Nach dutzenden Lawinenabgängen in Österreich sind drei Wintersportler ums Leben gekommen. Die hohe Lawinengefahr in den westlichen Bundesländern forderte am vergangenen Wochenende ihren Tribut. Besonders betroffen war Tirol, wo mehr als 30 Lawinen gezählt wurden. Zwei der Todesopfer stammten aus Baden-Württemberg, das dritte Opfer war ein niederländischer Staatsbürger. Lawinen österreich steht dabei im Mittelpunkt.

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- Die Lawinenabgänge in Österreich fordern Todesopfer
- Chronologie der Ereignisse
- Was ist bisher bekannt?
- Wie hoch ist die aktuelle Lawinengefahr in Österreich?
- Der Lawinenabgang im Navistal
- Das Unglück am Sonnenkopf
- Der Lawinentote in Fiss
- Reaktionen auf die Lawinenunglücke
- Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
- Häufig gestellte Fragen
| Datum/Uhrzeit | Wochenende des 3./4. Februar |
|---|---|
| Ort (genau) | Tirol (Navistal, Fiss), Vorarlberg (Sonnenkopf) |
| Art des Einsatzes | Lawinenunglücke, Such- und Bergungsaktionen |
| Beteiligte Kräfte | Bergrettung, Alpinpolizei, Notarzthubschrauber |
| Verletzte/Tote | 3 Tote |
| Sachschaden | Nicht bekannt |
| Ermittlungsstand | Die Unglücke werden von der Alpinpolizei untersucht. |
| Zeugenaufruf | Nein |
Die Lawinenabgänge in Österreich fordern Todesopfer
Die Lawinengefahr in Österreich bleibt angespannt. Die Ereignisse vom Wochenende verdeutlichen die Risiken, die mit dem Wintersport abseits gesicherter Pisten verbunden sind. Die Behörden appellieren an Wintersportler, die Lawinenwarnstufen unbedingt zu beachten und sich entsprechend vorzubereiten.
Das ist passiert
- Drei Wintersportler sind in Österreich durch Lawinen ums Leben gekommen.
- Zwei der Opfer stammen aus Deutschland, eines aus den Niederlanden.
- Besonders Tirol war von zahlreichen Lawinenabgängen betroffen.
- Die Lawinendienste hatten bereits vor der hohen Gefahr gewarnt.
Chronologie der Ereignisse
Ein 43-jähriger Skitourengeher aus dem Ostalbkreis wird von einer Lawine verschüttet und stirbt.
Ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach wird abseits der Piste von einer Lawine erfasst und getötet. Sein 15-jähriger Sohn alarmiert die Rettungskräfte. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück österreich: Mehrere Tote in den Alpen)
Ein 71-jähriger Niederländer wird tot geborgen. Er trug kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS).
Was ist bisher bekannt?
Die Polizei bestätigte den Tod von drei Wintersportlern infolge von Lawinenabgängen am vergangenen Wochenende. Zwei der Opfer waren deutsche Staatsbürger, einer aus Baden-Württemberg, der andere aus Nordrhein-Westfalen. Das dritte Opfer stammte aus den Niederlanden. Die Unglücke ereigneten sich in Tirol und Vorarlberg, wo die Lawinengefahr als erheblich eingestuft wurde.
Wie hoch ist die aktuelle Lawinengefahr in Österreich?
Die Lawinendienste in Tirol und Vorarlberg hatten vor dem Wochenende die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Dies bedeutet, dass die Auslösung von Lawinen bereits durch geringe Zusatzbelastung, wie beispielsweise durch einen einzelnen Skifahrer, möglich ist. Die Situation wird weiterhin als angespannt eingeschätzt, und es wird dringend empfohlen, auf Touren abseits gesicherter Pisten zu verzichten.
Die Alpinpolizei weist darauf hin, dass das Befahren von ungesicherten Hängen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer mit einem Risiko verbunden ist. Eine vollständige Sicherheit kann es nicht geben. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück österreich: Deutscher Stirbt in Tirols Bergen)
Der Lawinenabgang im Navistal
Im Tiroler Navistal wurde ein 43-jähriger Skitourengeher aus dem Ostalbkreis von einer Lawine überrascht. Laut Polizei war der Mann mit einem Begleiter unterwegs. Aufgrund der hohen Lawinengefahr hatten die beiden beschlossen, ihre Tour abzubrechen und umzukehren. Beim Queren eines Hanges löste sich dann ein Schneebrett. Der 43-Jährige wurde vollständig verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden.
