Gerhard Schröder Russland – der 81-jährige Altkanzler sorgt am 26. Januar 2026 erneut für internationale Kontroversen. In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung warnte der SPD-Politiker vor einer „Dämonisierung“ Russlands und forderte die Wiederaufnahme von Energielieferungen aus Moskau. Estlands Außenminister Margus Tsahkna reagierte mit scharfer Kritik und bezeichnete die Äußerungen als „heimtückischen Versuch“, Europa zu spalten. Die Debatte um Gerhard Schröder und Russland erreicht damit einen neuen Höhepunkt.
Wer ist Gerhard Schröder?
Gerhard Schröder (*1944) war von 1998 bis 2005 der siebte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach seiner Amtszeit übernahm er Aufsichtsratsposten bei den russischen Energieunternehmen Nord Stream und Rosneft. Die Verbindung Gerhard Schröder Russland und seine enge Freundschaft zu Wladimir Putin machen ihn seit dem Überfall auf die Ukraine 2022 zur umstrittensten Figur in der deutschen Politik.
Das Wichtigste in Kürze
✓ Aktuell: Gerhard Schröder Russland-Äußerungen sorgen für internationale Empörung
✓ Forderung: Altkanzler will Wiederaufnahme von Energielieferungen aus Russland
✓ Internationale Kritik: Estlands Außenminister nennt Äußerungen „schlichtweg entsetzlich“
✓ Hintergrund: Gerhard Schröder Russland-Verbindung besteht seit 2005 durch Putin-Freundschaft
✓ Akten-Affäre: 178 Aktenordner aus Kanzlerzeit in Ebert-Stiftung verbracht
✓ SPD: Parteiausschlussverfahren gegen Schröder 2022 gescheitert
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Gerhard Schröder Russland: Was der Altkanzler in der Berliner Zeitung schrieb
Am 23. Januar 2026 veröffentlichte der frühere Bundeskanzler einen umfangreichen Gastbeitrag unter dem Titel „Ich sorge mich um die Zukunft unseres Landes“. Die Thematik Gerhard Schröder und Russland steht dabei im Zentrum seiner Ausführungen. Der 81-Jährige äußerte sich erstmals seit Monaten öffentlich zur aktuellen politischen Lage zwischen Deutschland und dem Kreml.
In seinem Beitrag bezeichnete der Altkanzler den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als völkerrechtswidrig: „Natürlich ist der Krieg in der Ukraine nicht zu respektieren, auch nicht zu relativieren. Er ist völkerrechtswidrig, eine Verletzung der Menschenrechte.“ Gleichzeitig forderte er, alle diplomatischen Mittel zu nutzen, um den Krieg zu beenden.
Der zentrale Satz, der internationale Empörung auslöste: „Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind.“ Mit dieser Aussage befeuerte Gerhard Schröder die Debatte um seine Russland-Haltung erneut. Laut Tagesschau sorgte der Gastbeitrag für heftige Reaktionen in ganz Europa.
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Schröders Forderung: Wieder Energie aus Russland importieren
Der frühere Bundeskanzler verteidigt in seinem Gastbeitrag seine Politik während der Amtszeit von 1998 bis 2005. Die Beziehung zwischen Gerhard Schröder und Russland war schon damals von Energiepolitik geprägt. Er halte es „weiterhin für richtig“, was er als Kanzler vorangetrieben habe: den sicheren und verlässlichen Import preiswerter Energie aus dem Osten.
„Wir brauchen derartige Formen der Kooperation mit Russland“, schrieb der Altkanzler. Die Position Gerhard Schröder Russland betreffend hat sich seit Jahren nicht verändert. Heute sei viel von militärischen „Fähigkeiten“ die Rede, doch Deutschland und Europa bräuchten in erster Linie „Friedensfähigkeit“.
⚡ Zitat Schröder: „Dieses Land hat von der ganzen Gas-Geschichte wirtschaftlich erheblich profitiert. Wenn es diesen Krieg nicht gegeben hätte, für den ich wirklich nicht verantwortlich bin, würden wir nach wie vor russisches Gas beziehen zum Nutzen der deutschen Wirtschaft.“
Estland kritisiert Gerhard Schröder Russland-Haltung scharf
Die Reaktionen auf die Position Gerhard Schröder Russland ließen nicht lange auf sich warten. Estlands Außenminister Margus Tsahkna reagierte am 25. Januar 2026 mit harscher Kritik auf der Plattform X (ehemals Twitter).
Tsahkna schrieb: „Aufrufe, ein Land, das den brutalsten Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg führt, nicht zu dämonisieren, sind schlichtweg entsetzlich.“ Die Äußerungen zum Thema Gerhard Schröder Russland stießen auch bei anderen baltischen Staaten auf Empörung. Gleiches gelte für die Andeutungen auf eine erneute Zusammenarbeit im Energiebereich.
