Die US-Armee setzt im Nahen Osten verstärkt auf kostengünstige Waffen und greift dabei auf eine überraschende Strategie zurück: den Einsatz von Kamikazedrohnen, die eine iranische Entwicklung kopieren. Die als Lucas Drohne bezeichnete Waffe ist eine Nachbildung der iranischen „Shahed 136“.

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Zusammenfassung
- Die US-Armee setzt „Lucas“-Drohnen ein, Kopien der iranischen „Shahed 136“.
- Die Drohnen wurden im Iran selbst eingesetzt.
- Das Konzept der Kamikazedrohne stammt ursprünglich aus Deutschland.
- Die Task Force Scorpion Strike steuert den Einsatz der Drohnen.
US-Armee setzt „Lucas“-Drohnen gegen den Iran ein
Wie Stern berichtet, hat das United States Central Command (CENTCOM) den Einsatz des „Low Cost Unmanned Combat Attack System“ (LUCAS) bestätigt. Mehrere dieser Kamikazedrohnen seien vom Boden aus gegen Ziele im Iran eingesetzt worden. Die genaue Anzahl der eingesetzten Drohnen und die angegriffenen Ziele sind derzeit nicht bekannt. (Lesen Sie auch: KI ARD Radio: Künstliche Intelligenz Bald im…)
Was ist die Task Force Scorpion Strike?
Die Angriffe mit der Lucas Drohne werden von der Task Force Scorpion Strike (TFSS) gesteuert. Diese Spezialeinheit wurde im Dezember letzten Jahres eigens geschaffen, um den US-Streitkräften die Fähigkeit zu verschaffen, billig produzierte Drohnen in größerem Umfang einzusetzen. Die TFSS soll die Entwicklung und den Einsatz von kostengünstigen Drohnen vorantreiben.
Die „Lucas“-Drohne als Kopie der „Shahed 136“
Das Besondere an „Lucas“: Es handelt sich um eine Kopie der iranischen „Shahed 136“. Laut dem Militärblog „The War Zone“ gelang es den USA, eine intakte „Shahed“-Drohne in die Hände zu bekommen, sie zu zerlegen und nachzubauen. Die Kosten für eine solche Drohne sollen bei etwa 35.000 Dollar liegen. Die „Shahed 136“ selbst basiert auf einem älteren Konzept. (Lesen Sie auch: Apples iPhone 17E angekündigt: Das steckt im…)
Woher stammt das Konzept der Kamikazedrohne?
Der Grundentwurf der Kamikazedrohne stammt aus Deutschland. In den 1980er Jahren entwickelte Dornier die „Dornier DAR“. Diese Drohne sollte die Aufmerksamkeit gegnerischer Radare auf sich ziehen, um andere Flugobjekte zu schützen. Israel entwickelte das Konzept weiter zur „IAI Harpy“. Die Ähnlichkeiten zwischen der „Dornier DAR“, der „Harpy“ und der „Shahed“ sind deutlich erkennbar.
Kamikazedrohnen, auch bekannt als „Loitering Munition“, sind unbemannte Flugkörper, die mit einem Sprengkopf ausgestattet sind und auf ein Ziel gelenkt werden. Sie werden oft als kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Raketen eingesetzt. (Lesen Sie auch: Justin Bieber Hailey Baldwin: So Feiern Sie…)
Welche strategischen Überlegungen stecken hinter dem Einsatz von Billigdrohnen?
Die US-Armee hat ihre Strategie in Bezug auf Drohnenkriegsführung überdacht. Bisher setzte sie vor allem auf teures Hightech-Gerät. Angesichts der Erfahrungen aus der Ukraine, wo der Einsatz von Drohnen eine entscheidende Rolle spielt, gewinnen kostengünstige Lösungen an Bedeutung. Mit der Lucas Drohne und der TFSS reagieren die USA auf diese Entwicklung.
Was bedeutet das für Bürger?
Der verstärkte Einsatz von Drohnen, insbesondere von Billigdrohnen, wirft ethische und sicherheitspolitische Fragen auf. Kritiker warnen vor einer Eskalation der Konflikte durch den vermehrten Einsatz unbemannter Waffensysteme. Befürworter betonen die Möglichkeit, präzisere Angriffe durchzuführen und das Risiko für eigene Soldaten zu minimieren. Die Debatte über die Rolle von Drohnen in der Kriegsführung wird sich in Zukunft intensivieren. (Lesen Sie auch: Av Linux 25.1: Frische Updates für Content-Produzenten)
















