Die Kantonspolizei Aargau rät im Falle einer Panne oder eines Unfalls auf dem Pannenstreifen dazu, das Fahrzeug sofort zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen, anstatt zuerst das Warndreieck aufzustellen. Diese Empfehlung der Kapo Aargau zum Warndreieck hat in der Schweiz für Diskussionen gesorgt.

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Verkehrs-Info
- Pannenstreifen sind gefährliche Bereiche.
- Eigene Sicherheit hat oberste Priorität.
- Warndreieck nur aufstellen, wenn gefahrlos möglich.
- Empfehlungen der Polizei beachten.
| VERKEHRSRECHT | Details |
|---|---|
| Warndreieck | Pflicht bei Panne/Unfall außerhalb geschlossener Ortschaften |
| Bußgeld (Schweiz) | Nichtaufstellen kann mit einer Geldstrafe geahndet werden |
Sicherheit auf dem Pannenstreifen: Die neue Empfehlung
Die Kantonspolizei Aargau hat ein Video veröffentlicht, das die Gefahren des Pannenstreifens verdeutlicht. Demnach sollte man nach einer Panne oder einem Unfall das Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen und sich hinter die Leitplanke oder an einen anderen sicheren Ort begeben. Das Aufstellen des Warndreiecks sollte nur erfolgen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Wie Blick berichtet, zielt die Kampagne darauf ab, die Verkehrsteilnehmer für die besonderen Risiken auf Autobahnen zu sensibilisieren.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für Autofahrer bedeutet diese Empfehlung eine Änderung des üblichen Vorgehens bei Pannen oder Unfällen. Bisher galt das Aufstellen des Warndreiecks als erste Pflicht, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. Nun soll die eigene Sicherheit Vorrang haben. Das bedeutet, dass man sich zuerst selbst in Sicherheit bringen und dann – wenn gefahrlos möglich – das Warndreieck aufstellen sollte. Diese veränderte Priorisierung soll schwere Unfälle auf dem Pannenstreifen verhindern.
In der Schweiz ist das Mitführen eines Warndreiecks im Auto Pflicht. Bei einer Panne oder einem Unfall muss es in angemessener Entfernung zum Fahrzeug aufgestellt werden, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. (Lesen Sie auch: Günstig Tanken Schweiz: So Finden Sie die…)
Warum diese Änderung der Empfehlung?
Die Änderung der Empfehlung basiert auf der Erkenntnis, dass der Pannenstreifen ein besonders gefährlicher Bereich ist. Vorbeifahrende Fahrzeuge, die oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, stellen ein erhebliches Risiko dar. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, bei denen Personen, die sich auf dem Pannenstreifen aufhalten, verletzt oder getötet werden. Die Kantonspolizei Aargau möchte mit dieser neuen Strategie die Zahl dieser Unfälle reduzieren.
Wie verhalte ich mich richtig bei einer Panne?
Bei einer Panne auf der Autobahn sollten Sie folgende Schritte beachten:
- Warnblinkanlage einschalten: Machen Sie andere Verkehrsteilnehmer auf Ihre Situation aufmerksam.
- Fahrzeug verlassen: Bringen Sie sich und Mitfahrer so schnell wie möglich in Sicherheit.
- Sicheren Ort aufsuchen: Begeben Sie sich hinter die Leitplanke oder an einen anderen sicheren Ort abseits der Fahrbahn.
- Notruf absetzen: Informieren Sie die Polizei oder den Pannendienst.
- Warndreieck aufstellen (wenn gefahrlos möglich): Gehen Sie nur dann zurück zum Fahrzeug, wenn es die Verkehrssituation erlaubt.
Welche Strafe droht bei Missachtung?
In der Schweiz ist das Mitführen eines Warndreiecks Pflicht. Wer bei einer Panne oder einem Unfall kein Warndreieck aufstellt, riskiert eine Geldstrafe. Die genaue Höhe der Strafe variiert je nach Kanton und den Umständen des Einzelfalls. Es ist ratsam, sich an die Empfehlungen der Polizei zu halten, um sowohl die eigene Sicherheit als auch die der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Informationen zu Bussgeldern im Strassenverkehr finden sich auf der Website der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Tragen Sie im Falle einer Panne oder eines Unfalls eine Warnweste. Diese erhöht Ihre Sichtbarkeit und trägt zusätzlich zu Ihrer Sicherheit bei. (Lesen Sie auch: Nach Auto-Brand in Tiefgarage: Winterthurer Coop-Filiale muss…)
Wie geht es weiter mit der Kampagne?
Die Kantonspolizei Aargau plant, die Kampagne zur Sicherheit auf Pannenstreifen weiterzuführen und die Bevölkerung noch stärker für die Gefahren zu sensibilisieren. Es ist zu erwarten, dass auch andere Kantone ähnliche Initiativen starten werden, um die Sicherheit auf den Schweizer Autobahnen zu erhöhen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer positiv zu beeinflussen. Weitere Informationen zur Verkehrssicherheit in der Schweiz bietet die SRF News-Seite.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Pannenstreifen so gefährlich?
Der Pannenstreifen ist gefährlich, weil vorbeifahrende Fahrzeuge oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind und die Gefahr von Ablenkung oder Unaufmerksamkeit besteht. Dadurch kann es schnell zu Kollisionen mit Personen oder Fahrzeugen auf dem Pannenstreifen kommen. (Lesen Sie auch: Nach Extrawurst in Domat/Ems: Bündner fordern freie…)
Was ist die empfohlene Entfernung, um das Warndreieck aufzustellen?
Das Warndreieck sollte in einer Entfernung von etwa 100 Metern zum Pannenfahrzeug aufgestellt werden, um andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen. Auf Autobahnen kann die Distanz auch etwas größer sein, um genügend Vorwarnzeit zu gewährleisten.
Gibt es Alternativen zum Warndreieck?
Eine Alternative zum Warndreieck ist beispielsweise ein LED-Blitzlicht, das auf das Fahrzeugdach gestellt werden kann. Dieses ist besonders bei schlechten Sichtverhältnissen gut sichtbar und warnt andere Verkehrsteilnehmer effektiv.
Was tun, wenn ich mich auf dem Pannenstreifen unsicher fühle?
Wenn Sie sich auf dem Pannenstreifen unsicher fühlen, verlassen Sie das Fahrzeug so schnell wie möglich und begeben Sie sich hinter die Leitplanke. Rufen Sie dann den Notruf und warten Sie dort auf Hilfe.
Gilt die neue Empfehlung nur für den Kanton Aargau?
Obwohl die Empfehlung von der Kapo Aargau kommt, ist sie grundsätzlich für alle Autofahrer in der Schweiz relevant. Andere Kantone könnten ähnliche Empfehlungen aussprechen, um die Sicherheit auf Pannenstreifen zu erhöhen. (Lesen Sie auch: Tote Brand Kerzers: Mutter des Opfers Schildert…)
Praxis-Tipp: Speichern Sie die Nummer des Pannendienstes in Ihrem Mobiltelefon. So haben Sie im Notfall schnell die richtige Nummer zur Hand.