In einer weiteren Mitteilung bezeichnete Tsahkna die Haltung Gerhard Schröder Russland betreffend als „heimtückischen Versuch“, Europa zu spalten. Das estnische Außenministerium warnte, damit solle Europa vom aktuellen Kurs des Drucks auf den Kreml abgebracht werden.
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Gerhard Schröder und Putin: Die Chronologie einer Freundschaft
Die Beziehung Gerhard Schröder Russland reicht bis in das Jahr 2000 zurück. Als Putin im März 2000 zum russischen Präsidenten gewählt wurde, war Schröder bereits Bundeskanzler. Laut Wikipedia entwickelte sich seitdem eine enge persönliche Freundschaft, die auch nach dem Ukraine-Krieg Bestand hat.
| Jahr | Ereignis Gerhard Schröder Russland |
|---|---|
| 1998 | Schröder wird Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland |
| 2000 | Putin wird Präsident – erste Begegnung, Beginn der Freundschaft |
| 2004 | Gerhard Schröder nennt Putin einen „lupenreinen Demokraten“ |
| 2005 | Unterzeichnung der Nord Stream 1 Absichtserklärung mit Russland |
| 2005 | Gerhard Schröder Russland-Engagement: Aufsichtsratsvorsitzender Nord Stream AG |
| 2014 | Krim-Annexion – Schröder feiert 70. Geburtstag mit Putin in St. Petersburg |
| 2017 | Gerhard Schröder wird Aufsichtsratsvorsitzender bei Rosneft (Russland) |
| 2022 | Russland-Überfall auf Ukraine – Schröder reist zu Putin nach Moskau |
| 2022 | SPD-Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder scheitert |
| 2025 | Akten-Affäre: 178 Ordner zu Gerhard Schröder Russland in Ebert-Stiftung |
| 2026 | Gastbeitrag – internationale Kritik an Gerhard Schröder Russland-Position |
Was ist Nord Stream und welche Rolle spielte Gerhard Schröder?
Nord Stream bezeichnet zwei Erdgas-Pipelines durch die Ostsee, die Moskau direkt mit Deutschland verbinden. Die Verbindung Gerhard Schröder Russland manifestierte sich hier besonders deutlich. Am 8. September 2005 unterzeichneten Schröder und Putin die Absichtserklärung zum Bau der ersten Pipeline, wie das Handelsblatt dokumentiert.
Die Beziehung Gerhard Schröders und Russland vertiefte sich nach seiner Kanzlerschaft erheblich: Nur wenige Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit übernahm er im Dezember 2005 den Aufsichtsratsvorsitz bei der Nord Stream AG, die zu 51 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom gehört.
Die Causa Gerhard Schröder Russland umfasst weitere Positionen: Er wurde Aufsichtsratsvorsitzender bei Nord Stream 2 und 2017 Aufsichtsratschef beim russischen Ölkonzern Rosneft. Nach dem Überfall auf die Ukraine 2022 legte er das Rosneft-Mandat nieder, blieb aber bei Nord Stream tätig.
Die Akten-Affäre: Dokumente zu Gerhard Schröder und Russland verschwunden?
Im November 2025 enthüllte das Recherchezentrum Correctiv, dass Schröder 178 Aktenordner aus seinem früheren Büro im Bundestag in die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung verbringen ließ. Darunter befinden sich offenbar 86 Terminakten des Kanzlers.
Kritiker vermuten, dass sich unter den Dokumenten auch Unterlagen zur Beziehung Gerhard Schröder Russland befinden könnten – etwa zu den Nord Stream-Verhandlungen mit Putin. Das Bundeskanzleramt bestätigte, dass für das Putin-Treffen am 8. September 2005 keine Gesprächsvermerke vorliegen. Die Akten-Affäre wirft ein neues Licht auf die Verbindung Gerhard Schröders zu Russland.
SPD-Parteiausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder gescheitert
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 geriet die Beziehung Gerhard Schröder Russland massiv in die Kritik. Die SPD leitete ein Parteiausschlussverfahren ein – das erste gegen einen ehemaligen Bundeskanzler. Die zuständige Schiedskommission entschied jedoch, dass Schröder nicht ausgeschlossen werden kann.
Als Konsequenz verlor er sein vom Steuerzahler finanziertes Altkanzler-Büro im Bundestag. Seine Mitarbeiter kündigten. Die Causa Gerhard Schröder und Russland hatte ihm auch Ehrenmitgliedschaften bei Borussia Dortmund und dem DFB gekostet. In der SPD gilt der Altkanzler seitdem als völlig isoliert.
💡 Schröders Position: Der Altkanzler hat den russischen Angriff auf die Ukraine als „fatale Fehlentscheidung“ bezeichnet, sich aber nie von Putin persönlich distanziert. Zur Kritik an seiner Haltung Gerhard Schröder zu Russland sagte er: „Ich habe die SPD immer verglichen mit einem Schafstall. Wenn Sie sich dem Stall von außen nähern, riecht es gelegentlich. Aber wenn Sie drin sind, ist es schön warm.“
Warum hält Gerhard Schröder an der Russland-Verbindung fest?
