Giesecke+Devrient profitiert von globalen Krisen: Das Unternehmen verzeichnet Rekordaufträge, da die Nachfrage nach Sicherheitstechnologien und Bezahllösungen steigt. Der Münchner Konzern profitiert von der unsicheren Weltlage, die den Bedarf an sicheren Banknoten, Verschlüsselungstechnologien und Sicherheitslösungen für Behörden erhöht. Giesecke Devrient steht dabei im Mittelpunkt.

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- Wie profitiert Giesecke+Devrient von Krisen?
- Rekordaufträge trotz globaler Herausforderungen
- Fokus auf digitale Sicherheit und Quantencomputer
- Ausbau der Dienstleistungen für die Finanzbranche
- Was bedeutet das für Verbraucher und die Finanzbranche?
- Historischer Vergleich: Giesecke+Devrient im Wandel der Zeit
- Häufig gestellte Fragen
Kernpunkte
- Rekordauftragseingang von 3,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr
- Umsatzsteigerung auf knapp 3,2 Milliarden Euro
- Fokus auf digitale Sicherheit und Quantencomputer-resistente Technologien
- Ausbau der Dienstleistungen für die Finanzbranche
| Unternehmen: | Giesecke+Devrient |
|---|---|
| Umsatz: | 3,2 Mrd. Euro |
| Gewinn: | 85 Mio. Euro |
| Mitarbeiterzahl: | 14.500 |
| Branche: | Sicherheitstechnik, Banknotenherstellung |
| Veränderung zum Vorjahr: | Auftragseingang +8%, Umsatz +1,3% |
Wie profitiert Giesecke+Devrient von Krisen?
Giesecke+Devrient (G+D) profitiert von Krisen, da diese die Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen erhöhen. In Zeiten von Unsicherheit und Konflikten steigt der Bedarf an sicheren Banknoten, Sicherheitslösungen für Behörden und Telekommunikationsunternehmen sowie an Technologien zur Verschlüsselung und Authentifizierung.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung: (Lesen Sie auch: Sicherheitstechnik und Bargeld: Giesecke+Devrient: Krisen bringen Rekordaufträge)
- Aktenzeichen: azu
Rekordaufträge trotz globaler Herausforderungen
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage konnte Giesecke+Devrient im vergangenen Jahr einen Auftragseingang von 3,6 Milliarden Euro verzeichnen. Wie Stern berichtet, ist dies der höchste Wert in der Firmengeschichte des Unternehmens. Der Umsatz stieg um 1,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank leicht auf 85 Millionen Euro, was jedoch auf einen Steuereffekt zurückzuführen ist.
Giesecke+Devrient wurde 1852 gegründet und ist ein traditionsreiches Münchner Unternehmen. Neben der Bundesdruckerei ist G+D das einzige deutsche Unternehmen, das Euro-Banknoten druckt. Das Unternehmen ist nicht börsennotiert.
Fokus auf digitale Sicherheit und Quantencomputer
Ein wichtiger Wachstumstreiber für Giesecke+Devrient ist der Bereich der digitalen Sicherheit. Das Unternehmen entwickelt Software für Verschlüsselung und Authentifizierung sowie Chips für Kredit- und Girokarten oder SIM- und eSIM-Karten für Mobiltelefone. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Quantencomputer arbeitet G+D intensiv daran, seine Produkte auf das Zeitalter der Quantencomputer vorzubereiten. „Wir müssen alle Produkte auf das Zeitalter der Quantencomputer vorbereiten“, sagte Vorstandschef Ralf Wintergerst. (Lesen Sie auch: Smart Meter Deutschland: Neue Dynamik Beim Einbau?)
Ausbau der Dienstleistungen für die Finanzbranche
Giesecke+Devrient plant, seine Aktivitäten als Dienstleister für die Finanzbranche weiter auszubauen. Im Dezember übernahm G+D den Bereich Dienstleistungen für Bezahltechnologie und Banken von einer Tochter des Bundesverbands deutscher Banken. Dieser Schritt soll die Position des Unternehmens als Partner für Banken und Finanzinstitute stärken. Die Finanzbranche steht vor großen Herausforderungen durch neue Technologien und veränderte Kundenbedürfnisse.
Was bedeutet das für Verbraucher und die Finanzbranche?
Für Verbraucher bedeutet die Fokussierung von Giesecke+Devrient auf digitale Sicherheit, dass ihre Finanztransaktionen und persönlichen Daten besser geschützt werden. Die Entwicklung von Quantencomputer-resistenten Technologien ist entscheidend, um auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Für die Finanzbranche bedeutet die Partnerschaft mit G+D, dass sie auf innovative Lösungen und Dienstleistungen zurückgreifen kann, um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Laut Handelsblatt stehen Banken vor der Notwendigkeit, ihre IT-Systeme kontinuierlich zu modernisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Historischer Vergleich: Giesecke+Devrient im Wandel der Zeit
Die Geschichte von Giesecke+Devrient ist eng mit den technologischen Entwicklungen der letzten 170 Jahre verbunden. Vom Druck von Banknoten im 19. Jahrhundert bis hin zu hochmodernen Sicherheitslösungen für das digitale Zeitalter hat sich das Unternehmen immer wieder neu erfunden. Im Vergleich zu anderen Traditionsunternehmen hat G+D den Wandel erfolgreich gemeistert und sich als führender Anbieter von Sicherheitstechnologien etabliert. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Fähigkeit, frühzeitig auf neue Bedrohungen und technologische Veränderungen zu reagieren. So investiert das Unternehmen massiv in die Entwicklung von Technologien, die auch den Angriffen von Quantencomputern standhalten. Die Bedeutung von Quantencomputer-resistenter Kryptographie wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hervorgehoben. (Lesen Sie auch: D Mark Wert: Besitzen Sie Diese Wertvollen…)

Häufig gestellte Fragen
Welche Produkte stellt Giesecke+Devrient her?
Giesecke+Devrient stellt Banknoten, Sicherheitstechnik für Behörden, Software für Banken und Versicherungen, Chips für Kredit- und Girokarten sowie SIM- und eSIM-Karten für Mobiltelefone her. Das Unternehmen bietet auch Dienstleistungen für die Finanzbranche an. (Lesen Sie auch: D Mark Wert: Haben Sie noch einen…)
Wie bereitet sich Giesecke+Devrient auf Quantencomputer vor?
Giesecke+Devrient entwickelt längere Schlüssel für Verschlüsselungstechnologien, um diese widerstandsfähiger gegen Angriffe von Quantencomputern zu machen. Das Unternehmen prüft auch, ob diese längeren Schlüssel noch auf die bisherigen Chips passen.

