Deutschland erlebt derzeit eine dramatische Wetterteilung mit extremen regionalen Unterschieden: Während der Nordosten weiterhin unter eisiger Kälte mit Temperaturen bis minus 7 Grad leidet, droht im Westen und Südwesten der Republik eine gefährliche Wetterlage. Die Glatteisgefahr Deutschland erreicht zur Wochenmitte kritische Ausmaße, wenn gefrierender Regen und überfrierende Nässe die Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandeln.

+
- Glatteisgefahr Deutschland: Wetterdienst warnt vor kritischer Lage
- Regionale Unterschiede: Von Frost bis Frühlingstemperaturen
- Unwettergefahr durch gefrierenden Regen
- Verkehrschaos und Sicherheitsrisiken
- Wetterentwicklung in den kommenden Tagen
- Hauptstadt im Kältegriff
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Glatteisgefahr Deutschland betrifft besonders Baden-Württemberg, Hessen und Teile Bayerns
- Temperaturgefälle von minus 7 Grad im Nordosten bis plus 11 Grad am Oberrhein
- Gefrierender Regen sorgt für Unwettergefahr in westlichen Regionen
- DWD warnt vor erhöhter Glatteisgefahr vom Nordwesten bis zur östlichen Mitte
Glatteisgefahr Deutschland: Wetterdienst warnt vor kritischer Lage
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile der Bundesrepublik Warnungen vor winterlichen Straßenverhältnissen herausgegeben. Die Glatteisgefahr Deutschland konzentriert sich dabei auf ein komplexes Wettergeschehen, das durch das Aufeinandertreffen warmer und kalter Luftmassen entsteht. Besonders betroffen sind Baden-Württemberg, Hessen und der Süden Bayerns, wo bereits am Vormittag mit gefährlichen Glatteisbildungen zu rechnen ist.
Marcel Schmid, Meteorologe beim DWD, erklärt die Situation: „Gebietsweise besteht vom Nordwesten bis in die östliche Mitte erhöhte Glatteisgefahr.“ Diese Einschätzung basiert auf detaillierten Wettermodellen, die das Vorrücken einer Warmfront aus westlicher Richtung prognostizieren. Wenn warme, feuchte Luft auf die gefrorenen Böden trifft, entsteht das gefährliche Phänomen des gefrierenden Regens.
Regionale Unterschiede: Von Frost bis Frühlingstemperaturen
Die aktuelle Wetterlage zeigt Deutschland geteilt wie selten zuvor. Während die Glatteisgefahr Deutschland in den westlichen Regionen bedroht, herrschen in der Nordosthälfte weiterhin sibirische Verhältnisse. Das Thermometer zeigt dort Werte zwischen minus 7 und 0 Grad, während am Oberrhein und Alpenrand frühlingshafte 11 Grad erreicht werden können. (Lesen Sie auch: Wetter: Glatteisgefahr im Westen – eisige Kälte…)
Diese extreme Temperaturspreizung von bis zu 18 Grad innerhalb Deutschlands ist meteorologisch bemerkenswert. Sie entsteht durch eine stabile Hochdrucklage über Osteuropa, die kalte Kontinentalluft nach Deutschland lenkt, während gleichzeitig atlantische Tiefdruckgebiete milde Meeresluft heranführen. Der Übergangsbereich zwischen diesen Luftmassen ist besonders kritisch für die Entwicklung von Glatteislagen.
| Region | Temperaturbereich | Glatteisgefahr |
|---|---|---|
| Nordosten | -7°C bis 0°C | ⭐⭐ (gering) |
| Westen/Südwesten | 5°C bis 11°C | ⭐⭐⭐⭐⭐ (sehr hoch) |
| Zentrale Regionen | 0°C bis 8°C | ⭐⭐⭐⭐ (hoch) |
| Alpenrand | 8°C bis 11°C | ⭐⭐⭐ (mäßig) |
Unwettergefahr durch gefrierenden Regen
Die Glatteisgefahr Deutschland erreicht ihren Höhepunkt, wenn aus der warmen Luftschicht fallende Regentropfen auf gefrorene Oberflächen treffen. Dieser Prozess, meteorologisch als „Freezing Rain“ bezeichnet, erzeugt binnen Minuten spiegelglatte Eisflächen auf Straßen, Gehwegen und Fahrzeugen. Besonders das westliche Bergland sowie das Gebiet vom Münsterland bis in den Nordwesten sind hiervon betroffen.
Die Gefährlichkeit dieser Wetterlage liegt in ihrer Unberechenbarkeit. Anders als bei Schneeglätte, die meist graduelle entsteht und sichtbar ist, kann Glatteis binnen Sekunden entstehen und ist oft schwer erkennbar. Autofahrer bemerken die veränderten Straßenverhältnisse häufig erst, wenn es bereits zu spät ist. Regional kann die Situation sogar Unwettercharakter annehmen, wenn größere Mengen gefrierenden Regens fallen.
Gefrierender Regen entsteht, wenn Regentropfen aus warmen Luftschichten durch eine dünne, kalte Luftschicht am Boden fallen und dort sofort gefrieren. Diese „Black Ice“-Bildung ist besonders tückisch, da das Eis oft unsichtbar ist. (Lesen Sie auch: Deutschland-Karten: Wetter zum Wochenstart: Von minus acht…)
Verkehrschaos und Sicherheitsrisiken
Die prognostizierte Glatteisgefahr Deutschland hat bereits zu erhöhter Alarmbereitschaft bei Straßenmeistereien und Rettungsdiensten geführt. Erfahrungen aus vergangenen Glatteislagen zeigen, dass binnen weniger Stunden hunderte von Verkehrsunfällen auftreten können. Besonders kritisch sind dabei Brücken, Überführungen und exponierte Straßenabschnitte, wo die Glatteisbildung besonders schnell voranschreitet.
