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Linus Straßer und Simon Jocher belegten am 9. Februar 2026 bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina den zehnten Platz in der Team-Kombination. Der deutsche Slalom-Spezialist konnte trotz starker Leistung im Slalom-Teil die nach der Abfahrt bestehende Lücke nicht mehr schließen. Gold gewannen die Schweizer Franjo von Allmen und Tanguy Nef, Silber ging zeitgleich an Marco Odermatt/Loic Meillard sowie Vincent Kriechmayr/Manuel Feller.
Das Wichtigste in Kürze
- Linus Straßer und Simon Jocher erreichten bei Olympia 2026 Platz 10 in der Team-Kombination
- Am 25. Januar 2026 feierte Straßer in Kitzbühel mit Platz 3 sein erstes Podium der Saison
- Der 33-Jährige gewann 2022 in Peking Olympia-Silber im Team und 2025 WM-Bronze in Saalbach
- Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren und ist Slalom-Spezialist
- Vor der Saison wechselte er auf neues Material, der Umstieg verlief schwierig
- Olympia 2026 dürften für den Münchner die letzten Olympischen Spiele seiner Karriere sein
Linus Straßer bei Olympia 2026: Aktueller Stand in Bormio
Am 9. Februar 2026 stand für Linus Straßer bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina die Team-Kombination auf dem Programm. Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer hatten zur Halbzeit der olympischen Team-Kombination nur noch geringe Aussichten auf eine Medaille – Jocher präsentierte sich in der Abfahrt in Bormio am Vormittag deutlich stärker als noch bei seinem 21. Platz im Einzelrennen am Samstag, gab Straßer für den entscheidenden Slalom allerdings trotzdem 1,05 Sekunden Rückstand auf Rang drei mit.
Linus Straßer nahm den oberen Streckenabschnitt sauber und mit viel Geschwindigkeit, bei einer Welle im Mittelteil setzte der WM-Dritte die Kanten etwas zu stark ein. Das Ergebnis: Simon Jocher und Linus Straßer wurden am Ende Zehnte. Die Schweizer dominierten das Rennen und sicherten sich die ersten drei Plätze.
Für Straßer war es nach den schwierigen Wochen vor Olympia dennoch ein respektables Ergebnis. Die Team-Kombination feierte erst 2025 bei der WM in Saalbach-Hinterglemm ihre Premiere und ist bei Olympia 2026 erstmals olympische Disziplin. Weitere Chancen auf eine Medaille hat der Slalom-Spezialist noch im Einzel-Slalom, der in den kommenden Tagen ansteht.
Vom Kitzbühel-Podium zum Olympia-Comeback
Am Sonntag, 25. Januar, hat Linus beim Slalom in Kitzbühel einen starken dritten Platz gefeiert – auf dem anspruchsvollen Ganslernhang zeigte er eine konzentrierte Leistung und meldete sich pünktlich zur heißen Phase der Saison eindrucksvoll zurück. Dem DSV-Athlet gelang ein großer Satz von Platz 10 noch auf das Podest mit einer „sensationellen Fahrt“.
Diese Leistung war umso bemerkenswerter, als die Saison 2025/26 für Straßer alles andere als einfach verlief. Straßer fährt seit Saisonbeginn mit neuem Material – und seitdem auch seiner Form hinterher, seine Bilanz in diesem Winter ist ernüchternd – seit er im November in Gurgl beim ersten Sieg von Rassaat Platz acht belegt hatte, brachte er nach einem Ausfall nur die Plätze 17 und 14 zustande. In Schladming konnte Linus Straßer weder an seine früheren Erfolge – 2024 hatte er zunächst den Slalom in Kitzbühel und anschließend den Nacht-Slalom in Schladming gewonnen – noch an sein Podest vom vergangenen Wochenende anknüpfen, am Ende des ersten Laufs riskierte er zu viel und stürzte.
Materialwechsel als Risiko vor Olympia
Der Materialwechsel vor der olympischen Saison erwies sich als heikles Manöver. Vor der Saison hat er den Wechsel auf neues Material gewagt, um „das Letzte“ aus sich herauszukitzeln, doch der „Prozess“, wie er seinen Umstieg nennt, verläuft nicht wie gewünscht. Das Skifahren hat Straßer nicht verlernt – aber die Komplexität des Umstiegs offenkundig unterschätzt – wer sein Material wechselt, muss es erst einmal penibel abstimmen, bei der Problemlösung ist Straßer die Zeit davongelaufen – noch fehlt ihm das „Zutrauen“ ins Material.
Dennoch zeigte sich der 33-Jährige kämpferisch und hoffte auf das entscheidende Aha-Erlebnis im Rennen. Seine Erfahrung und mentale Stärke halfen ihm, in Kitzbühel den Durchbruch zu schaffen – genau rechtzeitig vor den Olympischen Spielen. Experten wie Eurosport begleiteten seine Aufholjagd intensiv.
