Eine gewaltige Lawine Guttannen im Kanton Bern, Schweiz, ist am Samstagmorgen abgegangen. Ein 24-jähriger Leser des Blick, Tom aus Bergen, filmte das beeindruckende Naturschauspiel aus nächster Nähe. Das Video zeigt, wie die Schneemassen den Hang hinabdonnern und verdeutlicht die potenziellen Gefahren solcher Ereignisse in alpinen Regionen.

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International
- Lawine in Guttannen, Kanton Bern, Schweiz
- Blick-Leser filmt das Ereignis
- Lawinengefahr in alpinen Regionen
- Potenzielle Auswirkungen auf Tourismus und Infrastruktur
Spektakuläre Lawine in Guttannen gefilmt
Am Samstagmorgen ereignete sich im Bergdorf Guttannen im Kanton Bern ein beeindruckendes Naturspektakel. Eine grosse Lawine donnerte den Hang hinab, ein Ereignis, das von einem aufmerksamen Beobachter mit der Kamera festgehalten wurde. Wie Blick berichtet, war es der 24-jährige Tom aus Bergen, der die brenzlige Szene filmte und so der Öffentlichkeit zugänglich machte. Das Video zeigt die immense Kraft der Naturgewalten und verdeutlicht die ständige Lawinengefahr in dieser Region der Schweizer Alpen.
Die Lawine Guttannen ist ein Ereignis, das in den kommenden Tagen sicher noch für Gesprächsstoff sorgen wird. Solche Ereignisse sind in den Alpen keine Seltenheit, doch die Nähe, mit der dieser Leser des Blick das Geschehen filmen konnte, macht das Video besonders eindrücklich.
Solche Ereignisse können auch Auswirkungen auf den Tourismus haben, da Wanderwege und Skipisten gesperrt werden müssen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Die zuständigen Behörden sind stets bemüht, die Lawinengefahr einzuschätzen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen.
Was sind die Ursachen für Lawinenbildung?
Lawinen entstehen, wenn die Stabilität einer Schneedecke gestört wird. Dies kann durch verschiedene Faktoren geschehen, wie zum Beispiel Neuschnee, Regen, Temperaturanstieg oder auch durch die Belastung der Schneedecke durch Skifahrer oder Wanderer. Eine kritische Rolle spielt dabei die Beschaffenheit der Schneedecke selbst. Sind verschiedene Schichten nicht ausreichend miteinander verbunden, kann es leicht zu einem Abrutschen kommen.
Die Topographie des Geländes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Steile Hänge und glatte Oberflächen begünstigen die Entstehung von Lawinen. Auch die Windverhältnisse können einen Einfluss haben, da sie den Schnee verfrachten und so zu einer ungleichmässigen Verteilung und damit zu einer Schwächung der Schneedecke führen können. (Lesen Sie auch: Sarah Ferguson Schweiz: Wo Steckt die Herzogin…)
Die Lawinengefahr wird in der Schweiz auf einer fünsteiligen Skala angegeben, von „gering“ (Stufe 1) bis „sehr gross“ (Stufe 5). Die Beurteilung der Lawinengefahr erfolgt durch den Lawinenwarndienst, der täglich einen Bericht veröffentlicht.
Wie wird die Lawinengefahr in der Schweiz beurteilt?
Die Beurteilung der Lawinengefahr in der Schweiz ist eine komplexe Aufgabe, die von erfahrenen Experten durchgeführt wird. Der Lawinenwarndienst des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos analysiert täglich die Schneeverhältnisse, die Wetterprognosen und die Geländebedingungen, um eine möglichst genaue Vorhersage zu treffen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden in einem Lawinenbulletin veröffentlicht, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das SLF ist eine wichtige Quelle für Informationen zur Lawinengefahr.
