Ein Großeinsatz der Bergrettung und Feuerwehr wurde am Montagabend, dem 24. Februar 2026, auf der Schmittenhöhe in Zell am See ausgelöst, nachdem eine lawine zell am see abseits der gesicherten Pisten abgegangen war. Glücklicherweise konnte nach mehrstündiger Suche Entwarnung gegeben werden: Es gab keine Verschütteten.

Hintergrund zum Lawinenrisiko in Zell am See
Zell am See, eingebettet in die malerische Bergwelt des Pinzgaus, ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler aus aller Welt. Die Schmittenhöhe, der Hausberg von Zell am See, bietet neben präparierten Pisten auch zahlreiche Möglichkeiten für Skitouren und Variantenfahrten im freien Gelände. Doch gerade abseits der gesicherten Pisten lauern Gefahren, insbesondere Lawinen. Die Region ist bekannt für ihre wechselhaften Wetterbedingungen und die damit verbundene Lawinengefahr, die sich schnell ändern kann. Aktuell herrscht oberhalb der Baumgrenze Lawinenwarnstufe 4, was auf eine große Lawinengefahr hinweist.
Aktuelle Entwicklung: Großeinsatz nach Lawinenabgang
Am Montag, dem 24. Februar 2026, gegen 17:20 Uhr bemerkte die Pistenrettung auf der Schmittenhöhe eine Lawine in der Nähe der Talstation der Breiteckbahn auf rund 1.613 Metern Seehöhe. Das Schneebrett hatte eine Breite von etwa 60 Metern und eine Länge von 100 Metern. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen unter den Schneemassen befanden, wurde umgehend ein Großeinsatz alarmiert. Wie salzburg.ORF.at berichtet, waren insgesamt 45 Bergretter der Ortsstellen Zell am See, Kaprun und Saalfelden sowie zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz. (Lesen Sie auch: Robert Carradine mit 71 Jahren gestorben: Kampf)
Die Suchmannschaften suchten den Lawinenkegel mit Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS), dem Ortungssystem Recco und vier Suchhunden ab. Drei Hubschrauber unterstützten die Einsatzkräfte aus der Luft. Nach fast vier Stunden intensiver Suche konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Es stellte sich heraus, dass niemand unter der Lawine begraben war. Die Erleichterung bei den Einsatzkräften und Verantwortlichen war groß.
Mögliche Ursache und Appell der Bergrettung
Die Bergrettung geht davon aus, dass die lawine zell am see von einem Variantenfahrer ausgelöst wurde, der abseits der gesicherten Pisten unterwegs war. Bernd Tritscher, Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau, vermutet, dass der Fahrer den Lawinenabgang zwar bemerkt, aber nicht gemeldet hat. „Der Variantenfahrer dürfte nachher wieder aufgestiegen sein, hat den Lawinenabgang aber nicht gemeldet“, so Tritscher gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.
Tritscher appelliert eindringlich an alle Wintersportler, jeden Lawinenabgang umgehend beim Bergrettungs-Notruf 140 oder der Bergbahn zu melden, auch wenn niemand zu Schaden gekommen ist. Nur so können unnötige Sucheinsätze vermieden werden. Die Lawinenwarndienste bieten wichtige Informationen zur aktuellen Lawinensituation und helfen, das Risiko einzuschätzen. (Lesen Sie auch: Siegfried Mazet Biathlon: vor Wechsel zu Frankreichs…)
Lawinengefahr in Österreich: Aktuelle Situation
Die Lawinengefahr in Österreich ist derzeit, insbesondere oberhalb der Baumgrenze, als groß einzustufen. In Oberösterreich herrscht sogar Lawinenwarnstufe 4. Wintersportler sollten daher unbedingt die Lawinenwarnberichte beachten und sich vorab über die aktuelle Situation informieren. Variantenfahrten und Skitouren im freien Gelände sollten nur mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung unternommen werden. Es ist ratsam, sich von erfahrenen Bergführern begleiten zu lassen.