Die Frage beschäftigt Beobachter seit Jahren: Warum distanziert sich der Altkanzler nicht von Putin, obwohl dies seiner Reputation massiv schadet? Die Motivation hinter der Beziehung Gerhard Schröder Russland bleibt rätselhaft. Schröder selbst erklärt, durch seine persönliche Beziehung zu Putin zur Beendigung des Krieges beitragen zu können.
„Wir haben über lange Jahre vernünftig zusammengearbeitet. Vielleicht kann das immer noch helfen, eine Verhandlungslösung zu finden“, sagte der Altkanzler 2024 laut Spiegel. Im März 2022 reiste er tatsächlich nach Moskau und traf Putin – die Vermittlungsmission zur Beendigung des Konflikts scheiterte jedoch.
Die komplexe Beziehung Gerhard Schröder und Russland wirft viele Fragen auf: Kritiker vermuten finanzielle Motive. Seine Aufsichtsratsposten bei russischen Unternehmen waren hoch dotiert – laut NZZ erhielt er allein bei Nord Stream 250.000 Euro jährlich. Die Verbindung Gerhard Schröder und Russland bleibt ein Politikum ersten Ranges.
Häufige Fragen zu Gerhard Schröder und Russland
Warum wird Gerhard Schröder „Gazprom-Gerd“ genannt?
Der Spitzname entstand 2005, als die Verbindung Gerhard Schröder Russland offensichtlich wurde. Nur wenige Wochen nach dem Ende seiner Kanzlerschaft übernahm er den Aufsichtsratsvorsitz bei der Nord Stream AG. Diese gehört mehrheitlich dem russischen Staatskonzern Gazprom. Die Beziehung Gerhard Schröder Russland wurde zum Symbol für umstrittene Politiker-Wechsel in die Wirtschaft.
Ist Gerhard Schröder noch Mitglied der SPD?
Ja, trotz der kontroversen Haltung Gerhard Schröder Russland ist er weiterhin SPD-Mitglied. Ein Parteiausschlussverfahren wegen seiner Russland-Verbindungen wurde 2022 eingeleitet, scheiterte jedoch. Die Schiedskommission befand, dass Schröders Verhalten nicht ausreicht, um einen Ausschluss zu rechtfertigen. In der Partei gilt er wegen Gerhard Schröder Russland als isoliert.
Welche Posten hatte Gerhard Schröder bei russischen Unternehmen?
Die Beziehung Gerhard Schröder Russland manifestierte sich in mehreren Aufsichtsratsposten: Von 2005 bis heute ist er für die Nord Stream AG tätig. Von 2017 bis 2022 war er Aufsichtsratsvorsitzender beim russischen Ölkonzern Rosneft. Die Verbindung Gerhard Schröder Russland brachte ihm den Spitznamen „Gazprom-Gerd“ ein.
Hat Gerhard Schröder den Ukraine-Krieg verurteilt?
Schröder hat den russischen Angriff als „fatale Fehlentscheidung“ und „völkerrechtswidrig“ bezeichnet. Eine persönliche Distanzierung von Putin erfolgte nicht. In seinem Gastbeitrag von Januar 2026 betonte Gerhard Schröder, der Krieg sei nicht zu respektieren – warnte aber vor einer „Dämonisierung“ Russlands. Die Haltung Gerhard Schröder Russland bleibt umstritten.
Was ist aus Nord Stream geworden?
Die Nord Stream Pipelines – Kernstück der Verbindung Gerhard Schröder Russland – wurden im September 2022 durch Explosionen schwer beschädigt. Nord Stream 1 ist außer Betrieb, Nord Stream 2 wurde nie in Betrieb genommen. Die Ermittlungen zur Sabotage dauern an. Die Causa Gerhard Schröder Russland ist damit um ein Kapitel reicher.
Fazit: Gerhard Schröder Russland – Eine Beziehung, die Deutschland spaltet
Die Verbindung Gerhard Schröder und Russland polarisiert Deutschland seit über zwei Jahrzehnten. Der Altkanzler hält trotz des Ukraine-Krieges und internationaler Kritik an seiner Freundschaft zu Putin und seinen Positionen fest. Sein jüngster Gastbeitrag in der Berliner Zeitung zeigt, dass der 81-Jährige nicht vorhat, seine Haltung zu ändern.
Die scharfe Reaktion aus Estland verdeutlicht, welchen Schaden die Position von Gerhard Schröder zu Russland dem europäischen Zusammenhalt aus Sicht der östlichen EU-Partner zufügt. Die Debatte um den Altkanzler und seine Kreml-Verbindungen wird Deutschland wohl noch lange begleiten. Das Thema Gerhard Schröder und Russland bleibt ein Politikum ersten Ranges – ohne Aussicht auf baldige Entspannung.
Autor: Redaktion Mindelmedia News | Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2026 | Quellen: Berliner Zeitung, dpa, Correctiv, NZZ, Handelsblatt