Die Lawinengefahr wird auf einer fünsteiligen Skala angegeben, die von „gering“ (Stufe 1) bis „sehr gross“ (Stufe 5) reicht. Jede Stufe ist mit konkreten Verhaltenshinweisen verbunden, die dazu beitragen sollen, das Risiko von Lawinenunfällen zu minimieren. So wird beispielsweise bei einer erheblichen Lawinengefahr (Stufe 3) empfohlen, auf Touren im freien Gelände zu verzichten. SRF News bietet regelmässig Updates zur aktuellen Lawinensituation.
Die Lawinenwarnung ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements in den Schweizer Alpen und trägt dazu bei, die Sicherheit von Einheimischen und Touristen zu gewährleisten.
Auswirkungen auf die Region und den Tourismus
Die Lawine Guttannen hat das Potenzial, die Region und den Tourismus in verschiedener Hinsicht zu beeinflussen. Einerseits kann das Ereignis zu direkten Schäden an Infrastruktur und Gebäuden führen, insbesondere wenn die Lawine bewohnte Gebiete erreicht. Andererseits kann die Lawinengefahr auch indirekte Auswirkungen haben, indem sie die Erreichbarkeit von Ortschaften erschwert oder touristische Aktivitäten einschränkt.
Im Winter ist Guttannen ein beliebtes Ziel für Skifahrer und andere Wintersportler. Eine erhöhte Lawinengefahr kann dazu führen, dass Skipisten und Wanderwege gesperrt werden müssen, was sich negativ auf die Tourismusbranche auswirkt. Auch im Sommer kann die Lawinengefahr eine Rolle spielen, beispielsweise bei der Planung von Bergwanderungen oder Klettertouren. Es ist daher wichtig, dass sich Touristen vorab über die aktuelle Lawinensituation informieren und die entsprechenden Verhaltenshinweise beachten. (Lesen Sie auch: ST Galler Kantonalbank Betrug: Banker Verurteilt für…)
Die Behörden sind bestrebt, die Auswirkungen von Lawinenereignissen auf die Region und den Tourismus so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört die Durchführung von Schutzmassnahmen wie Lawinenverbauungen oder Sprengungen, aber auch die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung und der Touristen.
Präventive Massnahmen gegen Lawinen
Um die Gefahr von Lawinen zu minimieren, werden in den Alpen verschiedene präventive Massnahmen ergriffen. Eine wichtige Massnahme ist die Errichtung von Lawinenverbauungen, die den Schnee aufhalten und so verhindern, dass Lawinen entstehen können. Diese Verbauungen können aus Holzzäunen, Stahlnetzen oder auch aus Erdwällen bestehen.
Eine weitere Massnahme ist die künstliche Auslösung von Lawinen durch Sprengungen. Diese Sprengungen werden gezielt durchgeführt, um die Schneedecke zu stabilisieren und unkontrollierte Lawinenabgänge zu verhindern. Die Sprengungen erfolgen in der Regel durch speziell ausgebildete Fachkräfte, die die Schneeverhältnisse und die Lawinengefahr genau beurteilen können.
Zusätzlich zu diesen technischen Massnahmen spielt auch die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Durch Aufklärungskampagnen und Warnhinweise sollen die Menschen für die Lawinengefahr sensibilisiert und dazu angehalten werden, sich entsprechend zu verhalten. Blick berichtete über die Lawine und die Reaktion der Bevölkerung.
Guttannen ist eine Gemeinde im Kanton Bern, die für ihre alpine Landschaft und ihre Nähe zu bekannten Tourismusdestinationen wie Interlaken und Grindelwald bekannt ist. Die Region ist geprägt von einer hohen Lawinengefahr, insbesondere in den Wintermonaten.

Wie verhält man sich im Falle einer Lawine richtig?
