Lawinen österreich: Die Schneefälle in den österreichischen Alpen haben die Lawinengefahr deutlich erhöht. Besonders abseits der gesicherten Pisten ist die Situation kritisch, da Dutzende Lawinenabgänge verzeichnet wurden. Touren im freien Gelände sind derzeit äußerst riskant, da auch mäßig steiles Gelände trügerisch sein kann.

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- Lawinen österreich: Warum ist die Gefahr derzeit so hoch?
- Wie viele Lawinenabgänge gab es bereits?
- Die Rolle des Windes bei der Lawinenbildung
- Tragische Unglücke im Navistal und am Sonnenkopf
- Welche Rolle spielt die Schneebedeckung?
- Wie geht es weiter?
- Sicherheitsvorkehrungen im freien Gelände
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- In Tirol und Vorarlberg kamen drei Menschen durch Lawinen ums Leben.
- Die Lawinengefahr in Tirol wird als hoch eingestuft, weitere Schneefälle werden erwartet.
- Experten warnen vor Touren im freien Gelände, da die Schneedecke instabil ist.
- Starker Wind verschärft die Situation durch Schneeverfrachtungen.
Lawinen österreich: Warum ist die Gefahr derzeit so hoch?
Die aktuelle Lawinengefahr in Österreich ist auf eine Kombination aus mehreren Faktoren zurückzuführen. Zum einen gab es einen schneearmen Winterbeginn, der keine stabile Grundlage für die Schneedecke schuf. Die jüngsten starken Schneefälle, begleitet von starkem Wind, haben zu erheblichen Schneeverfrachtungen geführt, wodurch die Schneedecke zusätzlich destabilisiert wurde.
Österreich ist ein Alpenland, in dem Lawinen eine ständige Bedrohung im Winter darstellen. Die Lawinenwarnzentralen der einzelnen Bundesländer beobachten die Schneeverhältnisse genau und geben täglich Lawinenlageberichte heraus. Diese Berichte sind eine wichtige Informationsquelle für Wintersportler und Bergsteiger.
Wie viele Lawinenabgänge gab es bereits?
Allein in Tirol wurden an einem einzigen Tag über 30 Lawinenabgänge gezählt. In Tirol und Vorarlberg sind bereits drei Personen durch Lawinen ums Leben gekommen, wie Stern berichtet. Zwei der Todesopfer stammten aus Baden-Württemberg, das dritte Opfer kam aus den Niederlanden. (Lesen Sie auch: Lawinen österreich: Zwei deutsche Sterben nach Lawinenabgängen)
Die Rolle des Windes bei der Lawinenbildung
Starker Wind spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Lawinen. Er verfrachtet den Schnee und lagert ihn an windabgewandten Hängen ab. Dort bilden sich dann sogenannte Schneebretter, die sich leicht lösen und als Lawine abgehen können. Die Lawinenwarnzentrale Tirol weist explizit auf die Gefahr von Schneebrettlawinen hin.
Tragische Unglücke im Navistal und am Sonnenkopf
Eines der Lawinenunglücke ereignete sich im Tiroler Navistal, wo zwei Skiwanderer auf dem Rückweg von einem Ausflug von einem Schneebrett überrascht wurden. Einer der beiden, ein 43-Jähriger aus dem Ostalbkreis, wurde dabei vollständig verschüttet und starb. Ein weiteres Unglück ereignete sich im Skigebiet Sonnenkopf in Vorarlberg, wo ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach von einer Lawine mitgerissen wurde. Er war mit seinem 15-jährigen Sohn abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Die Polizei Vorarlberg hat den Fall untersucht.
Die Lawinenwarnzentralen raten dringend davon ab, Touren im freien Gelände zu unternehmen. Auch scheinbar harmloses Gelände kann gefährlich sein, da Lawinen aus steileren Hängen auch flachere Bereiche erreichen können. Es ist wichtig, sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinenlage zu informieren und die Warnungen ernst zu nehmen. Informationen zur aktuellen Lawinensituation gibt es bei der Lawinenwarnzentrale Tirol.
Welche Rolle spielt die Schneebedeckung?
Die Schneebedeckung in den Alpen ist derzeit sehr unterschiedlich. Während es in einigen Gebieten bereits sehr viel Schnee gibt, sind andere Regionen eher schneearm. Diese Unterschiede in der Schneebedeckung können die Lawinengefahr zusätzlich erhöhen, da sich an den Übergängen zwischen schneereichen und schneearmen Gebieten leicht Schwachschichten bilden können. Ältere Bergführer berichten, dass die Schneeschichten seit Jahrzehnten nicht mehr so ungünstig aufgebaut waren. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück österreich: Mehrere Tote in den Alpen)
Wie geht es weiter?
