Vor einigen Tagen ist das neue Album von Johannes Oerding erschienen. Er „schreibe ja schon immer autobiografisch“, sagt der Sänger über sein neues Werk. In den Songs hat er nicht nur den Tod seines Vaters und den Verlust seiner selbst verarbeitet, sondern auch die Trennung von seiner langjährigen Partnerin Ina Müller.
Ina Müller, 60, und Johannes Oerding, 44, lernten sich 2009 kennen und gingen ab 2011 als Liebespaar durchs Leben. Dass sie getrennt voneinander lebten, beeinflusste ihre Beziehung nie negativ, sogar das Gegenteil schien jahrelang der Fall zu sein. Im Frühjahr 2023 bestätigte der Sänger dann vollkommen überraschend das Liebesaus. Im Leben der beiden hätte sich „viel verändert“, erklärte Oerding, „und wir gehen schon einige Zeit getrennte Wege“. Schon damals betonte er, dass Müller und er sich weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben würde. Eine Aussage, die er im März 2026 unterstreicht – mit einer Ergänzung.
Johannes Oerding: Trennung von Ina Müller war „Zäsur in meinem Leben“
„Ich schreibe ja schon immer autobiografisch“, betont Oerding in einem Interview mit dem „stern“, das Ende März veröffentlicht wurde. Sein Album „Hotel“ war „vielleicht noch direkter. Die vergangenen Jahre waren intensiv. Der Tod meines Vaters hat mich 2024 sehr getroffen, auch wenn er für längere Zeit sehr krank war und der Verlust deshalb nicht aus dem Nichts kam. Aber das war ein Einschnitt, den ich so in einer Intensität nicht erwartet hatte. Man denkt immer, man ist vorbereitet – aber das ist man nicht.“
Oerding und sein Vater hätten „nicht immer den wärmsten Umgang miteinander“ gehabt, gibt der Sänger zu. Dennoch sei sein Vater „ein wichtiger Anker für mich“ gewesen, „und wenn dieser Anker plötzlich weg ist, gerät vieles ins Wanken.“ Direkt danach wird er von dem Journalisten auf die Trennung von Ina Müller angesprochen. „Ja, das war natürlich ebenfalls eine Zäsur in meinem Leben„, so Oerding, „aber wir haben einen guten Weg gefunden, sind weiterhin freundschaftlich miteinander verbunden, haben viel Respekt füreinander.“ Dass sich ihre Liebesbeziehung in eine platonisch-freundschaftliche Richtung entwickelt hat, sei ihm „wichtig“, so der 44-Jährige. Und weiter: „Ich bin kein Mensch, der Dinge einfach kappt. Ich versuche, Verbindungen zu erhalten, auch wenn sich etwas grundlegend verändert.„
Trauer, Zweifel, Unsicherheit: „Ich habe definitiv gelernt, Gefühle mehr zuzulassen“
Bis heute haben sich weder Oerding noch Müller selbst über die Gründe für ihre Trennung geäußert. Über die ersten Monate als Single sagt der Sänger nun: „Ich habe definitiv gelernt, Gefühle mehr zuzulassen. Früher habe ich vieles eher kontrolliert. Heute lasse ich Dinge auch einfach mal da sein. Traurigkeit, Zweifel, Unsicherheit – das gehört ja alles dazu. Und ich glaube, genau das hört man auch in den neuen Songs.“
Für seine persönliche Zukunft wünscht sich Johannes Oerding „mehr Zeit. Mehr Ruhe. Vielleicht einmal für längere Zeit an einem Ort leben, ohne gleich weiterzuziehen“. Der gebürtige Münsteraner könnte sich Spanien als Wahlheimat vorstellen: „Die Sprache lernen, den Alltag erleben. Einfach mal nicht funktionieren müssen.“ Die vergangenen Jahre mit allen Höhen und Tiefen haben dem 44-Jährigen beigebracht, „dass man nicht alles allein schaffen muss. Ich habe immer gedacht, ich muss stark sein, alles im Griff haben. Aber eigentlich geht es darum, sich auch öffnen zu können, sich Hilfe zu holen. Und vor allem: Menschen zu haben, mit denen man ehrlich sprechen kann. Wenn man die in seinem Leben hat, ist schon sehr viel gewonnen.„
Verwendete Quelle: stern.de
Quelle: Gala

