Ein Wechsel an der Spitze des traditionsreichen Kameraherstellers Leica steht bevor. Andreas Voll übernimmt ab April die Position des Vorstandsvorsitzenden und löst damit Matthias Harsch ab. Der bisherige Chef hatte das Unternehmen seit 2017 geführt. Was bedeutet dieser Wechsel für die Schweizer Optik-Branche? Leica Neuer Chef steht dabei im Mittelpunkt.

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- Leica bekommt neuen Chef: Was ändert sich für den Kamerahersteller?
- Umsatzrekorde unter Harsch: Eine erfolgreiche Ära geht zu Ende
- Wie profitiert Leica vom Revival der Kompaktkameras?
- Verkaufsspekulationen um Leica: Was bedeutet das für die Zukunft?
- Welche Erwartungen hat der Aufsichtsrat an den neuen Chef?
- Leica im Schweizer Kontext: Bedeutung für die Optik-Branche
Leica bekommt neuen Chef: Was ändert sich für den Kamerahersteller?
Andreas Voll, ein 44-jähriger Manager mit internationaler Erfahrung, wird neuer Vorstandsvorsitzender von Leica. Er tritt die Nachfolge von Matthias Harsch an, dessen Vertrag nach sieben Jahren an der Spitze des Unternehmens ausläuft. Der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Kaufmann betonte, dass Voll über Expertise in den Bereichen Premium-Technologie, Markenführung und strategische Unternehmensentwicklung verfüge.
Umsatzrekorde unter Harsch: Eine erfolgreiche Ära geht zu Ende
Matthias Harsch hinterlässt grosse Fussstapfen. Unter seiner Führung konnte Leica mehrere Umsatzrekorde erzielen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2024/25 steigerte die Leica Camera AG ihre Erlöse um 7,6 Prozent auf den Höchstwert von 596 Millionen Euro. Wie Stern berichtet, hat Harsch massgeblich dazu beigetragen, die Position von Leica als Premiummarke im Bereich Fotografie und Optik weiter auszubauen und neue Geschäftsfelder zu erschliessen. (Lesen Sie auch: Wechsel an der Spitze: Kamerahersteller Leica bekommt…)
International
- Andreas Voll übernimmt ab April den Vorstandsvorsitz bei Leica.
- Matthias Harsch führte Leica seit 2017 und erzielte Umsatzrekorde.
- Leica steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 auf 596 Millionen Euro.
- Andreas Kaufmann ist Mehrheitseigentümer von Leica.
Wie profitiert Leica vom Revival der Kompaktkameras?
Leica konnte zuletzt vom Trend zu hochwertigen Kompaktkameras profitieren. Ende Februar präsentierte Harsch am Rande der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona die Neuauflage des Leitzphone, das weltweit vermarktet wird. Dieser Schritt unterstreicht die Innovationskraft des Unternehmens und die Fähigkeit, auf aktuelle Marktentwicklungen zu reagieren.
Verkaufsspekulationen um Leica: Was bedeutet das für die Zukunft?
Andreas Kaufmann hält mit 55 Prozent die Mehrheit an Leica, während der Finanzinvestor Blackstone 45 Prozent der Anteile besitzt. Zuletzt gab es Spekulationen über einen möglichen Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung. „Zurzeit sind Gerüchte am Markt, die wir nicht kommentieren“, sagte Kaufmann dazu. Er betonte jedoch, dass alle Familienmitglieder bei Leica oder Tochterfirmen arbeiten und man fest entschlossen sei, das Unternehmen auch in Zukunft aktiv mitzugestalten. Ob und wie sich diese Gerüchte auf die Strategie des neuen Chefs, Andreas Voll, auswirken werden, bleibt abzuwarten.
Leica Camera AG hat ihren Hauptsitz im mittelhessischen Wetzlar und beschäftigt weltweit rund 2.300 Mitarbeitende. (Lesen Sie auch: Mineralölkonzerne: Regierung bringt Spritpreis-Paket auf Weg -…)
Welche Erwartungen hat der Aufsichtsrat an den neuen Chef?
Der Aufsichtsrat erwartet von Andreas Voll, dass er die erfolgreiche Entwicklung von Leica fortsetzt und das Unternehmen für die Zukunft rüstet. Dabei dürfte es vor allem darum gehen, die Marktposition im Premiumsegment weiter zu stärken und neue Wachstumspotenziale zu erschliessen. Die Herausforderungen sind vielfältig, von der Digitalisierung der Fotografie bis hin zum wachsenden Wettbewerb durch Smartphone-Kameras. Der Bundesrat dürfte die Entwicklung des Unternehmens genau beobachten, da Leica auch für den Schweizer Arbeitsmarkt von Bedeutung ist.
Leica im Schweizer Kontext: Bedeutung für die Optik-Branche
Der Wechsel an der Spitze von Leica ist auch für die Schweizer Optik-Branche von Bedeutung. Leica ist ein wichtiger Akteur im Markt für hochwertige Kameras und Optikprodukte. Die Schweiz hat eine lange Tradition in der Präzisionsmechanik und Optik, und Leica profitiert von diesem Know-how. Es bleibt abzuwarten, wie sich der neue Chef positionieren wird und welche Impulse er für die gesamte Branche setzen kann.
Wichtige Eckdaten im Überblick: (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell: Regierung plant neue Maßnahmen gegen…)

- Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25: 596 Millionen Euro
- Umsatzwachstum: 7,6 Prozent
- Mitarbeiter weltweit: rund 2.300
Die Schweizerische Nationalbank SNB wird die wirtschaftlichen Auswirkungen des Führungswechsels analysieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wechsel an der Spitze von Leica eine Zäsur darstellt, aber auch eine Chance bietet. Andreas Voll übernimmt ein erfolgreiches Unternehmen und steht vor der Aufgabe, die Marke Leica in einer sich wandelnden Welt weiter zu stärken. Für die Schweizer Optik-Branche ist dies ein wichtiges Signal, das die Bedeutung von Innovation und Qualität unterstreicht.














