Am 09. Februar 2026 hat Manuel Feller gemeinsam mit Vincent Kriechmayr bei den Olympischen Winterspielen in Bormio die Silbermedaille in der Team-Kombination gewonnen. Der 33-jährige Slalom-Spezialist aus Fieberbrunn zeigte im entscheidenden Slalom-Durchgang eine spektakuläre Aufholjagd und sicherte Österreich damit die erste alpine Medaille bei den Olympischen Spielen 2026.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Dramatisches Finale in Bormio: Feller kämpft sich aufs Podium
- Von der Krise zum Triumph: Fellers schwierige Saison
- Wer ist Manuel Feller? Steckbrief und Karriere
- Die Team-Kombination: Ein neues olympisches Format
- Reaktionen und Ausblick auf weitere Olympia-Wettbewerbe
- Häufig gestellte Fragen zu Manuel Feller
- Fazit: Manuel Feller zeigt Comeback zur rechten Zeit
Das Wichtigste in Kürze
- Manuel Feller und Vincent Kriechmayr gewinnen am 09.02.2026 Olympia-Silber in der Team-Kombination
- Das österreichische Duo verbessert sich von Platz sieben nach der Abfahrt auf Rang zwei
- Feller absolviert einen spektakulären Slalom-Lauf und holt massiv auf
- Gold geht an die Schweizer Franjo von Allmen und Tanguy Nef, ebenfalls Silber an Marco Odermatt und Loic Meillard (zeitgleich)
- Für Feller ist es nach Team-Silber 2018 in Pyeongchang die zweite Olympia-Medaille seiner Karriere
- Der Erfolg kommt nach einer schwierigen Saison, in der Feller erst Ende Januar in Kitzbühel seinen ersten Weltcup-Sieg feierte
Dramatisches Finale in Bormio: Feller kämpft sich aufs Podium
Die Team-Kombination ist ein neuer olympischer Bewerb, bei dem jeweils ein Abfahrer und ein Slalom-Spezialist zusammenarbeiten. Vincent Kriechmayr und Manuel Feller haben am Montag in der Team-Kombination bei den Olympischen Spielen in Bormio die Silbermedaille gewonnen. Nach der Abfahrt lagen Kriechmayr und Feller noch auf dem siebten Rang – eine schwierige Ausgangslage für den technischen Durchgang.
Doch genau hier zeigte Manuel Feller seine ganze Klasse. Mit der zweitbesten Laufzeit des Tages macht der Tiroler Platz um Platz gut und sichert Österreich das ersehnte Edelmetall. Der Slalom-Weltcup-Sieger von 2024 bewies einmal mehr, dass er zu den besten Technikern der Welt gehört und lieferte genau dann ab, als es darauf ankam.
Zeitgleich mit Schweizer Duo – historisches Silber
Das Finale gestaltete sich dramatisch. Das ÖSV-Duo kam in dem neuen Bewerb ex aequo mit dem Schweizer Team bestehend aus Marco Odermatt und Loic Meillard ins Ziel. Beide Teams erreichten mit 0,99 Sekunden Rückstand auf die Sieger die gleiche Zeit. Gold ging ebenfalls an die Schweiz: Franjo von Allmen und Tanguy Nef waren nicht zu schlagen.
Für Kriechmayr bedeutete die Medaille einen besonderen Moment: Für Kriechmayr ist es nach fünf WM-Medaille die Premiere unter den fünf Ringen. Feller hingegen konnte bereits auf olympische Erfahrung zurückgreifen. Für Feller ist es nach Team-Silber 2018 in Pyeongchang die zweite Olympia-Medaille.
Von der Krise zum Triumph: Fellers schwierige Saison
Der Olympia-Erfolg vom 09. Februar 2026 ist für Manuel Feller besonders wertvoll, da er eine schwierige Phase hinter sich hat. Es war Fellers siebter World Cup victory, aber sein erster in einer 2025-26 Saison, die er als die „härteste“ seiner Karriere und „einer der schwierigsten Teile meines Lebens“ beschrieben hat.
Emotionaler Sieg in Kitzbühel als Wendepunkt
Erst Ende Januar gelang Feller der Befreiungsschlag. Manuel Feller erreichte seinen Kindheitstraum, den Herren-Slalom beim FIS Alpine Skiing World Cup in Kitzbühel, Österreich, am Sonntag (25. Januar) zu gewinnen. Der Heimsieg am Ganslernhang war hochgradig emotional. „Ich kann nicht beschreiben, wie viel mir das bedeutet“, sagte Feller danach und kämpfte mit Freudentränen. „Es war wahrscheinlich meine härteste Saison und einer der härtesten Teile meines Lebens. Ich war einige Male kurz davor aufzugeben, weil ich keine Energie mehr hatte, aber ich habe weitergemacht, weil das in meinem Leben nie eine Option war“.
