Lufthansa Bodenpersonal: Einigung erzielt! Die Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten geeinigt. Damit sind Streiks des Bodenpersonals vorerst abgewendet. Der Tarifvertrag sieht Gehaltssteigerungen in zwei Stufen sowie weitere Verbesserungen vor.
Zahlen & Fakten
- Betrifft rund 20.000 Bodenbeschäftigte
- Gehaltssteigerung von insgesamt 4,6 Prozent in zwei Stufen
- Tarifvertrag läuft 26 Monate bis Ende Februar 2028
- Zusätzlich 3 freie Tage für Verdi-Mitglieder
Wie sehen die Eckpunkte der Einigung zwischen Lufthansa und dem Bodenpersonal aus?
Der Tarifabschluss sieht Gehaltssteigerungen von insgesamt 4,6 Prozent in zwei Stufen vor. Die Beschäftigten von Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2026 2,2 Prozent mehr Geld, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 2,4 Prozent ab dem 1. März 2027. Für die Bodenbeschäftigten der Lufthansa AG greift die erste Stufe ein Jahr später.

+
Tarifabschluss im Detail
Wie Stern berichtet, beträgt die Laufzeit des Tarifvertrags 26 Monate und endet am 28. Februar 2028. Neben den Gehaltssteigerungen beinhaltet der Abschluss drei zusätzliche freie Tage für Verdi-Mitglieder während der Laufzeit, eine finanzielle Aufwertung für technische Berufe sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Zudem konnte die Gewerkschaft einen achtjährigen Schutz des Lufthansa-Personals aus der Passagier- und Flugzeugabfertigung vor einer Ausgliederung in Firmen mit niedrigeren Gehältern erreichen. (Lesen Sie auch: Technik und Abfertigung: Lufthansa einigt sich mit…)
Was bedeutet das für Arbeitnehmer?
Der Tarifabschluss bringt den Beschäftigten im Durchschnitt gut 220 Euro monatlich mehr. Verdi-Mitglieder profitieren zusätzlich von drei freien Tagen. Besonders hervorzuheben ist der Schutz vor Ausgliederung, der die Arbeitsplätze und Einkommen der Beschäftigten in der Passagier- und Flugzeugabfertigung sichert. Laut Verdi schafft das Tarifergebnis „Sicherheit in unsicheren Zeiten“.
Die Reaktion der Lufthansa
Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht der Lufthansa, betonte, dass die lange Laufzeit des Tarifvertrags Verlässlichkeit garantiere. Er sieht den Abschluss in Zeiten geopolitischer Krisen als ein klares Zeichen. Die Lufthansa zeigt sich zufrieden mit der Einigung, die einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Flugbetriebs leistet. (Lesen Sie auch: Eurowings stockt auf: Mallorca statt Nahost -…)
Historischer Kontext: Vergleich zu früheren Tarifverhandlungen
Die nun erzielte Einigung steht im Kontrast zu früheren, teils zähen Tarifverhandlungen zwischen Lufthansa und Verdi. In der Vergangenheit kam es häufiger zu Streiks, die den Flugbetrieb erheblich beeinträchtigten. So legte das lufthansa bodenpersonal in der Vergangenheit mehrfach die Arbeit nieder, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Der aktuelle Abschluss zeigt, dass beide Seiten aus den Erfahrungen gelernt haben und auf eine konstruktive Lösung hingearbeitet haben.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Für die Fluggäste der Lufthansa bedeutet die Einigung mit dem Bodenpersonal vorerst Entspannung. Streiks am Boden sind bis Ende Februar 2028 ausgeschlossen. Ob es auch bei anderen Berufsgruppen zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten. Verdi war mit einer Forderung nach 6,0 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen. Mindestens sollte es 250 Euro im Monat mehr geben. Dem neuen Tarifvertrag müssen die Gewerkschaftsmitglieder noch in einer Befragung zustimmen. (Lesen Sie auch: Finanzen Beziehung: So Ehrlich Sind Paare Wirklich…)
Die von Verdi vertretenen Berufsgruppen wie in der Technik, am Check-in oder in der Kundenbetreuung sind wie das fliegende Personal im Konfliktfall in der Lage, den Flugbetrieb erheblich zu beeinträchtigen.







