Der Ig-Nobelpreis, eine Auszeichnung für kuriose und humorvolle wissenschaftliche Leistungen, verlässt nach 35 Jahren die USA. Die Verleihungsgala wird künftig in Europa stattfinden, beginnend mit Zürich im September. Als Grund wird die politische Lage in den USA genannt, die eine sichere Anreise für internationale Gäste nicht mehr gewährleistet.
International
- Die Ig-Nobelpreise ziehen von den USA nach Europa um.
- Zürich wird der erste europäische Austragungsort im September.
- Die politische Lage in den USA wird als Grund für den Umzug genannt.
- Die Veranstaltung soll alle zwei Jahre in Zürich stattfinden.
Eine Z Zürcher Premiere für die Ig-Nobelpreise
Die Schweiz wird Gastgeber einer Veranstaltung, die wissenschaftliche Kuriositäten feiert. Nach über drei Jahrzehnten in Boston, Massachusetts, werden die Ig-Nobelpreise erstmals in Zürich verliehen. Die Gala, bekannt für ihren unkonventionellen und humorvollen Umgang mit Forschung, soll im September in der grössten Stadt der Schweiz stattfinden. Anschliessend ist geplant, die Preisverleihung alle zwei Jahre in Zürich und in den Jahren dazwischen in anderen europäischen Städten zu veranstalten.
Die Ig-Nobelpreise werden von der Zeitschrift „Annals of Improbable Research“ organisiert und sollen Forschungen auszeichnen, die „erst zum Lachen und dann zum Denken anregen“. Ig Nobelpreis steht dabei im Mittelpunkt.

Warum verlässt der Ig-Nobelpreis die USA?
Die Entscheidung, die Ig-Nobelpreise nach Europa zu verlegen, beruht auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit internationaler Gäste in den USA. Marc Abrahams, der Hauptorganisator und Moderator der Gala, äusserte sich besorgt über die politische Situation in den Vereinigten Staaten. Wie Stern berichtet, erklärte er, dass es nicht länger verantwortbar sei, Gewinner und Journalisten aus aller Welt zu einer Reise in die USA zu bewegen.
Was macht die Ig-Nobelpreise so besonders?
Die Ig-Nobelpreise, deren Name sich vom englischen Wort „ignoble“ (unehrenhaft) ableitet, sind eine satirische Auszeichnung, die seit 1991 jährlich vergeben wird. Sie ehren wissenschaftliche Arbeiten, die auf den ersten Blick absurd erscheinen, aber dennoch zum Nachdenken anregen sollen. Die Preisverleihung selbst ist ein Spektakel voller Klamauk und ungewöhnlicher Darbietungen.
Welche Bedeutung hat die Verlegung für Zürich?
Für Zürich bedeutet die Austragung der Ig-Nobelpreise eine internationale Aufmerksamkeit und eine Bereicherung des kulturellen Angebots. Die Stadt, die für ihre Innovationskraft und ihren hohen Lebensstandard bekannt ist, kann sich nun auch als Gastgeberin einer unkonventionellen Wissenschaftsveranstaltung profilieren. Es ist zu erwarten, dass zahlreiche Forschende und Medienschaffende aus aller Welt anreisen werden, um an der Gala teilzunehmen.
Wie geht es weiter?
Die Organisatoren planen, die Ig-Nobelpreise ab September alle zwei Jahre in Zürich zu vergeben. In den Jahren dazwischen sollen andere europäische Städte die Möglichkeit erhalten, die Gala auszurichten. Damit soll die Veranstaltung einem breiteren Publikum zugänglich gemacht und die europäische Wissenschaftslandschaft gestärkt werden. Welche Städte sich für die Austragung in den Folgejahren bewerben werden, ist noch nicht bekannt. Die ETH Zürich wird die Veranstaltung unterstützen.
Die „Annals of Improbable Research“, Veranstalter der Ig-Nobelpreise, ist eine Zeitschrift, die sich der Erforschung ungewöhnlicher wissenschaftlicher Themen widmet. Sie veröffentlicht Artikel, die sowohl unterhaltsam als auch informativ sind. (Lesen Sie auch: Wissenschaft: Ig-Nobelpreise für kuriose Forschung verlassen die…)
Häufig gestellte Fragen
Was genau zeichnen die Ig-Nobelpreise aus?
Die Ig-Nobelpreise prämieren wissenschaftliche Arbeiten, die auf den ersten Blick absurd oder lustig wirken, aber dennoch zum Nachdenken über wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragen anregen sollen. Es geht darum, Forschung zu würdigen, die unkonventionell ist.
Warum findet die Verleihung nun in Zürich statt?
Die Organisatoren haben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit internationaler Gäste in den USA geäussert. Die politische Lage dort wird als unsicher wahrgenommen, was die Entscheidung für einen Umzug nach Europa, beginnend mit Zürich, beeinflusst hat. (Lesen Sie auch: Kameleis Weltmeisterschaft: Deutscher Eis-Meister in Las Vegas)
Wie oft wird die Preisverleihung in Zürich stattfinden?
Es ist geplant, die Ig-Nobelpreise alle zwei Jahre in Zürich zu verleihen. In den Jahren dazwischen sollen andere europäische Städte die Möglichkeit erhalten, die Gala auszurichten, um die Veranstaltung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Welche Bedeutung hat die Veranstaltung für die Stadt Zürich?
Die Austragung der Ig-Nobelpreise in Zürich bedeutet eine internationale Aufmerksamkeit für die Stadt und eine Bereicherung des kulturellen Angebots. Zürich kann sich als Gastgeberin einer unkonventionellen und humorvollen Wissenschaftsveranstaltung profilieren. (Lesen Sie auch: Busunglück Schweiz: Mehrere Tote bei Brand in…)