Neben dem Straßenverkehr sind auch andere Bereiche der Infrastruktur betroffen. Stromleitungen können durch Eisanhang beschädigt werden, was zu regionalen Stromausfällen führen kann. Der öffentliche Nahverkehr stellt oftmals den Betrieb ein oder reduziert die Taktung erheblich, wenn die Glatteisgefahr Deutschland in kritische Bereiche vorstößt.
Wetterentwicklung in den kommenden Tagen
Die Niederschläge, die für die aktuelle Glatteisgefahr Deutschland verantwortlich sind, ziehen laut DWD-Prognose langsam nordwärts. Dies bedeutet, dass sich die kritische Zone der Glatteisbildung in den kommenden Stunden und Tagen verlagern wird. Besonders das mittlere Deutschland muss sich auf wechselnde und unberechenbare Straßenverhältnisse einstellen.
Während im Süden bereits schwacher Wind herrscht, verstärkt sich die Windaktivität an den Küsten und in Hochlagen. Dort können stürmische Böen die ohnehin schwierigen Wetterverhältnisse zusätzlich verschärfen. Der mäßige bis stark böige Ostwind trägt außerdem zur weiteren Abkühlung bei und kann die Glatteisbildung begünstigen. (Lesen Sie auch: Thailand: Wilder Elefant tötet Camper in Nationalpark)

Bei Glatteisgefahr sollten alle nicht notwendigen Fahrten vermieden werden. Falls eine Fahrt unvermeidbar ist: Winterausrüstung prüfen, Geschwindigkeit drastisch reduzieren und Abstand vergrößern. Fußgänger sollten rutschfeste Schuhe tragen und besonders vorsichtig gehen.
Hauptstadt im Kältegriff
Während weite Teile Deutschlands mit der Glatteisgefahr kämpfen, herrscht in Berlin und dem gesamten Nordosten weiterhin eisige Kälte. Die Hauptstadt erlebt derzeit eine der längsten Frostperioden der vergangenen Jahre. Viele Gehwege sind dauerhaft vereist, und die gefühlten Temperaturen liegen durch den Windchill-Effekt noch deutlich unter den gemessenen Werten.
Diese anhaltende Kältewelle im Osten steht in krassem Gegensatz zu den milden Temperaturen im Westen und verstärkt das Potenzial für die Glatteisgefahr Deutschland. Je größer die Temperaturunterschiede zwischen den Regionen, desto intensiver werden die Wetterphänomene an den Übergangszonen.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie entsteht Glatteis durch gefrierenden Regen?
Glatteis durch gefrierenden Regen entsteht, wenn warme Regentropfen aus höheren Luftschichten durch eine dünne, kalte Luftschicht am Boden fallen und dort sofort zu Eis gefrieren. Dies erzeugt eine extrem glatte, oft unsichtbare Eisschicht auf Oberflächen.
Welche Regionen sind aktuell am stärksten von der Glatteisgefahr betroffen?
Besonders betroffen sind Baden-Württemberg, Hessen und der Süden Bayerns. Auch das westliche Bergland sowie das Gebiet vom Münsterland bis in den Nordwesten stehen unter erhöhter Glatteisgefahr-Warnung des Deutschen Wetterdienstes. (Lesen Sie auch: Wetter: Bibbern im Nordosten – milde Temperaturen…)
Wie kann ich mich bei Glatteisgefahr richtig verhalten?
Vermeiden Sie alle nicht notwendigen Fahrten. Falls Sie fahren müssen: Prüfen Sie Winterreifen und Ausrüstung, fahren Sie deutlich langsamer, vergrößern Sie den Sicherheitsabstand und führen Sie ruckartige Lenkbewegungen vermeiden. Als Fußgänger sollten Sie rutschfeste Schuhe tragen.
Wann ist mit einer Entspannung der Wetterlage zu rechnen?
Die Niederschläge ziehen laut DWD langsam bis Mittwoch nach Norden. Eine deutliche Entspannung der Glatteisgefahr wird erst erwartet, wenn sich die Temperaturunterschiede zwischen den Regionen verringern und die Warmfront vollständig durchgezogen ist.
Warum sind die Temperaturunterschiede in Deutschland so extrem?
Die extremen Temperaturunterschiede von bis zu 18 Grad entstehen durch eine stabile Hochdrucklage über Osteuropa, die kalte Kontinentalluft nach Deutschland lenkt, während gleichzeitig atlantische Tiefdruckgebiete milde Meeresluft aus dem Westen heranführen.
Fazit: Die aktuelle Glatteisgefahr Deutschland stellt eine ernsthafte Herausforderung für Verkehr und Infrastruktur dar. Die extreme Wetterlage mit regionalen Temperaturunterschieden von bis zu 18 Grad erzeugt gefährliche Übergangszonen, in denen gefrierender Regen binnen Minuten zu spiegelglatten Straßen führen kann. Während der Nordosten weiterhin unter eisiger Kälte leidet, müssen sich die westlichen und südwestlichen Regionen auf unberechenbare Glatteisbildung einstellen. Die Situation erfordert erhöhte Vorsicht aller Verkehrsteilnehmer und kann sich bis zur Wochenmitte weiter verschärfen, bevor eine graduelle Entspannung eintritt.