Sollte man sich in einem Gebiet aufhalten, in dem Lawinengefahr besteht, ist es wichtig, einige Verhaltensregeln zu beachten. Zunächst sollte man sich vorab über die aktuelle Lawinensituation informieren und die Warnhinweise der Behörden ernst nehmen. Bei erhöhter Lawinengefahr sollte man auf Touren im freien Gelände verzichten und sich stattdessen in gesicherten Gebieten aufhalten. (Lesen Sie auch: Brand Crans Montana: Bund plant Hilfe für…)
Sollte man dennoch von einer Lawine überrascht werden, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und zu versuchen, sich seitlich aus dem Lawinenstrom zu bewegen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man versuchen, sich mit Schwimmbewegungen an der Oberfläche zu halten und sich von schweren Gegenständen wie Rucksäcken oder Skiern zu befreien.
Nach dem Stillstand der Lawine sollte man versuchen, sich so schnell wie möglich zu befreien und auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man verschüttet wurde, sollte man versuchen, eine Atemhöhle zu schaffen und ruhig zu bleiben, um den Sauerstoffverbrauch zu reduzieren. Die Überlebenschancen bei einer Lawinenverschüttung sinken mit jeder Minute, daher ist eine schnelle Rettung entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Wie gefährlich sind Lawinen in der Schweiz?
Lawinen stellen in den Schweizer Alpen eine erhebliche Gefahr dar, insbesondere in den Wintermonaten. Die Lawinengefahr variiert je nach Region und Wetterbedingungen, wobei einige Gebiete stärker gefährdet sind als andere. Die Behörden geben regelmässig Lawinenwarnungen heraus, um die Bevölkerung zu informieren und zu schützen.
Welche Rolle spielt der Klimawandel bei der Lawinenbildung?
Der Klimawandel kann die Lawinenbildung indirekt beeinflussen. Steigende Temperaturen können zu einer Veränderung der Schneeverhältnisse führen, was wiederum die Stabilität der Schneedecke beeinträchtigen kann. Auch extreme Wetterereignisse, wie starke Schneefälle oder plötzliche Temperaturanstiege, können die Lawinengefahr erhöhen. (Lesen Sie auch: überwachung Spital Luzern: KI-Einsatz Alarmiert Datenschützer)
Was ist der Unterschied zwischen einer Staublawine und einer Schneebrettlawine?
Eine Staublawine besteht hauptsächlich aus feinem Schnee und Luft und kann sehr schnell Geschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen. Eine Schneebrettlawine entsteht, wenn eine zusammenhängende Schneeschicht auf einer schwachen Schicht abrutscht. Schneebrettlawinen sind oft sehr gefährlich, da sie unvorhersehbar auftreten können.
Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
Um sich vor Lawinen zu schützen, ist es wichtig, sich vorab über die aktuelle Lawinensituation zu informieren und die Warnhinweise der Behörden zu beachten. Bei erhöhter Lawinengefahr sollte man auf Touren im freien Gelände verzichten und sich stattdessen in gesicherten Gebieten aufhalten. Eine gute Ausrüstung, wie zum Beispiel ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Schaufel und eine Sonde, kann im Notfall Leben retten.
Welche rechtlichen Konsequenzen hat das Auslösen einer Lawine?
Wer fahrlässig eine Lawine auslöst, die zu Schäden oder Verletzungen führt, kann rechtlich belangt werden. Die genauen Konsequenzen hängen von den Umständen des Einzelfalls ab und können von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe reichen. Es ist daher wichtig, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und die Lawinengefahr ernst zu nehmen.
Die Lawine in Guttannen zeigt eindrücklich, welche Naturgewalten in den Alpenregionen wirken und wie wichtig es ist, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein. Die kontinuierliche Beobachtung und Beurteilung der Lawinengefahr durch den Lawinenwarndienst sowie die präventiven Massnahmen tragen dazu bei, das Risiko für Bevölkerung und Touristen zu minimieren. Es bleibt jedoch eine ständige Herausforderung, mit diesen Naturgewalten umzugehen und die Sicherheit in den Bergen zu gewährleisten.