Dieser Sieg in Kitzbühel war der erste Weltcup-Erfolg der Saison für Feller und gleichzeitig der erste ÖSV-Sieg eines Österreichers in Kitzbühel seit Marcel Hirscher im Jahr 2017. Der Erfolg kam zur perfekten Zeit – nur wenige Wochen vor den Olympischen Spielen.
Wer ist Manuel Feller? Steckbrief und Karriere
Manuel Feller (geboren am 13. Oktober 1992) ist ein österreichischer World Cup Skirennläufer. Feller spezialisiert sich auf die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom und gab sein World Cup Debüt im November 2012. Der Athlet stammt aus Fieberbrunn in Tirol und gehört seit über einem Jahrzehnt zur Weltspitze im alpinen Skisport.
Seine größten Erfolge umfassen:
- 2024 gewann Feller seinen ersten World Cup Disziplinen-Titel im Slalom
- Sieben Weltcup-Siege (alle im Slalom)
- 28 Podestplätze (21 im Slalom, 7 im Riesenslalom)
- Zwei Olympia-Medaillen (Silber 2018 und 2026 in der Team-Kombination)
- Goldmedaille bei der Junioren-WM 2013 im Slalom
Feller ist bekannt für seine technische Präzision und seine Kämpfernatur. Gerade in schwierigen Momenten zeigt der Tiroler immer wieder seine mentale Stärke. Seine Heimat Fieberbrunn liegt nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt, weshalb der Sieg am Ganslernhang für ihn eine besondere Bedeutung hatte. Weitere spannende Berichte über österreichische Wintersportler finden Sie in unserem Artikel über Linus Straßer bei Olympia 2026.
Die Team-Kombination: Ein neues olympisches Format
Die Team-Kombination feierte 2026 ihre olympische Premiere. In diesem Format startet zunächst ein Abfahrer, der die Grundlage legt. Anschließend muss der Partner – ein Slalom-Spezialist – im technischen Durchgang aufholen oder den Vorsprung verteidigen. Die Zeiten beider Läufer werden addiert.
Für Österreich erwies sich die Kombination aus dem starken Abfahrer Vincent Kriechmayr und dem technisch versierten Manuel Feller als perfekte Mischung. Während Kriechmayr in der Abfahrt bereits eine solide Basis legte, konnte Feller im Slalom seine Stärken voll ausspielen und mehrere Plätze gutmachen.
Spannendes Rennen mit mehreren Wendungen
Im Slalom startete der ÖSV eine furiose Aufholjagd. Fabio Gstrein und Michael Matt katapultierten ihre Teams zunächst an die Spitze, bevor Manuel Feller mit einem Risk-all-Lauf die zwischenzeitliche Dreifachführung für Österreich perfekt machte. Das österreichische Team zeigte im technischen Durchgang eine beeindruckende Geschlossenheit.
Am Ende mussten sich die Österreicher nur den Schweizern geschlagen geben. Während Meillard im unteren Teil enorm viel Zeit gutmachte und sich zeitgleich mit Feller auf Rang zwei setzte, behielten Franjo von Allmen und Tanguy Nef die Nerven. Das Schweizer Duo rettete den Vorsprung ins Ziel und krönte sich zum Olympiasieger in der Team-Kombi. Aktuelle Nachrichten zu anderen alpinen Ski-Events finden Sie auch in unserem Bericht über den Floridsdorf Straßenbahn Unfall, der ebenfalls am 09.02.2026 für Schlagzeilen sorgte.
Reaktionen und Ausblick auf weitere Olympia-Wettbewerbe
Der Jubel im österreichischen Lager war groß. Österreich darf sich über die Silbermedaille durch Kriechmayr und Feller freuen. Für das ÖSV-Team bedeutete die Medaille den ersehnten Durchbruch bei den Olympischen Spielen 2026, nachdem die ersten Tage ohne Edelmetall geblieben waren.
Besonders bitter war allerdings das Schicksal des zweiten österreichischen Duos. Das Duo Raphael Haaser/Michael Matt verpasste eine Medaille lediglich um drei Hundertstel und belegte den undankbaren vierten Rang. Diese Enttäuschung zeigt, wie eng es an der Spitze zuging und wie wertvoll die Silbermedaille von Feller und Kriechmayr tatsächlich ist.
