Horten, Schlecker & Co.: In diesen Geschäften kauften die Deutschen früher ein
Erinnern Sie sich noch an den Duft von frisch gebrühtem Kaffee in der Horten-Kaufhausgastronomie, während Ihre Eltern nach dem perfekten Sonntagsbraten suchten? Oder an die schmalen Gänge bei Schlecker, wo man verzweifelt nach der Lieblingssonnencreme im Sommer suchte? Die deutsche Einzelhandelslandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Viele der Namen, die einst zum festen Inventar unserer Städte gehörten, sind heute verschwunden. Eine Reise in die Vergangenheit weckt Erinnerungen an eine Zeit, als Einkaufen mehr war als nur eine schnelle Transaktion.

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- Der Wandel der Kaufhäuser: Von Horten zu Galeria
- Schlecker: Drogerieartikel an jeder Ecke – eine Ära geht zu Ende
- Video Buster und Co.: Das Aussterben der Videotheken
- Supermärkte und Discounter: Konzentration und Preisdruck
- Horten Schlecker und die veränderten Konsumgewohnheiten
- Ein Blick zurück: Die Chronologie des Wandels im Einzelhandel
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Ein Abschied von vertrauten Orten
Das Wichtigste in Kürze
- Die deutsche Einzelhandelslandschaft hat sich stark verändert.
- Viele bekannte Geschäfte wie Horten, Schlecker und Video Buster existieren nicht mehr.
- Marktkonzentration, Preisdruck und veränderte Konsumgewohnheiten sind Hauptursachen für das Verschwinden.
- Das Verschwinden dieser Geschäfte markiert einen Wandel in der Gesellschaft und den Konsumgewohnheiten.
- Online-Handel und Streamingdienste haben das Einkaufsverhalten nachhaltig beeinflusst.
Der Wandel der Kaufhäuser: Von Horten zu Galeria
Die großen Kaufhäuser waren einst das Herzstück vieler deutscher Innenstädte. Namen wie Horten und Hertie prägten das Stadtbild über Generationen hinweg. Sie waren nicht nur Orte des Konsums, sondern auch soziale Treffpunkte, Orte der Begegnung und des Flanierens. Horten, mit seiner charakteristischen Architektur und seinem breiten Sortiment, war für viele ein Synonym für das Einkaufserlebnis schlechthin. Hier fand man alles unter einem Dach: von Bekleidung über Haushaltswaren bis hin zu Lebensmitteln. Doch mit dem Aufkommen von Einkaufszentren auf der grünen Wiese und dem wachsenden Online-Handel gerieten die traditionellen Kaufhäuser zunehmend unter Druck. Die Fusionen und Übernahmen, die den Markt in den letzten Jahrzehnten prägten, führten schließlich dazu, dass viele dieser traditionsreichen Namen verschwanden oder in größeren Konzernen aufgingen. Das traurige Ende von Horten ist ein Spiegelbild des Wandels im Einzelhandel. Die Frage, wie die Innenstädte der Zukunft aussehen werden, bleibt weiterhin offen.
Schlecker: Drogerieartikel an jeder Ecke – eine Ära geht zu Ende
Wer erinnert sich nicht an die kleinen, oft überfüllten Schlecker-Filialen, die scheinbar an jeder Ecke zu finden waren? Schlecker war ein Phänomen. Trotz aller Kritik an den Arbeitsbedingungen und dem Geschäftsmodell war das Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Einzelhandelslandschaft. Schlecker bot eine breite Palette an Drogerieartikeln zu günstigen Preisen und machte diese für jedermann zugänglich. Das Verschwinden von Schlecker markierte das Ende einer Ära, in der Drogerieartikel fast überall erhältlich waren. Die Insolvenz von Schlecker war ein Schock für viele Mitarbeiter und Kunden. Die Marke Schlecker steht heute sinnbildlich für die Schattenseiten des Einzelhandels, für den enormen Preisdruck und die Auswirkungen auf die Beschäftigten. Doch die Erinnerung an die kleinen, unscheinbaren Filialen bleibt bestehen.
Die Insolvenz von Schlecker im Jahr 2012 war eine der größten Insolvenzen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte und hatte weitreichende Folgen für die Mitarbeiter und den Einzelhandel. (Lesen Sie auch: Vergiftung im Türkei-Urlaub: Tod von Familie in…)
Video Buster und Co.: Das Aussterben der Videotheken
Die Videotheken waren einst Treffpunkte für Filmfans, Orte des Stöberns und der Inspiration. Man verbrachte Stunden damit, die Regale nach dem perfekten Film für den Abend zu durchsuchen. Die Mitarbeiter waren oft selbst Filmexperten und konnten kompetente Empfehlungen geben. Doch mit dem Aufkommen von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime Video verschwanden die Videotheken fast über Nacht aus dem Stadtbild. Die Bequemlichkeit, Filme und Serien jederzeit und überall abrufen zu können, machte die Videotheken überflüssig. Das Aussterben der Videotheken ist ein Beispiel für die disruptive Kraft der Digitalisierung. Eine ganze Branche wurde innerhalb weniger Jahre von neuen Technologien verdrängt. Die Erinnerung an die Videotheken bleibt jedoch lebendig, als ein Ort der Gemeinschaft und der Leidenschaft für Film.