Das Unglück am Sonnenkopf
Ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach kam im Skigebiet Sonnenkopf in Vorarlberg ums Leben. Er war mit seinem 15-jährigen Sohn abseits der gesicherten Pisten unterwegs, als sich eine Lawine löste und ihn mitriss. Der Sohn konnte die Rettungskräfte alarmieren, doch für seinen Vater kam jede Hilfe zu spät. Er konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und starb noch an der Unglücksstelle. Wie Stern berichtet, ereignete sich das Unglück trotz der Warnungen vor der hohen Lawinengefahr.
Der Lawinentote in Fiss
In Fiss, ebenfalls in Tirol, wurde ein 71-jähriger Niederländer tot geborgen. Auch er war abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Laut Polizei trug der Mann kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), was die Ortung im Notfall erheblich erschwert. Die Bergrettung konnte den Mann nur noch tot bergen. Die Alpinpolizei appelliert eindringlich an alle Wintersportler, beim Befahren von ungesichertem Gelände unbedingt ein LVS-Gerät mitzuführen und dessen Handhabung zu beherrschen. Informationen zur richtigen Verwendung von LVS-Geräten bietet beispielsweise der Deutsche Alpenverein.
Reaktionen auf die Lawinenunglücke
Die Lawinenunglücke haben in Österreich eine Debatte über die Sicherheit im alpinen Raum neu entfacht. Politiker und Experten mahnen zu erhöhter Vorsicht und fordern eine bessere Aufklärung über die Gefahren des Wintersports abseits gesicherter Pisten. Der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefstes Mitgefühl aus. Er betonte, dass die Ereignisse eine Mahnung seien, die Naturgewalten nicht zu unterschätzen. Die Österreichische Bundesregierung hat angekündigt, die Präventionsmaßnahmen im Bereich der Lawinensicherheit zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. Informationen zu aktuellen Lawinenwarnungen und Sicherheitsmaßnahmen finden sich auf der Webseite des Lawinenwarndienstes Tirol. (Lesen Sie auch: Lawinentote Alpen: Fünf Skifahrer Sterben in Frankreich/Schweiz)
Wie kann man sich vor Lawinen schützen?
Der beste Schutz vor Lawinen ist, sich an die gesicherten Pisten zu halten und Touren abseits davon nur mit entsprechender Ausbildung und Ausrüstung zu unternehmen. Dazu gehören ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel. Vor jeder Tour sollte man sich über die aktuelle Lawinenlage informieren und die Route entsprechend anpassen. Es ist ratsam, sich von erfahrenen Bergführern begleiten zu lassen oder an Lawinenkursen teilzunehmen. Die Österreichische Alpenverein bietet eine Vielzahl von Kursen und Informationen zum Thema Lawinensicherheit an.

Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS)?
Ein LVS-Gerät ist ein elektronisches Gerät, das von Skitourengehern und Freeridern getragen wird, um im Falle einer Lawinenverschüttung geortet werden zu können. Es sendet ein Signal aus, das von anderen LVS-Geräten empfangen werden kann, um die Suche nach Verschütteten zu erleichtern. (Lesen Sie auch: Amazon Konto Gehackt? so Schützen Sie sich…)
Wie funktioniert die Lawinenwarnstufe in Österreich?
Die Lawinenwarnstufe in Österreich wird in fünf Stufen eingeteilt, von 1 (gering) bis 5 (sehr hoch). Sie gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen und die Stabilität der Schneedecke. Je höher die Stufe, desto größer ist die Gefahr.
Welche Ausrüstung ist für Skitouren abseits der Pisten notwendig?
Für Skitouren abseits der Pisten ist neben Ski und Stöcken eine Lawinenausrüstung unerlässlich. Diese besteht aus einem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), einer Sonde und einer Schaufel. Zusätzlich sind warme Kleidung, ein Erste-Hilfe-Set und ein Mobiltelefon empfehlenswert.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinenlage in Tirol?
Aktuelle Informationen zur Lawinenlage in Tirol finden Sie auf der Webseite des Lawinenwarndienstes Tirol (lawinen.at) sowie auf den Seiten des Österreichischen Alpenvereins (oeav.at). Es ist ratsam, sich vor jeder Tour über die aktuelle Lage zu informieren.
Was tun, wenn man Zeuge eines Lawinenabgangs wird?
Wenn Sie Zeuge eines Lawinenabgangs werden, alarmieren Sie sofort die Bergrettung (Notruf 140 in Österreich). Beobachten Sie den Lawinenabgang genau, um den Suchmannschaften Informationen über den Lawinenkegel und mögliche Verschüttungsbereiche geben zu können.





