Iran Krieg: Passagiere auf „Mein Schiff 5“ erleben Luftangriffe vor Doha
Der Iran Krieg beeinflusst derzeit auch Urlaubsreisen: Statt Entspannung am Pool erleben Kreuzfahrtpassagiere im Persischen Golf Raketenangriffe und Luftalarm. Eine Reisende berichtet von ihrer unfreiwilligen Erfahrung an Bord eines Schiffes vor der Küste von Doha, wo sie Zeugin von Raketenabschüssen wurde.

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Wie wirkt sich der Iran Krieg auf Kreuzfahrten im Persischen Golf aus?
Kreuzfahrten im Persischen Golf sind durch die aktuelle Zuspitzung der Lage beeinträchtigt. Passagiere müssen sich auf mögliche Sicherheitsvorkehrungen wie Luftalarme und eingeschränkte Landgänge einstellen. Reiseveranstalter reagieren mitunter mit Routenänderungen, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten.
Kreuzfahrtpassagierin berichtet von Raketenangriffen
Lana Dörrer aus dem Saarland wollte eigentlich eine entspannte achttägige Kreuzfahrt durch den Persischen Golf genießen. Wie Stern berichtet, wurde ihre Reise auf der „Mein Schiff 5“ jedoch abrupt unterbrochen, als der Konflikt eskalierte. Anstatt Sightseeing in Doha erlebte sie Luftalarm und musste sich in geschlossenen Räumen in Sicherheit bringen. (Lesen Sie auch: morgenstern: Iran-Krieg: Kein schnelles Ende in Sicht)
Am Morgen sei noch alles normal gewesen, erzählt Dörrer. Doch dann erhielt sie eine Nachricht auf ihr Handy, die alle Passagiere aufforderte, sich in Sicherheit zu begeben. Kurz darauf heulten die ersten Luftalarme, und Raketen wurden am Himmel gesichtet.
Nach nur einer Stunde mussten alle Passagiere zurück an Bord, und das Schiff wurde abgeriegelt. Seitdem dürfen die Passagiere das Schiff nicht mehr verlassen.
Die wichtigsten Fakten
- Kreuzfahrtpassagiere erleben im Persischen Golf Luftangriffe.
- Eine Reisende berichtet von Raketenbeobachtungen vor Doha.
- Das Schiff wurde abgeriegelt, Landgänge sind nicht mehr möglich.
Wie ist die Stimmung an Bord?
Trotz der beunruhigenden Ereignisse beschreibt Dörrer die Stimmung an Bord als „relativ ruhig“. Viele Passagiere seien zwar angespannt, versuchten aber, sich abzulenken und mit der Situation umzugehen. (Lesen Sie auch: Promi zieht vor Gericht: Pooth verklagt Versicherungsmakler…)
Die Passagierin berichtet von Detonationen und Raketen, die vor allem in der Dunkelheit zu sehen seien. Insgesamt habe es etwa fünf bis sechs Mal spürbare Ereignisse gegeben, davon zwei Mal mit direkter Sicht auf Raketen.
Reaktionen der Reederei
Wie die Reederei TUI Cruises mit der Situation umgeht, ist derzeit noch unklar. Es ist zu erwarten, dass Routenänderungen vorgenommen werden, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Generell sollten sich Reisende vor Antritt einer Reise in Krisengebiete über die aktuelle Sicherheitslage informieren und die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes beachten. Informationen dazu finden sich beispielsweise auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.
Reisende sollten sich vor Antritt einer Kreuzfahrt über die aktuelle Sicherheitslage informieren und die Hinweise des Auswärtigen Amtes beachten. (Lesen Sie auch: Schüsse Bramsche: Zwei Tote nach großem Polizeieinsatz)

Ausblick
Die Situation im Persischen Golf bleibt angespannt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt und welche Auswirkungen dies auf den Schiffsverkehr und den Tourismus in der Region haben wird. Urlauber, die eine Reise in die Region planen, sollten die Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls ihre Reisepläne anpassen.