Linus Straßer: Karriere und Erfolge im Überblick
Linus Straßer wurde am 6. November 1992 geboren und ist ein deutscher World Cup alpiner Skirennläufer, der sich auf Slalom spezialisiert hat – er gewann eine Team-Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen 2022. Linus Straßer ist ein deutscher Skirennläufer, dessen Spezialdisziplinen Slalom und Riesenslalom sind, im Slalom kann er jedoch die meisten Erfolge verzeichnen, wie 2025 eine WM-Bronzemedaille in Saalbach.
Linus Straßer – Skirennläufer für den Deutschen Skiverband (DSV) und Mitglied des Zoll-Ski-Teams – kam am 6. November 1992 in München zur Welt, als Kind einer sportbegeisterten Familie verbrachte er schon als kleiner Knirps fast jedes Winterwochenende auf den Pisten der nahegelegenen Alpen. Seine Leidenschaft für den Skisport entdeckte er bereits mit zwei Jahren und trat mit sechs Jahren dem Kitzbüheler Ski Club bei.
Die größten Erfolge seiner Karriere
| Jahr | Wettbewerb | Ergebnis | Ort |
|---|---|---|---|
| 2017 | Parallel-Slalom Weltcup | 1. Platz | Stockholm |
| 2021 | Slalom Weltcup | 1. Platz | Zagreb |
| 2022 | Olympia Team-Wettbewerb | Silber | Peking |
| 2022 | Slalom Weltcup | 1. Platz | Schladming |
| 2024 | Slalom Weltcup | 1. Platz | Kitzbühel |
| 2024 | Slalom Weltcup | 1. Platz | Schladming |
| 2025 | WM Slalom | Bronze | Saalbach |
| 2026 | Slalom Weltcup | 3. Platz | Kitzbühel |
| 2026 | Olympia Team-Kombination | 10. Platz | Bormio |
Seinen bis dato größten Erfolg seiner Karriere feierte Linus Straßer am 21. Januar 2024, als er den Weltcup-Slalom am Ganslernhang von Kitzbühel gewonnen hat – nur drei Tage später gewann Straßer zum zweiten Mal den Nachtslalom in Schladming. Diese Doppelsiege innerhalb von vier Tagen zementierten seinen Status als Weltklasse-Slalomfahrer.
Olympia 2026: Die letzten Spiele für den Freigeist
Für Linus Straßer dürften die kommenden Olympischen Spiele die letzten seiner Karriere sein – der Slalom-Spezialist gilt seit Jahren als einer der Freigeister im Ski-Weltcup – einer, der Wiederholungen meidet, bewusst Risiken eingeht und sich offen auf die Zeit nach dem Leistungssport freut.
Wenn Linus Straßer über die kommenden Olympischen Spiele in Mailand/Cortina (6. – 22. Februar) spricht, klingt das anders als bei vielen seiner Kollegen – keine großen Worte, kein Pathos, keine ritualisierten Floskeln über Lebensträume und Kindheitswünsche, stattdessen Sätze, die fast beiläufig wirken – nüchtern, klar und gerade deshalb bemerkenswert. Straßer sagt: „Die größte Kunst ist es, Olympia gar nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken – es ist ein Tag, zwei Durchgänge, das muss passieren, das darf man nicht erzwingen.“
Gelassenheit statt Druck
Anders als viele seiner Konkurrenten geht Straßer entspannt an die Winterspiele heran. Die Vorfreude sei dennoch da, auch weil die Wettkämpfe diesmal näher an der Heimat stattfinden als zuletzt in Korea oder China – „Nach diesen langen Reisen freue ich mich total, dass es jetzt quasi vor der Haustür ist“, sagt er. Der Münchner ist bereits zum dritten Mal bei Olympischen Spielen dabei – nach Pyeongchang 2018 und Peking 2022 nun in Italien.
Mehr über die aktuellen Entwicklungen bei den Olympischen Winterspielen erfahren Sie in unserem Artikel über Eileen Gus Silbermedaille in Mailand sowie den Bericht über Eteri Tutberidzes kontroverse Rückkehr.
Privatleben: Familie und Leidenschaft
Linus Straßer ist verheiratet, im Dezember 2022 kam das erste Kind von ihm und seiner Frau Maria zur Welt. Im Juli 2025 wurde er zum zweiten Mal Vater, rund um den Saisonauftakt in Sölden berichtete er, wie seine nunmehr dreijährige Tochter immer staune, wenn er zum Skifahren aufbricht – „Es liegt doch gar kein Schnee“, sage sie dann immer.
