Iran Krieg Börse: US-Aktienmärkte erleben Rutsch. Die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten und steigende Ölpreise belasten die US-Börsen. Der Dow Jones Industrial fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober.
Marktdaten
- Dow Jones Industrial: Tief seit Oktober erreicht
- S&P 500: Rückgang um 0,9 Prozent
- Nasdaq 100: Minus von 1,2 Prozent
- Stimmung: Pessimismus unter Anlegern wächst
Warum geraten die Aktienmärkte durch den Iran-Krieg unter Druck?
Die fehlende Deeskalation im Konflikt zwischen Iran und seinen Gegnern schürt die Unsicherheit. Zusätzliche Angriffe auf Öl- und Gasinfrastrukturen in der Golfregion verstärken die Risikoaversion der Anleger. Laut Stern, meiden Investoren riskante Anlagen vor dem Wochenende.

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| Aktienindex | Aktueller Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| Dow Jones Industrial | 45.760 Punkte | -0,6% |
| S&P 500 | 6.547 Punkte | -0,9% |
| Nasdaq 100 | 24.070 Punkte | -1,2% |
Wie tief ist der Dow Jones gefallen?
Im Handelsverlauf erreichte der Dow Jones Industrial einen Wert von 45.712 Punkten, den tiefsten Stand seit Oktober. Damit steuert der Index auf einen Wochenverlust von 1,7 Prozent zu. Zuletzt notierte der Dow Jones im Oktober auf einem vergleichbaren Niveau.
Was bedeutet das für Anleger?
David Kruk, Leiter des Handels beim Vermögensverwalter La Financière de l’Echiquier in Paris, kommentierte, dass der Markt zu Beginn des Konflikts die Dauer des Krieges falsch eingeschätzt habe. Die Stimmung unter den Anlegern hat sich laut Kruk deutlich verschlechtert. Es herrscht wachsende Unsicherheit. Analysten beobachten die Entwicklung genau, um potenzielle Auswirkungen auf verschiedene Sektoren zu analysieren. Die weitere Entwicklung der Ölpreise und geopolitischen Lage wird entscheidend sein. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. (Lesen Sie auch: Aktienmärkte: US-Börse fällt wegen Krieg: Dow Jones…)
Welche Aktien entwickelten sich positiv?
Trotz der allgemeinen Marktschwäche gab es auch positive Ausnahmen. Die Aktien von Fedex stiegen um 2,1 Prozent und strebten einem Rekordhoch entgegen. Der Logistikkonzern präsentierte einen starken Quartalsbericht und hob sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr an, trotz der Unsicherheiten durch den Krieg und die US-Zollpolitik.
Die drei großen US-Indizes notieren inzwischen alle unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien, was charttechnisch als negativ gewertet wird.
Wie reagierte der Technologiesektor?
Im Technologiesektor stiegen die Aktien von ARM Holdings um 3,6 Prozent, nachdem die britische Bank HSBC eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Einen deutlichen Kursrutsch von 27 Prozent mussten hingegen die Aktionäre von Super Micro hinnehmen. Die US-Behörden haben einen Mitgründer des Rechenzentren-Ausstatters angeklagt. Er soll illegal Server mit Nvidia-Chips im Wert von Milliarden Dollar nach China geliefert haben. Weitere Details sind bei Reuters verfügbar. (Lesen Sie auch: Börse DAX: stürzt wegen Iran-Krieg und Ölpreisschock)
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat der iran krieg börse auf die Ölpreise?
Die Angriffe auf Öl- und Gasinfrastrukturen in der Golfregion treiben die Ölpreise nach oben, da die Angst vor Versorgungsengpässen steigt. Höhere Ölpreise können die Inflation anheizen und die Wirtschaft belasten. (Lesen Sie auch: Smi Kurs im Minus: Iran-Krieg belastet Schweizer…)

Wie reagieren andere internationale Börsen auf die Situation?
Auch andere internationale Börsen beobachten die Lage im Nahen Osten sehr genau. Es ist zu erwarten, dass es auch an anderen Handelsplätzen zu Schwankungen und Kursverlusten kommen kann, wenn sich die Situation weiter zuspitzt.
Welche Branchen sind besonders stark betroffen?
Neben dem Energiesektor sind vor allem Branchen betroffen, die stark von stabilen Lieferketten und niedrigen Energiepreisen abhängig sind, wie beispielsweise die Automobilindustrie und der Einzelhandel.
Gibt es auch Gewinner in dieser Situation?
Rüstungsunternehmen und Unternehmen, die im Bereich der Energiesicherheit tätig sind, könnten von dem Konflikt profitieren. Allerdings ist dies mit grossen ethischen Fragen verbunden. (Lesen Sie auch: Börse Asien: Trumps Iran-Aussage Beflügelt die Märkte)
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.















