Die Huthis, eine vom Iran unterstützte Miliz im Jemen, haben sich in den Konflikt zwischen Iran und Israel eingeschaltet und am 28. März 2026 erstmals seit Beginn des Krieges Raketen auf Israel abgefeuert. Dieser Schritt schürt die Sorge vor einer weiteren Eskalation der ohnehin angespannten Lage im Nahen Osten.

Hintergrund: Wer sind die Huthis?
Die Huthis sind eine schiitische Rebellengruppe, die im Jemen aktiv ist. Sie gehören der Zaiditen-Sekte an, einer Richtung des schiitischen Islam. Seit den 1990er Jahren formierte sich eine Protestbewegung gegen die jemenitische Regierung, die sich ab 2004 in einen bewaffneten Konflikt entwickelte. Die Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Sie werden vom Iran unterstützt, der ihnen Waffen und militärische Ausbildung zukommen lässt. Die USA und Saudi-Arabien betrachten die Huthis als Terrororganisation. Mehr Informationen zur Geschichte und Ideologie der Huthis finden sich auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung. (Lesen Sie auch: Earth Hour 2026: Städte schalten Lichter für…)
Aktuelle Entwicklung: Raketenangriff auf Israel
Am 28. März 2026 bestätigten sowohl die israelische Armee als auch die Huthis den Raketenangriff auf Israel. Laut dem Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah wurden „sensible militärische Ziele“ in Südisrael angegriffen. Israelische Medien berichteten, dass die Rakete abgefangen wurde und es keine Verletzten oder Schäden gab. Die Huthis begründeten ihren Angriff mit den fortlaufenden israelischen Angriffen auf die Infrastruktur im Iran, dem Irak, den palästinensischen Gebieten und dem Libanon. Ein Sprecher der Miliz erklärte, dass die Angriffe erst enden würden, wenn die „Aggression“ auf allen Fronten ende. Wie Die Zeit berichtet, hatten die Huthis zuvor bereits mehrfach mit dem Eingreifen ihrer Kämpfer gedroht und dem Iran ihre „volle und unerschütterliche Solidarität“ ausgesprochen.
Die „Achse des Widerstands“
Die Huthi-Miliz ist Teil der von Iran ausgerufenen „Achse des Widerstands“, zu der auch die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon gehören. Das gemeinsame Ziel dieser Gruppierungen ist die Vernichtung Israels. Im Gazakrieg beteiligten sich die Huthis bereits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel. Zudem attackierten sie immer wieder Handelsschiffe im Roten Meer und im Golf von Aden. Seit Beginn einer Waffenruhe im Gazastreifen am 10. Oktober 2024 hatten die Huthis jedoch keine Angriffe auf Israel oder auf Schiffe für sich reklamiert. (Lesen Sie auch: Earth Hour 2026: Städte schalten Lichter für…)
Weitere Angriffe im Kontext des Iran-Kriegs
Neben dem Angriff der Huthis auf Israel gab es in den letzten Tagen weitere Angriffe im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Iran und Israel. Wie das Handelsblatt berichtet, meldete Bahrain mehr als 40 Luftangriffe innerhalb von 24 Stunden. Die Luftabwehr des Inselkönigreichs habe auf 20 Raketen- und 23 Drohnenangriffe reagiert. Bahrain beheimatet die 5. Flotte der US-Marine und wurde seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran mit bislang 174 Raketen und 385 Drohnen angegriffen. Sowohl Militärstützpunkte als auch Ölanlagen gerieten unter Beschuss.
Was bedeutet die Eskalation?
Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten ist besorgniserregend. Der Raketenangriff der Huthis auf Israel könnte den Konflikt zwischen Iran und Israel weiter anheizen und zu einer regionalen Eskalation führen. Es besteht die Gefahr, dass weitere Akteure in den Konflikt hineingezogen werden. Eine Deeskalation ist dringend erforderlich, um ein weiteres Blutvergießen zu verhindern. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen. (Lesen Sie auch: Lakers – Nets: gegen: James' Fast-Break-Spiel hält…)
Ausblick
Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt. Es ist unklar, wie sich der Konflikt zwischen Iran und Israel weiterentwickeln wird. Der Raketenangriff der Huthis auf Israel hat die Lage jedoch weiter verschärft. Es bleibt zu hoffen, dass die beteiligten Parteien zur Besinnung kommen und eine friedliche Lösung suchen. Andernfalls droht eine weitere Eskalation der Gewalt mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region. Die aktuelle Lage im Nahen Osten wird auch im Spiegel analysiert.

Häufig gestellte Fragen zu huthis
Häufig gestellte Fragen zu huthis
Wer sind die Huthis und welche Ziele verfolgen sie?
Die Huthis sind eine schiitische Rebellengruppe im Jemen, die vom Iran unterstützt wird. Sie kontrollieren weite Teile des Landes und gehören zur „Achse des Widerstands“, die die Vernichtung Israels zum Ziel hat. Ihre Hauptziele sind die Durchsetzung ihrer politischen und religiösen Vorstellungen im Jemen und die Bekämpfung Israels. (Lesen Sie auch: Sensation beim Miami Open 2026: Lehecka stürmt…)
Warum haben die Huthis Israel angegriffen und welche Folgen hat dies?
Die Huthis haben Israel angegriffen, um ihre Solidarität mit dem Iran und den Palästinensern zu demonstrieren und gegen die israelischen Angriffe auf Infrastruktur in der Region zu protestieren. Dieser Schritt verschärft den Konflikt zwischen Iran und Israel und erhöht die Gefahr einer regionalen Eskalation.
Welche Rolle spielt der Iran bei der Unterstützung der Huthis?
Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der Huthis und versorgt sie mit Waffen, militärischer Ausbildung und finanzieller Hilfe. Der Iran nutzt die Huthis als Instrument, um seine Interessen im Jemen und in der Region durchzusetzen und Druck auf seine Gegner auszuüben.
Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf die Eskalation durch die Huthis?
Die internationale Gemeinschaft reagiert mit Besorgnis auf die Eskalation durch die Huthis und fordert eine Deeskalation der Gewalt. Die USA und Saudi-Arabien verurteilen die Angriffe der Huthis und betrachten sie als Terrororganisation. Die Vereinten Nationen bemühen sich um eine friedliche Lösung des Konflikts im Jemen.
Welche Auswirkungen hat der Konflikt im Jemen auf die humanitäre Lage im Land?
Der Konflikt im Jemen hat verheerende Auswirkungen auf die humanitäre Lage im Land. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, leiden unter Hunger, Krankheiten und Vertreibung. Die Angriffe auf zivile Infrastruktur verschärfen die Notlage der Bevölkerung zusätzlich.