Weitere Chancen für Manuel Feller bei Olympia 2026
Für Manuel Feller sind die Olympischen Spiele noch nicht vorbei. In den kommenden Tagen stehen noch weitere Wettbewerbe an, bei denen der Slalom-Spezialist zu den Medaillenkandidaten zählt. Besonders im Einzel-Slalom wird Feller nach seinem starken Auftritt in der Team-Kombination und dem Selbstvertrauen aus dem Kitzbühel-Sieg als einer der Topfavoriten gehandelt.
Die Konkurrenz ist allerdings stark. Mit einem verbleibenden World Cup Slalom vor den Olympischen Winterspielen 2026 ist das Feld weit offen. Es gab sechs verschiedene Gewinner in acht Rennen, und der erste und fünfte Platz in der Cup-Wertung sind nur durch 43 Punkte getrennt. Diese Ausgeglichenheit macht den Slalom-Wettbewerb besonders spannend.
| Athlet | Nation | Disziplin | Platzierung Team-Kombi | Zeit-Rückstand |
|---|---|---|---|---|
| Franjo von Allmen / Tanguy Nef | Schweiz | Team-Kombination | 1. Platz (Gold) | 2:44.04 |
| Vincent Kriechmayr / Manuel Feller | Österreich | Team-Kombination | 2. Platz (Silber) | +0.99 Sek. |
| Marco Odermatt / Loic Meillard | Schweiz | Team-Kombination | 2. Platz (Silber) | +0.99 Sek. |
| Raphael Haaser / Michael Matt | Österreich | Team-Kombination | 4. Platz | +1.02 Sek. |
Häufig gestellte Fragen zu Manuel Feller
Wann wurde Manuel Feller Olympiasieger?
Manuel Feller wurde nicht Olympiasieger, aber er gewann zwei olympische Silbermedaillen in der Team-Kombination – 2018 in Pyeongchang und am 09.02.2026 in Bormio zusammen mit Vincent Kriechmayr.
Wo kommt Manuel Feller her?
Manuel Feller stammt aus Fieberbrunn in Tirol, Österreich. Er wurde am 13. Oktober 1992 in St. Johann geboren und wuchs in der Wintersportregion auf.
Welche Disziplinen fährt Manuel Feller?
Manuel Feller ist Spezialist für die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom. Seine größten Erfolge feierte er im Slalom, wo er 2024 die Kristallkugel als Disziplinenweltcupsieger gewann.
Wie viele Weltcup-Siege hat Manuel Feller?
Manuel Feller hat insgesamt sieben Weltcup-Siege errungen, alle im Slalom. Sein emotionalster Sieg war der Heimerfolg in Kitzbühel am 25. Januar 2026.
Warum war die Saison 2025/26 so schwierig für Manuel Feller?
Manuel Feller bezeichnete die Saison 2025/26 als die härteste seiner Karriere und einen der schwierigsten Teile seines Lebens. Er deutete private Probleme an und war mehrfach kurz davor aufzugeben, bevor er in Kitzbühel seinen ersten Saisonsieg feierte.
Mit wem gewann Manuel Feller Olympia-Silber 2026?
Manuel Feller gewann die Silbermedaille in der Team-Kombination zusammen mit dem österreichischen Abfahrer Vincent Kriechmayr am 09. Februar 2026 in Bormio.
Fazit: Manuel Feller zeigt Comeback zur rechten Zeit
Der 09. Februar 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Karriere von Manuel Feller. Nach einer schwierigen Saison voller Zweifel und privater Herausforderungen krönte der 33-jährige Tiroler sein Comeback mit der olympischen Silbermedaille in der Team-Kombination. Gemeinsam mit Vincent Kriechmayr bewies er, dass er auch unter Druck zu Höchstleistungen fähig ist.
Die spektakuläre Aufholjagd im Slalom, bei der Feller von Platz sieben auf Rang zwei vorfuhr, unterstreicht seine Qualitäten als einer der weltbesten Techniker. Der Erfolg zeigt auch die mentale Stärke des Österreichers, der sich nach dem emotionalen Sieg in Kitzbühel Ende Januar direkt für die olympische Bühne bereit zeigte.
Für die verbleibenden Wettkämpfe bei Olympia 2026 ist Manuel Feller nun einer der heißesten Anwärter auf weitere Medaillen. Mit dem Selbstvertrauen aus zwei starken Auftritten in Kitzbühel und Bormio könnte der Traum von olympischem Gold im Einzel-Slalom durchaus Wirklichkeit werden. Österreichs Ski-Fans dürfen gespannt sein, was der Fieberbrunner noch zu bieten hat. Weitere aktuelle Sportnachrichten und Analysen finden Sie in unserem umfangreichen News-Bereich.
Autor: Redaktion MindelMedia News | Datum: 09.02.2026 | Quellen: Olympics.com, Wikipedia