Seine Frau Maria war selbst Skirennläuferin und fuhr für den WSV Samerberg im DSV C-Kader. Heute arbeitet sie für die Basketball-Abteilung des FC Bayern München. Straßer selbst ist Mitglied des TSV 1860 München und Oberwachtmeister im deutschen Zoll-Ski-Team – eine Kombination, die seine bodenständige Art unterstreicht.
YouTube-Empfehlung
Für alle, die mehr über Linus Straßer und seine Olympia-Vorbereitung erfahren möchten, empfehlen wir die offiziellen Interviews und Rennzusammenfassungen auf dem FIS Alpine YouTube-Kanal sowie den Eurosport Deutschland Kanal.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Linus Straßer
Wie alt ist Linus Straßer bei Olympia 2026?
Linus Straßer ist 33 Jahre alt. Er wurde am 6. November 1992 in München geboren und nimmt zum dritten Mal an Olympischen Winterspielen teil.
Welche Erfolge hat Linus Straßer bei Olympischen Spielen erzielt?
Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking gewann Linus Straßer die Silbermedaille im Team-Wettbewerb zusammen mit Lena Dürr, Alexander Schmid, Emma Aicher und Julian Rauchfuss. Im Einzel-Slalom belegte er den siebten Platz.
Warum hatte Linus Straßer Probleme in der Saison 2025/26?
Straßer wechselte vor der Saison auf neues Material, um noch mehr Leistung herauszuholen. Der Umstieg verlief jedoch schwieriger als erwartet, und er kämpfte lange um das nötige Vertrauen ins Material. Erst beim Slalom in Kitzbühel im Januar 2026 gelang der Durchbruch mit Platz 3.
In welchen Disziplinen startet Linus Straßer bei Olympia 2026?
Linus Straßer ist als Slalom-Spezialist nominiert und startet in der Team-Kombination sowie im Einzel-Slalom. Der Slalom ist seine Paradedisziplin, in der er fünf Weltcupsiege feiern konnte.
Ist Olympia 2026 das letzte große Rennen für Linus Straßer?
Straßer hat mehrfach angedeutet, dass Olympia 2026 vermutlich seine letzten Olympischen Spiele sein werden. Mit 33 Jahren denkt der Freigeist zunehmend an die Zeit nach dem Leistungssport, wobei er offen über das Karriereende spricht.
Wo kann ich die Rennen von Linus Straßer live verfolgen?
Die Olympischen Winterspiele 2026 werden live auf ARD, ZDF sowie bei Eurosport und auf HBO Max übertragen. Alle Ergebnisse finden Sie auch auf der offiziellen Olympia-Website.
Fazit: Straßer bleibt trotz Rückschlägen ein Medaillenkandidat
Linus Straßer hat bewiesen, dass er auch nach schwierigen Phasen zurückkommen kann. Der zehnte Platz in der Team-Kombination bei Olympia 2026 war zwar nicht das erhoffte Ergebnis, doch die Form scheint zu stimmen. Mit seiner Erfahrung, der mentalen Stärke und der neu gewonnenen Sicherheit nach dem Kitzbühel-Podium bleibt er im Einzel-Slalom ein ernstzunehmender Medaillenkandidat.
Der Münchner Freigeist hat sich in seiner Karriere nie unter Druck setzen lassen und geht auch diese Olympischen Spiele mit der nötigen Gelassenheit an. Ob es für eine Einzelmedaille reicht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen – doch eines ist sicher: Linus Straßer wird alles geben, um seine vermutlich letzten Olympischen Spiele mit einem Highlight zu krönen.
Autor: Redaktion Mindelmedia News | Veröffentlicht: 09.02.2026 | Kategorie: Sport, Olympia, Ski Alpin
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LinkedIn: Olympia 2026 Update: Linus Straßer und Simon Jocher beenden die Team-Kombination auf Platz 10. Nach einem schwierigen Saisonstart zeigte der 33-jährige Slalom-Spezialist in Kitzbühel mit Platz 3 sein Comeback. Weitere Medaillenchancen bestehen im Einzel-Slalom. #Olympia2026 #Wintersport #Deutschland
Facebook: 🎿 Linus Straßer bei Olympia 2026: Team-Kombination endet auf Platz 10 🥇 Der deutsche Slalom-Ass Linus Straßer (33) und Simon Jocher belegten heute in Bormio den zehnten Platz in der olympischen Team-Kombination. Gold ging an die Schweiz. Nach einem schwierigen Saisonstart mit Materialproblemen meldete sich Straßer Ende Januar mit Platz 3 in Kitzbühel zurück. Im Einzel-Slalom hat er noch alle Chancen auf eine Medaille – vermutlich bei seinen letzten Olympischen Spielen. 🇩🇪 Daumen drücken! Alle Details im Artikel. #Olympia2026 #LinusStraßer #TeamDeutschland #SkiAlpin