Die ab dem Wochenende erwartete Warmfront wird laut Matthias Walcher von der Lawinenwarnzentrale Tirol nicht zu einer Entspannung der Lage führen. Im Gegenteil, die höheren Temperaturen könnten die Schneedecke zusätzlich destabilisieren und die Lawinengefahr weiter erhöhen. Es ist daher weiterhin Vorsicht geboten.
Sicherheitsvorkehrungen im freien Gelände
Wer sich dennoch im freien Gelände aufhält, sollte unbedingt die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Dazu gehört das Mitführen von Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel sowie das Beherrschen der Notfallmaßnahmen. Auch eine gute Tourenplanung und die Beurteilung der Lawinengefahr vor Ort sind unerlässlich. Es ist ratsam, sich von erfahrenen Bergführern oder Skilehrern begleiten zu lassen. Eine gute Vorbereitung ist essenziell, um das Risiko zu minimieren, wie auch der Deutsche Alpenverein betont.
Die aktuellen Lawinenereignisse in Österreich zeigen, wie wichtig es ist, die Gefahren des Wintersports ernst zu nehmen und sich entsprechend vorzubereiten. Die Kombination aus ungünstigen Schneeverhältnissen und starkem Wind hat zu einer sehr kritischen Situation geführt, die noch einige Zeit anhalten dürfte. Wintersportler sollten daher unbedingt auf gesicherte Pisten bleiben oder sich von erfahrenen Bergführern begleiten lassen. Wie ORF berichtet, werden die Lawinenwarnstufen laufend aktualisiert.
Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Lawinenunglück österreich: Deutscher Stirbt in Tirols Bergen)
Häufig gestellte Fragen
Was ist die aktuelle Lawinengefahr in Österreich?
Die Lawinengefahr in Österreich ist derzeit in vielen Regionen hoch, besonders in Tirol und Vorarlberg. Die Lawinenwarnzentralen geben täglich aktuelle Lawinenlageberichte heraus, die die Gefahrenstufen und die spezifischen Risiken in den einzelnen Gebieten beschreiben.
Wie entsteht eine Lawine in Österreich?
Lawinen entstehen, wenn die Schneedecke instabil wird und die Hangneigung zu groß ist. Faktoren wie Neuschnee, starker Wind, Temperaturschwankungen und die Beschaffenheit der Altschneedecke können die Stabilität der Schneedecke beeinflussen und Lawinen auslösen. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Tote: Acht nach Lawine in Kalifornien)
Welche Ausrüstung ist für Touren im freien Gelände notwendig?
Für Touren im freien Gelände ist eine Lawinenausrüstung unerlässlich. Dazu gehören ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel. Es ist wichtig, dass alle Teilnehmer der Tour mit der Bedienung der Geräte vertraut sind und regelmäßig üben.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinenlage in Österreich?
Aktuelle Informationen zur Lawinenlage in Österreich finden Sie auf den Webseiten der Lawinenwarnzentralen der einzelnen Bundesländer. Diese bieten täglich aktualisierte Lawinenlageberichte, Wettervorhersagen und weitere wichtige Informationen für Wintersportler.
Was soll ich tun, wenn ich in eine Lawine gerate?
Wenn Sie in eine Lawine geraten, versuchen Sie, sich seitlich aus der Lawine herauszubewegen. Machen Sie Schwimmbewegungen, um an der Oberfläche zu bleiben. Versuchen Sie, sich vor dem Stillstand der Lawine ein Luftpolster vor das Gesicht zu schaffen. Nach dem Stillstand versuchen Sie, sich bemerkbar zu machen.
Die aktuelle Situation in Österreich zeigt, dass die Gefahr von Lawinenabgängen ernst genommen werden muss. Die Kombination aus den beschriebenen Wetterbedingungen hat zu einer prekären Lage geführt, die besondere Vorsicht erfordert. Die Lawinenwarnzentralen in den betroffenen Bundesländern, wie Tirol und Vorarlberg, arbeiten intensiv daran, die Bevölkerung zu informieren und zu warnen. Wintersportler sollten sich unbedingt an die Empfehlungen der Experten halten, um Unfälle zu vermeiden. Wie Stern berichtet, kamen bereits mehrere Personen durch Lawinen ums Leben, was die Dringlichkeit der Warnungen unterstreicht.