Supermärkte und Discounter: Konzentration und Preisdruck
Auch im Bereich der Supermärkte und Discounter hat sich die Landschaft stark verändert. Namen wie Plus, Spar, Tengelmann oder Minimal gehörten für viele Haushalte zum Alltag. Doch Marktkonzentration und Preisdruck führten dazu, dass viele dieser Ketten verschwanden oder in größeren Konzernen aufgingen. Der Wettbewerb ist hart, und nur die stärksten Unternehmen können sich auf Dauer behaupten. Die Konsolidierung im Einzelhandel hat zu einer Verringerung der Vielfalt und einer Zunahme des Preisdrucks geführt. Die Kunden profitieren zwar von niedrigen Preisen, aber die Auswirkungen auf die Beschäftigten und die regionale Vielfalt sind oft negativ. Die Geschichte der Supermärkte und Discounter ist eine Geschichte von Wachstum, Wettbewerb und Verdrängung.
Horten Schlecker und die veränderten Konsumgewohnheiten
Die Geschichte von Horten Schlecker und den anderen verschwundenen Geschäften erzählt von veränderten Konsumgewohnheiten, von einer Einkaufswelt, die pragmatischer und schneller geworden ist. Die Kunden sind heute informierter und anspruchsvoller als früher. Sie vergleichen Preise online, lesen Bewertungen und erwarten eine hohe Qualität zu einem günstigen Preis. Der Online-Handel hat das Einkaufsverhalten grundlegend verändert. Die Bequemlichkeit, von zu Hause aus einkaufen zu können, ist für viele Menschen ein großer Vorteil. Der stationäre Einzelhandel muss sich an diese neuen Gegebenheiten anpassen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Das bedeutet, innovative Konzepte zu entwickeln, ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten und die Vorteile des stationären Handels gegenüber dem Online-Handel auszuspielen. Horten Schlecker stehen stellvertretend für den Wandel.
Ein Blick zurück: Die Chronologie des Wandels im Einzelhandel
Horten, Hertie und andere Kaufhäuser prägen das Stadtbild und werden zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren. (Lesen Sie auch: Star-Kids 2026: Für Tochter Bella werden Prinzessinnenträume…)
Aldi, Lidl und andere Discounter erobern den Markt und setzen die Preise unter Druck. Supermärkte wie Tengelmann und Spar expandieren.
Schlecker expandiert rasant und wird zum größten Drogeriemarkt Deutschlands.
Amazon, Zalando und andere Online-Händler verändern das Einkaufsverhalten grundlegend. Viele traditionelle Geschäfte geraten in Schwierigkeiten.

Schlecker meldet Insolvenz an. Hertie wird mehrmals verkauft und schließlich geschlossen. Horten wird Teil von Galeria Karstadt Kaufhof. (Lesen Sie auch: BILDSTRECKE – Lernen für Mädchen verboten –…)
Der Online-Handel hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum verzeichnet und ist zu einem wichtigen Faktor im Einzelhandel geworden.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen: (Lesen Sie auch: Sorge um Channing Tatum: Hollywoodstar meldet sich…)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sind so viele traditionelle Geschäfte verschwunden?
Marktkonzentration, Preisdruck, veränderte Konsumgewohnheiten und der Aufstieg des Online-Handels sind die Hauptursachen für das Verschwinden vieler traditioneller Geschäfte wie Horten Schlecker.
Welche Rolle spielt der Online-Handel bei dieser Entwicklung?
Der Online-Handel hat das Einkaufsverhalten grundlegend verändert. Die Bequemlichkeit, von zu Hause aus einkaufen zu können, ist für viele Menschen ein großer Vorteil. Dies hat zu einem Rückgang der Umsätze im stationären Einzelhandel geführt.
Wie können sich stationäre Geschäfte gegen den Online-Handel behaupten?
Stationäre Geschäfte müssen innovative Konzepte entwickeln, ein einzigartiges Einkaufserlebnis bieten und die Vorteile des stationären Handels gegenüber dem Online-Handel ausspielen. Dazu gehören persönliche Beratung, ein ansprechendes Ambiente und besondere Veranstaltungen.
Was bedeutet das Verschwinden dieser Geschäfte für die Innenstädte?
Das Verschwinden vieler traditioneller Geschäfte stellt eine Herausforderung für die Innenstädte dar. Es führt zu Leerständen und einer Verödung des Stadtbildes. Um die Innenstädte wieder attraktiver zu machen, sind neue Konzepte und eine enge Zusammenarbeit zwischen Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Stadtplanung erforderlich. (Lesen Sie auch: Abhängigkeit von China: USA wollen Handelsallianz für…)
Gibt es Beispiele für erfolgreiche Transformationen im Einzelhandel?
Ja, es gibt einige Beispiele für erfolgreiche Transformationen im Einzelhandel. Einige Unternehmen haben es geschafft, sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, ein besonderes Einkaufserlebnis bieten oder eine starke Online-Präsenz aufgebaut haben.
Fazit: Ein Abschied von vertrauten Orten
Das Verschwinden von Horten Schlecker und vielen anderen traditionellen Geschäften ist mehr als nur eine wirtschaftliche Entwicklung. Es ist auch ein Abschied von vertrauten Alltagsorten, die für viele Menschen mehr waren als nur Geschäfte. Sie waren Orte der Begegnung, der Erinnerung und der Gemeinschaft. Die deutsche Einzelhandelslandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, und dieser Wandel wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Es bleibt abzuwarten, wie die Innenstädte der Zukunft aussehen werden und welche Rolle der stationäre Einzelhandel dabei spielen wird. Eines ist jedoch sicher: Die Erinnerung an die Geschäfte unserer Kindheit und Jugend wird uns immer begleiten. Die Ära von Horten Schlecker mag vorbei sein, aber ihre Spuren sind noch immer sichtbar.
