Hans Niessl, ehemaliger Landeshauptmann des Burgenlandes, hat seine Absicht erklärt, bei der Bundespräsidentenwahl 2028 als Kandidat anzutreten. Diese Ankündigung sorgt für Aufsehen, insbesondere da er eine Kandidatur auch ohne die Unterstützung seiner Partei, der SPÖ, in Erwägung zieht.

Hans Niessl: Hintergrund und politische Karriere
Hans Niessl war von 2000 bis 2019 Landeshauptmann des Burgenlandes. Seine lange Amtszeit prägte die Politik des Bundeslandes maßgeblich. Bekannt für seinen pragmatischen Politikstil, setzte Niessl auf eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern und den Ausbau der Infrastruktur. Nach seinem Rücktritt als Landeshauptmann übernahm er die Präsidentschaft von Sport Austria, der österreichischen Bundes-Sportorganisation. Sport Austria vertritt die Interessen des organisierten Sports in Österreich. (Lesen Sie auch: Jutta Leerdam Jake Paul: triumphiert: Pauls Verlobte…)
Aktuelle Entwicklung: Niessl will Bundespräsident werden
Die Ankündigung von Hans Niessl, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren, erfolgte gegenüber der „Kronen Zeitung“. Er begründete seine Entscheidung mit dem Wunsch, das Amt stärker an den Bedürfnissen der Bevölkerung auszurichten. „Ich möchte viel mehr direkt bei den Menschen im Land sein. Sich bei den Festspielen in Salzburg, Bregenz und Mörbisch zu zeigen, reicht nicht“, so Niessl. DiePresse.com berichtet, dass Niessl im Falle einer fehlenden Nominierung durch die SPÖ auch eine überparteiliche Kandidatur in Betracht zieht.
Die nächste Bundespräsidentenwahl findet im Jahr 2028 statt, da die Amtszeit von Alexander Van der Bellen am 26. Jänner 2029 endet. Eine dritte Amtszeit ist laut Verfassung ausgeschlossen. (Lesen Sie auch: Finn Sonnekalb: Vater fährt mit Rad zu…)
Reaktionen und Stimmen zur Kandidatur
Die Reaktion der SPÖ auf Niessls Ankündigung fiel zurückhaltend aus. Die Bundespartei nehme seine Aussagen „mit Interesse zur Kenntnis“, hieß es. Die Entscheidung über die Nominierung eines Kandidaten liege bei den zuständigen Parteigremien. Innerhalb der SPÖ wird die mögliche Kandidatur von Niessl kontrovers diskutiert. Während sein Nachfolger im Burgenland, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, ihm Unterstützung signalisiert, gibt es in der Bundespartei Vorbehalte. Kritiker sehen in Niessls Kandidatur eine mögliche Spaltung der Partei und eine Ablenkung von den aktuellen politischen Herausforderungen.
Die Ankündigung von Hans Niessl kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die SPÖ ohnehin mit internen Konflikten und sinkenden Umfragewerten zu kämpfen hat. Die Frage, wer die Partei bei der nächsten Bundespräsidentenwahl vertreten soll, könnte die Gräben innerhalb der SPÖ weiter vertiefen. (Lesen Sie auch: Roma – Cagliari: gegen: Giallorossi holen wichtigen…)
Hans Niessl: Was bedeutet die Kandidatur? / Ausblick
Die Kandidatur von Hans Niessl für das Amt des Bundespräsidenten könnte die politische Landschaft Österreichs nachhaltig verändern. Sollte er tatsächlich ohne Unterstützung der SPÖ antreten, würde dies die Zerrissenheit der Partei offenlegen und möglicherweise neue politische Allianzen entstehen lassen. Niessls Kandidatur könnte auch die Debatte über die Rolle des Bundespräsidenten neu entfachen. Er selbst hat angekündigt, das Amt stärker an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten zu wollen.Der Standard analysiert, dass die Entscheidung der SPÖ über ihren Kandidaten richtungsweisend für die Partei sein wird.
Überblick: Bisherige Landeshauptleute des Burgenlandes
Seit 1945 gab es folgende Landeshauptleute im Burgenland: (Lesen Sie auch: Porto – Sporting: FC gegen: Klassiker trotzt…)

| Name | Amtszeit | Partei |
|---|---|---|
| Ludwig Leser | 1945–1946 | SPÖ |
| Lorenz Karall | 1946–1964 | ÖVP |
| Hans Bögl | 1964–1981 | SPÖ |
| Johann Sipötz | 1981–1986 | SPÖ |
| Karl Stix | 1986–1991 | SPÖ |
| Gerhard Strempler | 1991–2000 | SPÖ |
| Hans Niessl | 2000–2019 | SPÖ |
| Hans Peter Doskozil | 2019–heute | SPÖ |
Häufig gestellte Fragen zu hans niessl
Warum plant Hans Niessl eine Kandidatur als Bundespräsident?
Hans Niessl möchte das Amt des Bundespräsidenten stärker an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten. Er plant, mehr direkten Kontakt zu den Menschen im Land zu pflegen und das Amt volksnäher zu gestalten, anstatt sich nur auf repräsentative Aufgaben zu konzentrieren.
Wann findet die nächste Bundespräsidentenwahl in Österreich statt?
Die nächste Bundespräsidentenwahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt, da die aktuelle Amtszeit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen am 26. Jänner 2029 endet. Eine dritte Amtszeit ist laut österreichischer Verfassung nicht möglich.
Welche Konsequenzen hätte eine Kandidatur von Hans Niessl ohne SPÖ-Unterstützung?
Eine Kandidatur von Hans Niessl ohne die offizielle Unterstützung der SPÖ könnte die Partei weiter spalten und die Zerrissenheit innerhalb der Sozialdemokratie offenlegen. Es könnten sich neue politische Allianzen bilden, und die Debatte über die Rolle des Bundespräsidenten könnte neu entfacht werden.
Wie reagiert die SPÖ auf die Ankündigung von Hans Niessl?
Die SPÖ reagiert zurückhaltend auf die Ankündigung von Hans Niessl. Die Bundespartei hat seine Aussagen „mit Interesse zur Kenntnis“ genommen, betont aber, dass die Entscheidung über die Nominierung eines Kandidaten bei den zuständigen Parteigremien liegt. Innerhalb der Partei gibt es unterschiedliche Meinungen zu Niessls Kandidatur.
Welche Rolle spielte Hans Niessl in der österreichischen Politik?
Hans Niessl war von 2000 bis 2019 Landeshauptmann des Burgenlandes und prägte die Politik des Bundeslandes maßgeblich. Er setzte auf einen pragmatischen Politikstil und den Ausbau der Infrastruktur. Aktuell ist er Präsident von Sport Austria, der österreichischen Bundes-Sportorganisation.
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