Sollte man das Handy nachts ausschalten? Ja, das Handy nachts auszuschalten ist aus mehreren Gründen empfehlenswert. Es geht dabei weniger um die oft diskutierte Strahlenbelastung, sondern vielmehr um psychologische Effekte und die bewusste Reduzierung der ständigen Erreichbarkeit.

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Das Wichtigste in Kürze
- Psychologischer Effekt: Abschalten reduziert die ständige gedankliche Verfügbarkeit.
- Schlafhygiene: Das bewusste Abschalten signalisiert dem Körper eine Ruhephase.
- Strahlenbelastung: Auch wenn Studien keine direkten Gefahren belegen, ist Vermeidung ratsam.
- Alternativen: Flugmodus oder zeitgesteuerte Abschaltung sind Kompromisse.
Warum Sie Ihr Smartphone vor dem Schlafengehen besser ausschalten sollten
Viele kennen das: Der Tag ist vorbei, man liegt im Bett und scrollt trotzdem noch durch das Smartphone. Auch morgens ist das Handy oft das Erste, was man in die Hand nimmt. Doch es gibt gute Gründe, das Smartphone nachts einfach mal auszuschalten. Wie Stern berichtet, geht es dabei um mehr als nur diffuse Bedenken.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: azit
| PRODUKT: | Smartphone (verschiedene Hersteller), Preis: Unterschiedlich, Verfügbarkeit: Überall, Plattform: iOS/Android, Besonderheiten: Ständige Erreichbarkeit |
|---|---|
| SICHERHEIT: | Betroffene Systeme: Alle Smartphones, Schweregrad: Gering (psychologisch), Patch verfügbar?: Nicht zutreffend, Handlungsempfehlung: Abschalten |
Strahlenbelastung – ein oft diskutiertes Thema
Die Strahlenbelastung ist ein Aspekt, der oft diskutiert wird. Wenn das Smartphone eingeschaltet ist, sendet es Signale. Selbst im Schlaf werden bei bestehender Internetverbindung Updates gesucht, Push-Nachrichten empfangen oder Backups in die Cloud geladen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) fand nach Langzeituntersuchungen zwar keine Hinweise auf gefährliche Auswirkungen durch Smartphone-Strahlung, dennoch ist es ratsam, die Strahlung so gut wie möglich zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Nicht nur Flugmodus: Warum Sie Ihr Smartphone…)
Der psychologische Effekt ist entscheidend
Viel wichtiger ist jedoch der psychologische Faktor. Eine Studie der Universität Paderborn zeigte, dass allein die Anwesenheit des Smartphones die Probanden nervös machte. Es spielte dabei keine Rolle, ob eine Handysucht vorlag oder nicht. Lag das Handy auf dem Tisch, sank die Aufmerksamkeit. Diese Erkenntnis lässt sich auch auf den Nachttisch übertragen: Wenn das Smartphone in Sichtweite liegt, greift man eher danach.
Legen Sie Ihr Smartphone in einem anderen Raum ab oder verstauen Sie es in einer Schublade, um die Versuchung zu verringern.
So funktioniert es in der Praxis
Um das Handy nachts auszuschalten, genügt ein einfacher Knopfdruck. Bei den meisten Android-Geräten und iPhones hält man den Power-Button gedrückt, bis die Option zum Ausschalten erscheint. Alternativ kann man in den Einstellungen eine zeitgesteuerte Abschaltung einrichten. Viele Smartphones bieten die Möglichkeit, das Gerät zu bestimmten Zeiten automatisch ein- und auszuschalten.
Eine weitere Möglichkeit ist der Flugmodus. Dieser deaktiviert alle Funkverbindungen, sodass das Smartphone keine Strahlung mehr aussendet und keine Nachrichten empfangen kann. Allerdings bleibt das Gerät weiterhin eingeschaltet und der psychologische Effekt der ständigen Verfügbarkeit besteht weiterhin. (Lesen Sie auch: Handy Nachts Ausschalten Vorteile: Besser Schlafen und…)
Was sind die Vorteile und Nachteile?
Das Handy nachts auszuschalten hat klare Vorteile: Man reduziert die ständige Erreichbarkeit, verbessert die Schlafqualität und minimiert potenzielle Strahlenbelastung. Ein Nachteil ist, dass man im Notfall nicht erreichbar ist. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, kann eine Festnetznummer für Notfälle hinterlegen oder eine Ausnahme für bestimmte Kontakte einrichten, die den Ruhemodus durchbrechen dürfen.
Alternativen zum vollständigen Abschalten
Neben dem vollständigen Abschalten gibt es auch andere Optionen. Der Flugmodus wurde bereits erwähnt. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Digital-Wellbeing-Funktionen, die in vielen modernen Smartphones integriert sind. Diese Funktionen ermöglichen es, Nutzungszeiten für bestimmte Apps festzulegen oder Benachrichtigungen stumm zu schalten. Als Alternative bietet sich beispielsweise die App „Digital Detox“ an, die Nutzungszeiten beschränkt und so zu einer bewussteren Nutzung beitragen soll. Es ist jedoch wichtig, bei der Nutzung solcher Apps auf Datenschutzaspekte zu achten und die Berechtigungen genau zu prüfen.
Heise Online bietet regelmäßig Tests und Vergleiche solcher Apps an.

Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hat die Smartphone-Strahlung tatsächlich auf den Körper?
Bisherige Studien des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) konnten keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen durch Smartphone-Strahlung nachweisen. Dennoch wird empfohlen, die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, insbesondere bei längerer Nutzung.
Kann ich mein Smartphone auch einfach in den Flugmodus versetzen?
Ja, der Flugmodus deaktiviert alle Funkverbindungen und reduziert somit die Strahlenbelastung. Allerdings bleibt das Smartphone eingeschaltet, was den psychologischen Effekt der ständigen Verfügbarkeit nicht vollständig reduziert.
Gibt es Apps, die helfen, die Smartphone-Nutzung einzuschränken?
Ja, es gibt zahlreiche Apps wie „Digital Detox“ oder die in vielen Smartphones integrierten Digital-Wellbeing-Funktionen, die dabei helfen, die Nutzungszeiten zu begrenzen und Benachrichtigungen zu verwalten. Achten Sie jedoch auf die Datenschutzrichtlinien der jeweiligen App. (Lesen Sie auch: Smartphone Nachts Ausschalten: So Schläfst Du Besser!)
Ist es sinnvoll, das Smartphone in einem anderen Raum aufzuladen?
Ja, das Aufladen des Smartphones in einem anderen Raum kann dazu beitragen, die Versuchung zu verringern, das Gerät vor dem Schlafengehen oder direkt nach dem Aufwachen zu benutzen. So wird die Schlafhygiene gefördert.














