Lufthansa 100 Jahre: Vom NS-System zum globalen Player
Die Geschichte der Lufthansa ist eine Achterbahnfahrt. Gegründet durch Enteignung, tief verstrickt in das NS-System, nach dem Krieg neu aufgebaut und durch die Corona-Pandemie fast in den Abgrund gestürzt. Die Lufthansa blickt auf 100 turbulente Jahre zurück.

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| Event | 100 Jahre Lufthansa |
| Gründung | 6. Januar 1926 |
| Neugründung | 1953 (Deutsche Lufthansa AG) |
| Besondere Momente | Einführung der Boeing 707 (1960), erste Pilotinnen (1988) |
Wie entstand die Lufthansa?
Die Gründung der Deutschen Lufthansa im Jahr 1926 erfolgte unter massivem politischen Druck. Die Reichsregierung wollte die Zivilluftfahrt zentralisieren und die hohen Subventionen bündeln. Zwei der damals erfolgreichsten Fluggesellschaften wurden zur Fusion gezwungen, ihre Eigentümer enteignet. Von Beginn an waren spätere NS-Größen wie Erhard Milch, der später den Aufbau der Luftwaffe verantwortete, im Vorstand der Luft Hansa AG vertreten. (Lesen Sie auch: Lipowitz‘ überraschender Start bei der Baskenland-Rundfahrt)
Die wichtigsten Fakten
- Gründung 1926 durch Fusion zweier Fluggesellschaften
- Verstrickung in das NS-Regime
- Verbot durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg
- Neugründung und Aufstieg zur internationalen Fluggesellschaft
- Herausforderungen durch die Corona-Pandemie
Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Krieg wurde die Lufthansa als paramilitärische Organisation eingestuft und von den Siegermächten verboten. Eine Firma namens „Luftag“ erwarb die Markenrechte und benannte sich in Deutsche Lufthansa um. Einige Jahre existierten sogar zwei Deutsche Lufthansa – eine im Westen, die andere im Osten Deutschlands. Nach einem Rechtsstreit benannte sich die Lufthansa-Ost in Interflug um.
Der steile Aufstieg mit Boeing
Mit dem Staat als Haupteigentümer, der 90 Prozent der Anteile besaß, kämpfte sich die Lufthansa zurück in den europäischen Markt. Laut Stern begann 1960 mit der Einführung der Boeing 707 der steile Aufstieg. Die Ticketpreise sanken, die Passagierzahlen stiegen, und die Flüge gingen in alle Welt. Das Wort „Lufthansa“ wurde zum Synonym für „Made-in-Germany“. (Lesen Sie auch: Saskia Vester Traumschiff: Emotionaler Moment in Island!)
Die Boeing 707 ermöglichte es der Lufthansa, Langstreckenflüge anzubieten und somit international zu expandieren. Dies trug maßgeblich zum Imagegewinn bei.
Frauen im Cockpit – ein langer Kampf
In Sachen Gleichberechtigung hinkte die Lufthansa lange hinterher. Anfangs durften Stewardessen nicht verheiratet sein. In den 1970er Jahren wurden die Miniröcke so kurz, dass die Frauen ungewollt entblößt waren, wenn sie sich zu den Gepäckfächern reckten. Bis weit in die Achtziger lehnte die Lufthansa Frauen im Cockpit strikt ab. Erst 1988 flogen die ersten beiden Co-Pilotinnen auf Inlandsflügen. (Lesen Sie auch: Saskia Vester Traumschiff: Tränenreicher Moment an Bord!)
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Lufthansa hat eine bewegte Geschichte hinter sich, von den dunklen Kapiteln der NS-Zeit bis zum Aufstieg als eine der größten Fluggesellschaften der Welt. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie fragil der Erfolg sein kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lufthansa in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Die Lufthansa blickt trotz aller Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und Nachhaltigkeit, um auch in den nächsten 100 Jahren eine wichtige Rolle in der globalen Luftfahrt zu spielen. Laut einem Bericht von Aerotelegraph plant die Lufthansa Investitionen in neue, treibstoffeffizientere Flugzeuge. Die Nachhaltigkeitsstrategie spielt dabei eine zentrale Rolle. (Lesen Sie auch: Dee Freeman Tot: Shameless-Star Stirbt nach Krebskampf)





