation?
Angesichts der eskalierenden Gewalt hat die Bundespolizei ihre Strategien angepasst. Ein zentraler Baustein ist die Ausweitung der Videoüberwachung. Moderne Kamerasysteme sollen nicht nur bei der Aufklärung von Straftaten helfen, sondern auch präventiv wirken. In einigen Städten wie Hamburg wird zudem das Modell der „Allianz sicherer Hauptbahnhof“ mit sogenannten „Quattro-Streifen“ umgesetzt. Hier patrouillieren Teams aus Bundespolizei, Landespolizei, DB Sicherheit und dem Ordnungsamt gemeinsam. Des Weiteren wurden an vielen gefährlichen Bahnhöfen Waffen- und Messerverbotszonen eingerichtet, um die Mitnahme gefährlicher Gegenstände von vornherein zu unterbinden. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte jedoch gegenüber Medien, dass trotz der Lage an den Bahnhöfen kein Personal von den Grenzen abgezogen werde, da dies die Gesamtsicherheitslage weiter verschärfen könnte. Die Maßnahmen werden auf der Webseite des Bundesministeriums des Innern und für Heimat näher erläutert.
Video-Empfehlung: Ein aktueller Beitrag des ZDF-Magazins „frontal“ zum Thema Sicherheit an Bahnhöfen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Welcher ist der gefährlichste Bahnhof in Deutschland?
Laut der Bundespolizei-Statistik für das Jahr 2025 ist der Leipziger Hauptbahnhof mit 859 registrierten Gewaltdelikten der gefährlichste Bahnhof in Deutschland.
Wie viele Messerangriffe gab es 2025 an deutschen Bahnhöfen?
Im Jahr 2025 wurden bundesweit mehr als 980 Messerangriffe in Zügen und an Bahnhöfen aktenkundig. Dies entspricht durchschnittlich fast drei Attacken pro Tag.
Was unternimmt die Polizei gegen die Gewalt an gefährlichen Bahnhöfen?
Die Bundespolizei setzt auf eine Kombination aus verstärkter Videoüberwachung, erhöhter Präsenz durch Streifen (teils in Kooperation mit Landespolizei und DB Sicherheit) und der Einrichtung von Waffenverbotszonen an Kriminalitätsschwerpunkten.
Gibt es Auffälligkeiten bei der Herkunft der Täter?
Ja, die Statistik der Bundespolizei zeigt, dass nicht-deutsche Tatverdächtige, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, bei Gewalt- und Sexualdelikten an Bahnhöfen signifikant überrepräsentiert sind.
Sind nur große Metropolen betroffen?
Nein, obwohl Metropolen wie Berlin, Hamburg und Köln stark betroffen sind, listet die Top 10 der gefährlichsten Bahnhöfe auch Städte wie Hannover, Nürnberg und Dortmund auf, was zeigt, dass es sich um ein weitreichendes Problem handelt.
Fazit: Sicherheit bleibt Herausforderung
Die aktuellen Zahlen für 2025 belegen unmissverständlich, dass gefährliche Bahnhöfe in Deutschland ein ernstes und wachsendes Problem sind. Die Zunahme von roher Gewalt, Messerattacken und Sexualdelikten erfordert eine konsequente Reaktion von Politik und Sicherheitsbehörden. Während Maßnahmen wie verstärkte Polizeipräsenz und Videoüberwachung wichtige Schritte sind, zeigt die komplexe Täterstruktur, dass auch langfristige Lösungsansätze in der Gesellschafts- und Integrationspolitik notwendig sind. Für Millionen von Reisenden bleibt die Hoffnung, dass die ergriffenen Maßnahmen greifen und die Sicherheit im öffentlichen Raum wiederhergestellt werden kann. Weitere Informationen zur Kriminalitätsstatistik stellt auch der Deutsche Bundestag in seinen Veröffentlichungen bereit.
Informationen zum Autor
Niklas Berger ist ein erfahrener Redakteur bei mindelmedia-news.de mit Schwerpunkt auf Innenpolitik und Sicherheit. Seit über zehn Jahren analysiert er Kriminalstatistiken und berichtet über die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden. Seine fundierten Recherchen und präzisen Analysen liefern Lesern verlässliche Einblicke in komplexe gesellschaftliche Themen.