Die innere Emigration in Russland, besonders seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine, spiegelt sich im Alltag vieler Menschen wider. Ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten Telefondienst und erleben die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die Bevölkerung hautnah. Innere Emigration Russland steht dabei im Mittelpunkt.

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Film-Fakten
- Dokumentarfilm über die Arbeit von Psycholog:innen in Moskau
- Thematisiert die Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Russland
- Zeigt die Auswirkungen von Propaganda auf die Bevölkerung
- Produziert von Mindjazz Pictures
| Titel | Innere Emigranten |
|---|---|
| Regie | Lena Karbe |
| Genre | Dokumentarfilm |
| Kinostart | 2026 |
| Verleih | Mindjazz Pictures |
Unser Eindruck: Ein wichtiger und berührender Film, der die psychischen Belastungen der russischen Bevölkerung in Zeiten des Krieges beleuchtet.
Die Last der russischen Propaganda
Der Dokumentarfilm „Innere Emigranten“ von Lena Karbe begleitet drei ehrenamtliche Psycholog:innen in Moskau, die seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine eine Krisenhotline betreiben. Wie Die Zeit berichtet, werden die Auswirkungen der staatlichen Propaganda auf die eigene Bevölkerung während ihrer Arbeit besonders spürbar. Der Film zeigt den Balanceakt zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit. (Lesen Sie auch: Netflix Thriller Serie: Start einer Gigantischen Krimi-Welt)
Was bedeutet innere Emigration in Russland?
Innere Emigration in Russland beschreibt den Rückzug aus dem öffentlichen Leben und die Anpassung an ein System, dem man innerlich ablehnend gegenübersteht. Dieser Zustand entsteht oft aus Protest gegen politische Verhältnisse, ohne dass eine tatsächliche Auswanderung stattfindet. Menschen ziehen sich ins Private zurück, um ihre innere Freiheit zu bewahren.
Der schmale Grat der Komplizenschaft
In dem aufreibenden Alltag zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit wird das Risiko sichtbar, selbst zu Kompliz:innen des totalitären Systems zu werden. Die Dokumentation fängt die subtilen Mechanismen ein, durch die sich Menschen in autoritären Systemen anpassen und arrangieren müssen.
Der Begriff „Innere Emigration“ wurde bereits in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland verwendet, um das Verhalten von Künstlern und Intellektuellen zu beschreiben, die sich dem Regime nicht aktiv widersetzten, sondern sich in eine Art geistigen Rückzug begaben. (Lesen Sie auch: Vaiana Realverfilmung: Was Erwartet Uns im Kinojahr…)
Die Rolle der Krisenhotline
Die Moskauer Krisenhotline wird zu einem Brennglas der gesellschaftlichen Spannungen. Die Anrufer:innen sind oft verunsichert, traumatisiert oder von der Propaganda beeinflusst. Die Psycholog:innen müssen nicht nur professionelle Hilfe leisten, sondern auch mit ihren eigenen moralischen und politischen Überzeugungen ringen.
Für wen lohnt sich „Innere Emigranten“?
„Innere Emigranten“ ist ein Film für alle, die sich für die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Russland interessieren und einen Einblick in die Lebensrealität der Menschen dort bekommen möchten. Wer Filme wie „Mr. Landsbergis“ oder „Der Staat gegen Fritz Bauer“ mochte, wird hier einen ähnlich tiefgründigen und aufwühlenden Dokumentarfilm finden. Der Film bietet eine seltene Perspektive auf die Auswirkungen von Krieg und Propaganda auf die menschliche Psyche. Informationen zum Filmplakat finden sich unter kino-zeit.de/sites/default/files.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an „Innere Emigranten“?
Der Film bietet einen seltenen Einblick in die Gefühlswelt von Menschen, die in einem autoritären System leben und arbeiten. Er zeigt die psychischen Belastungen und moralischen Dilemmata, mit denen sie konfrontiert sind.
Welche Rolle spielt die Propaganda im Film?
Die russische Propaganda ist ein zentrales Thema des Films. Sie beeinflusst die Meinungen und Überzeugungen der Bevölkerung und erschwert die Arbeit der Psycholog:innen, die versuchen, den Menschen zu helfen. (Lesen Sie auch: Neuer Sci Fi Film: Vom Kino-Flop zum…)
Wo kann man „Innere Emigranten“ sehen?
Der Film startet 2026 in den Kinos. Informationen zu Spielzeiten und Streaming-Möglichkeiten sind auf der Webseite des Verleihs Mindjazz Pictures zu finden.
Wer ist Lena Karbe?
Lena Karbe ist eine deutsche Filmemacherin, die sich in ihren Dokumentarfilmen häufig mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. „Innere Emigranten“ ist ihr jüngstes Werk.
