Lawine Zell am See: Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Vorfall auf der Schmittenhöhe in Zell am See erinnert einmal mehr an die Gefahren, die mit dem Wintersport im alpinen Gelände verbunden sind. Es zeigt, wie schnell sich die Situation ändern kann und wie wichtig es ist, sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Die Bergrettung leistet einen unermüdlichen Einsatz, um Menschen in Not zu helfen. Umso wichtiger ist es, ihre Arbeit nicht unnötig zu erschweren, indem man Lawinenabgänge nicht meldet oder sich leichtsinnig in Gefahr begibt.

Die Rolle der Technologie bei der Lawinenrettung
Moderne Technologien spielen eine immer größere Rolle bei der Lawinenrettung. Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) ermöglichen es, Verschüttete unter den Schneemassen zu orten. Das Ortungssystem Recco, das in vielen Skibekleidungen und -ausrüstungen integriert ist, kann ebenfalls zur Ortung von Verschütteten beitragen. Suchhunde sind nach wie vor unverzichtbar, um Lawinenopfer zu finden. Auch Drohnen mit Wärmebildkameras kommen zunehmend zum Einsatz. Die Kombination aus Mensch und Technologie ermöglicht es, die Überlebenschancen von Lawinenopfern deutlich zu erhöhen. (Lesen Sie auch: ARD ZDF: und: Beitragserhöhung geringer als erwartet)
Zusammenarbeit der Einsatzkräfte
Der Einsatz auf der Schmittenhöhe hat einmal mehr die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte gezeigt. Bergrettung, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste arbeiteten Hand in Hand, um die bestmögliche Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten. Diese enge Kooperation ist entscheidend, um in Notfällen schnell und effektiv helfen zu können.
Tabelle: Wichtige Notrufnummern für den Winter
| Notrufnummer | Zuständigkeit |
|---|---|
| 112 | Europaweiter Notruf |
| 140 | Bergrettung |
| 122 | Feuerwehr |
| 133 | Polizei |
| 144 | Rettungsdienst |
Häufig gestellte Fragen zu lawine zell am see
Häufig gestellte Fragen zu lawine zell am see
Wo genau ereignete sich der Lawinenabgang in Zell am See?
Der Lawinenabgang ereignete sich auf der Schmittenhöhe in Zell am See, nahe der Talstation der Breiteckbahn, auf einer Seehöhe von etwa 1.613 Metern. Das Schneebrett war 60 Meter breit und 100 Meter lang.
Wurde bei dem Lawinenabgang auf der Schmittenhöhe jemand verletzt oder verschüttet?
Glücklicherweise wurde bei dem Lawinenabgang niemand verletzt oder verschüttet. Nach einer mehrstündigen Suchaktion konnte die Bergrettung Entwarnung geben. Es befanden sich keine Personen unter den Schneemassen. (Lesen Sie auch: Franz Xaver Gernstl reist wieder: Neue Folgen…)
Wer hat an dem Rettungseinsatz nach dem Lawinenabgang teilgenommen?
An dem Rettungseinsatz waren über 80 Personen beteiligt, darunter Bergretter der Ortsstellen Zell am See, Kaprun und Saalfelden, Feuerwehrleute, Alpinpolizei sowie Suchhundestaffeln. Auch drei Hubschrauber waren im Einsatz.
Wie lautet die aktuelle Lawinenwarnstufe in der Region Zell am See?
Aktuell herrscht oberhalb der Baumgrenze Lawinenwarnstufe 4, was einer großen Lawinengefahr entspricht. Wintersportler sollten sich daher vorab über die aktuelle Lawinensituation informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Was sollte man tun, wenn man einen Lawinenabgang beobachtet?
Wenn man einen Lawinenabgang beobachtet, sollte man dies umgehend dem Bergrettungs-Notruf 140 oder der Bergbahn melden, auch wenn man nicht sicher ist, ob jemand verschüttet wurde. Nur so kann ein schneller und effektiver Rettungseinsatz gewährleistet werden.









